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  #21  
Alt 11.05.2022, 12:04
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Tamino Tamino ist offline
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Wie Hendrik oben schon schrieb, kann man an der Westseite der Jade auf ca. 2m gut und schnell vorankommen. Man hat zum Teil keine Strömung gegenan , muss aber auf die Sandbänke achten, die sich ein ganzes Stück nach Ost erstrecken. Also Echolot beachten und drum herumfahren.
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Handbreit Jens
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  #22  
Alt 11.05.2022, 13:24
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Unser Plan ist am 26.05. um 11.30 aus Varel raus (um 11.14 ist lt BSH Hochwasser) und dann mit ablaufend Wasser ausm Jadebusen raus.
Am 28.05. dann um 09.00 bei auflaufend Wasser wieder von Wangerooge Hafen Richtung Süden, dann sollten wir um 13.00 an der Schleuse Varel sein, wo um 12.55 HW ist.
Ich denke mit 4 Stunden Fahrt pro Tour bei 10 kn sollte das zu schaffen sein.
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Carpe diem
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  #23  
Alt 11.05.2022, 13:57
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Moin Halbgleiter,
ich bin selbst mit meinem Verdränger schon einige Male von Varel Richtung Wangerooge, Spiekeroog und Langeoog gefahren.
Die Schleuse in Varel öffnet ca. 2,5 Stunden VOR Hochwasser und ca. 1 Stunde NACH Hochwasser. Vorraussetzung ist jeweils gleicher Wasserstand von Hafen und Jadebusen. Bei Nipp, Spring oder entsprechender Windrichtung können die Zeiten auch abweichen.
https://www.wsv-varel.de/infos-zur-schleuse.html
Entsprechend öffnet die Schleuse am 26.05.22 so gegen 08:30 und wieder gegen 12:00 Uhr.
Am 26.05.22 ist auf Wangerooge gegen 09:44 und 22:00 Uhr Hochwasser. Niedrigwasser ist ca. 16:00 Uhr.
Wenn Du die Strecke (ich sehe auf Deiner Karte "außenraum") in ca. 5 Stunden schaffst, wärst Du genau zur Niedrigwasserzeit auf Wangerooge. Das Seegatt (Harle) kann dann zum einen sehr schmal sein und relativ flach (! auf die Buhne achten!!). Auch musst Du damit rechnen, dass Du in der Hafeneinfahrt nach Wangeroge gerade mal einen halben Meter Wasser hast... auch kann es sein, dass Du an den Liegeplätzen auch nicht gerade viel Wasser hast. Da würde ich mich noch mal nach dem aktuellen Stand erkundigen.
Wenn Du dann auf Wangerooge ankommst..... am Hafen selbst ist nicht viel los. Um in den Ort zu kommen.... gut 1,5 Stunden Fußweg oder Fahrrad. Inselbahn fährt nur, wenn Fähren (bei Hochwasser) ankommen. Tankstelle gibts dort auch keine. Ich denke mal dass Du für den Hin- und Rückweg so um die 60 Liter einplanen kannst.
Auch bei Windstärke 4 kann es ganz schön kabbelig werden. Ob dann immer eine Gleitfahrt möglich ist? Außenrum um Wangerooge kann bei Windstärke 3 schon tüchtig schaukeln. Auch können Schiffe auf der Hauptschiffahrtsstraße auch für überraschende Wellen sorgen. Die meisten Sportbootfahrer nehmen das Wattfahrwasser (Telegraphanbalje) um von der Jade nach Wangerooge zu kommen.
Entsprechendes ist auch bei der Rückfahrt zu beachten; vor allem dass man wieder zur rechten Öffnungszeit der Schleuse in Varel ist.
Da ich selbst keinen Gleiter habe, sondern einen Verdränger, den ich mit 5 kn bzw. 10 Km/H kalkuliere, habe ich immer 2 Tage pro Richtung eingeplant. Hin: 2,5 Stunden vor HW ab Varel bis Hooksiel o. Horumer Siel... und von dort 2-3 Stunden nach NW zu den Inseln, wobei von Hooksiel oder Horumersiel auch Spiekeroog problemlos erreichbar ist).
Wenn Du Anfänger bist und noch nie eine Tour zu den Inseln gefahren bist...... Hooksiel oder Horumsersiel sind auch wunderschöne Ziele. Nur in Hooksiel gibt es derzeit Probleme mit der Schleuse (schleust nur bei Hochwasser).... und Horumersiel ist so bis ca. 2 Stunden vor und nach NW erreichbar.
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  #24  
Alt 11.05.2022, 14:09
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Zitat:
Zitat von Halbgleiter Beitrag anzeigen
Hallo
Sehr ausführlicher Bericht…
Habe beschlossen diesen Törn mit meiner Gattin zu Vatertag ebenfalls zu unternehmen.
Soweit ist schon alles organisiert: Sliprampe, Schleuse, Häfen.
Gezeitenkalender ist am Start… jetzt muß an den drei Tagen nur noch das Wetter mitspielen, habe mir vorgenommen bis max. 4 Bft. zu fahren und wenn’s nicht regnet die 3 Tage ist auch nicht schlimm

so dann will ich als Hooksiel Lieber mal meinen Senf oder so.

erstens, warum aussen rum? ich mit meinen zwei Meter Tiefgang muss dass, Du hast den Vorteil wunderbar geschützt durchs watt zu gehen.
zweitens, wie oben schon einer sagte, da außen rum bei 10KN in 4 stunden? glaube ich nicht. ich laufe acht. mit ström zehn und brauche vier von Hooksiel wenn die Tide absolut passt im Gatt.

Das Hooksiel schön und eine Reise Wert ist, kann ich bestätigen. Nicht bestätigen kann ich, dass die Schleuse nur zu Hochwasser schleust. Richtig ist es gibt ein wohl dummes unnötiges Hydraulikzylinder Problem was ewig dauert. Dadurch kann nur ich meine drei std vor und zwei nach Hochwasser stündlich geschleust werden.

Auf der Seite Wangerland dot de kannst Du diese Schleusenzeiten einsehen. am we eben im Zeitraum jede Std Mo bis Do eben weniger, so ca alle zwei stunden.

Dich west auf der 2 M Linie halten mag in meinen Augen mit dem Verdrängen gehen, in Gleitfahrt wäre mir das deutlich zu heiß. Ich bin Segler und habe da keine Erfahrung aber euch sollte doch nen KN mehr ström nur ein lächeln und 100 Umdrehungen mehr abverlangen, ich führe weiter draussen dafür sicher.

ic bin mir nicht sicher ob ich mit nem Mobo von sechs oder sieben Metern draussen vor den Inseln bei mehr als zwei sein wollte.....
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  #25  
Alt 11.05.2022, 14:29
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@ Paulemeier1: Ich bezog mich auf einen Bericht in der NWZ vom 6.04.22.
Tatsächlich wird nach aktuellem Plan https://www.wangerland.de/fileadmin/...n_Mai_2022.pdf öfter geschleust, auch wenn es im Text heißt: Die Schleusungen finden stündlich zur Hochwasserzeit statt.
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  #26  
Alt 11.05.2022, 15:27
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Die Lowrance-App wirft oben rum knapp 40 sm aus, bei 10 kn Fahrt über Grund macht das 4 Stunden, bei ablaufend Wasser könnt ich sogar noch schneller und wäre noch einigermaßen wirtschaftlich unterwegs.
(Vorrausgesetzt das Wetter spielt mit!)
Die App geht bei der Tourenplanung wohl immer vom worst case, also Niedrigwasser aus. Daher oben rum wo durch Priele usw immer genug Wasser unterm Kiel ist…

Auf jedenfall schonmal ein artiges Dankeschön an alle die geantwortet haben um mir ihre Erfahrungen und Tipps mit auf den Weg zu geben!
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Geändert von Halbgleiter (11.05.2022 um 15:46 Uhr)
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  #27  
Alt 11.05.2022, 16:08
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Zitat:
Zitat von Halbgleiter Beitrag anzeigen
Die Lowrance-App wirft oben rum knapp 40 sm aus, bei 10 kn Fahrt über Grund macht das 4 Stunden, bei ablaufend Wasser könnt ich sogar noch schneller und wäre noch einigermaßen wirtschaftlich unterwegs.
(Vorrausgesetzt das Wetter spielt mit!)
Die App geht bei der Tourenplanung wohl immer vom worst case, also Niedrigwasser aus. Daher oben rum wo durch Priele usw immer genug Wasser unterm Kiel ist…

Auf jedenfall schonmal ein artiges Dankeschön an alle die geantwortet haben um mir ihre Erfahrungen und Tipps mit auf den Weg zu geben!
So eine App (ich nutze z. B. NV-Charts) ist bei einer automatischen Planung schon recht "dumm". Viele Wattfahrwasser erkennt sie nicht automatisch. Auch sind die Karten selten aktuell, weil sich die Wattfahrwasser ständig ändern. Die App kennt auch keinen "worst case".... und Priele gibt es seeseitig keine.

einige hilfreiche Tipps für das gebiet gibt es hier:

https://www.wattsegler.de/toernplanung/routen-ankerplaetze/rund-wangerooge.html

https://www.wattenschipper.de/routen/wangerooge/
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  #28  
Alt 11.05.2022, 17:17
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Zitat:
Zitat von paulemeier1 Beitrag anzeigen

Dich west auf der 2 M Linie halten mag in meinen Augen mit dem Verdrängen gehen, in Gleitfahrt wäre mir das deutlich zu heiß. .
Ich habe es gerade gemacht, allerdings kenne ich mich aus und sehe auf das Wellenbild und Echolot. Sobald die Tiefe abnimmt, muss man unverzüglich nach Osten abfahren, dann sogar manchmal 90*.
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  #29  
Alt 11.05.2022, 18:53
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Zitat:
Zitat von Flomar Beitrag anzeigen
und Priele gibt es seeseitig keine.
Ja, irgendwie hatte ich es im Gefühl, das der Terminus "Priel" nicht ganz korrekt ist...
Bist du mit "Wattfahrwasser" und "Balje" einverstanden...?
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  #30  
Alt 11.05.2022, 19:01
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Zitat:
Zitat von paulemeier1 Beitrag anzeigen
erstens, warum aussen rum?
Ich würde auch lieber die Telegraphenbalje fahren, aber mir ist nördlich um die Insel rum und dann durch die Harle lieber als auf 'ner Sandbank aufsetzen oder gar trocken zu fallen.

Wie lange ist die T-Balje wohl bei Ebbe befahrbar?
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  #31  
Alt 11.05.2022, 20:08
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Die Telegraphenbalje hat weiches Schlickwatt. Es ist erheblich sicherer dort zu fahren.
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Alt 11.05.2022, 21:32
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Zitat:
Zitat von Halbgleiter Beitrag anzeigen
Ich würde auch lieber die Telegraphenbalje fahren, aber mir ist nördlich um die Insel rum und dann durch die Harle lieber als auf 'ner Sandbank aufsetzen oder gar trocken zu fallen.

Wie lange ist die T-Balje wohl bei Ebbe befahrbar?
Bei gut 60 cm Tiefgang würde ich sagen so 3,5 Stunden vor HW bis knapp 3 Stunden nach HW kommt man über die Minsener Oog Wattfahrwasser und Telegraphenbalje. (Das sind im Grunde Priele ) Beide haben bei HW mind. 2 Meter Wassertiefe. I
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  #33  
Alt 11.05.2022, 21:52
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Ihr habt mich überzeugt, ich nehme die Telegraphenbalje, spart Zeit, Sprit und wahrscheinlich auch Angstschweiß…
Habe die App „überlistet“ und manuell geroutet… so könnte es was werden:
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Alt 11.05.2022, 22:07
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Sorry aber der muss jetzt raus

@halbgleiter

Du sagst du bist Anfänger. Hast 5,40 Meter. Der tröt ist voller Warnungen und guter Informationen.
Auch und besonders von @emation:

Du weist es trotzdem besser. Du bist nichtmal wilkens dich über das Revier zu informieren welches du befahren möchtest.
Sorry da schwillt mir der Kamm. Google mal nach Dreingabe zwischen blauem und langeoog letztes Jahr. Das waren Segelre ja. Aber ich kenne Lenard der hat sie am Vorabend gewarnt. Siexwusten es besser.
Einer hat mit dem Leben bezahlt.
Und all das sagt dir einer der da mit zehn Tonnen und zwanzig Jahren Erfahrung rumturnt.

So das musste raus denk drüber nach
Eigentlich wollte ich hier aussteigen…

Aber, solltest du Informationen wollen….

Ohne es genau geprüft zu haben durchschaut sollten 10 nm weniger sein. Das sind für dich drei Stunden. Oben wurde gesagt Schleuse vor hoch Wasser. Dann bist du hw am ersten flach im Watt. Da hast du ohne jetzt bei Wettsegelr dot de oder wattenschipper dot de genau nachgesehen zu haben ca zwei Meter Wasser bei 6-7 nm Rest. Drei Meilen weiter das nächste hoch mit mehr als zwei Meter bei hw meine ich. Hast du Interesse lies es selber nach. Also alles machbar.

Gerade sehe ich dass du in meiner selbst auferlegten schreib Pause vernünftig geworden bist. Es besteht also Hoffnung
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  #35  
Alt 11.05.2022, 22:31
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Zitat:
Zitat von paulemeier1 Beitrag anzeigen
Gerade sehe ich dass du in meiner selbst auferlegten schreib Pause vernünftig geworden bist. Es besteht also Hoffnung
Vernünftig war ich vorher auch schon… und Anfänger ist relativ, zumindest was das Fahren in Gezeitengewässern angeht trifft das zu. Binnen und Ostsee bin ich schon öfter gefahren, auch schon vor meinem eigenen Boot mit Charterbooten.
Und glaub mir, Respekt hab ich vor diesem Törn und bin dankbar für jeden Tipp erfahrener Skipper hier.
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  #36  
Alt 12.05.2022, 16:13
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Nochmal zum richtigen Verständnis: lt. NPNordSBefV
Darf ich die Zone 1 des Naturschutzgebietes Wattenmeer auf durch Pricken, Tonnen u.ä. Gekennzeichneten Fahrwassern zeitlich uneingeschränkt befahren?
Die 3 Stunden-Regel gilt nur wenn ich das Fahrwasser verlassen möchte.
Hab ich das richtig verstanden?
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  #37  
Alt 12.05.2022, 18:32
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Hier sind die Befahrregeln (welche auch im SBF-See behandelt wurden)
https://www.wattenschipper.de/befahrensregeln/
Entsprechend darf man in Zone 1 auch 3 Stunden vor bis 3 Stunden nach Hochwasser außerhalb des Fahrwassers fahren; genügend Wasser unterm Kiel vorausgesetzt.
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  #38  
Alt 16.05.2022, 10:32
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Zitat:
Zitat von Flomar Beitrag anzeigen
Hier sind die Befahrregeln (welche auch im SBF-See behandelt wurden)
https://www.wattenschipper.de/befahrensregeln/
Entsprechend darf man in Zone 1 auch 3 Stunden vor bis 3 Stunden nach Hochwasser außerhalb des Fahrwassers fahren; genügend Wasser unterm Kiel vorausgesetzt.
Ich lese hier ohne konkrete Pläne aus reinem Interesse mit und kann zu der eigentlichen Frage auch nichts sagen aber die Befahrensregel im Wattenmeer wurden bei meinem SBF See-Kurs nie behandelt...
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Gruß
Matze
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  #39  
Alt 16.05.2022, 10:49
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Hab mir den Stoff für den SBF See seinerzeit autodidaktisch beigebracht, mit Schwerpunkt natürlich auf die Fragen aus dem Fragenkatalog.

Wie umfangreich das Thema ist merke ich erst jetzt wo meine erste Fahrt im Wattenmeer ansteht, das geht weit über das hinaus was im Fragenkatalog steht:

Also lesen, lesen, lesen… auch die Links die hier von Erfahrenen gepostet wurden sind sehr hilfreich. Gezeiten, Wetter, Strom im Blick haben, auch wenn’s nur 30 nm hin und 30 nm wieder zurück sind!
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  #40  
Alt 16.05.2022, 16:05
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Was die Praxis anbetrifft, so lernt man bei keinem der Scheine richtig Boot fahren, geschweige ordentliche Revierkenntnisse. Das das Fahren im Wattenmeer nicht gerade ohne ist, sieht man an den doch vielen Unfällen, Mißgeschicken oder der sich ständig ändernden Bedingungen, auch der Berufsschiffer (siehe auf Grund gelaufene Schiffe nach Wangerooge).
So sieht eine Pricke im Lehrbuch doch manchmal anders aus als in der Realität. Oder sie haben fast die gleiche Farbe wie das Wasser und man sucht sie wie verrückt; wobei man sie schon fast überfährt. Genau so ist es mit Backbord und Steuerbord.... da lohnt sich immer der Blick auf eine gute Karte, wo bei einem Wattfahrwasser nun gerade die Back- oder Steuerbord Seite ist. Fährt man z. B. vom Festland auf eine Insel, z. B. von Harlesiel nach Wangerooge, so sind die Steuerbord-Tonnen/Pricken an der Backbordseite vom Boot (also links). Kurz vor der Hafeneinfahrt von Wangerooge liegt aber die Steuerbordtonne/pricke an der Steuerbordseite, also rechts. Auch wenn die Häfen auf den Inseln auf der "Binnenseite" liegen, so fährt man allerdings von See in diese Häfen (also Steuerbord (grün) oder Pricke (spitz) rechts.
Und wer dann mal eine Kreufzart durch die Karibik macht ist ganz irrietiert, weil dort das System genau umgekehrt ist.
Auch sind Wind und Strömung im Watternmeer zu berücksichtigen. Innerhalb weniger Minuten kommt das Wasser regelrecht angeströmt, wei ein reißender Fluss. Daher ist beim Fahren auch immer höchste Konzentration angesagt, da der Versatz durch Strömung schon die eine oder andere Pricke bekanntschaft mit dem Boot machen kann. Ein Blick auf Strömungskarten ist auch hilfreich. Fährt man z. B. von der Jade über das Minseneroog-Wattfahrwasser in Richtung Telegrafenbalje und Wangerooge, so hat man zuerst die Strömung von Norden, dann bis zum nächsten Watthoch von Osten. In der Blauen Balje wieder von Norden. Auf der Telegrafenbalje wieder Wasser/Strönung im Rücken von Osten und so auf der Hälfte nach dem nächsten Wattenhoch von Western, also Strom gegenan. Fährt man von Osten nach Westen, so hat man eine kürze Tide, wohingegen die Tide bei einer Fahrt von Westen nach Osten entsprechend länger andauert, weil man dann entsprechend mit dem Tidenstrom fährt.
Ist ja eigentlich nur schade, dass solch interessante Themen hier im Forum weniger Interesse finden als die "wer hat den besten Bordhund...".

Kardinalzeichen wie Untiefentonnen etc. sollte man sich genauer ansehen.... wo fahre ich jetzt da vorbei.... südlich, nördlich, östlich, westlich.... Ein Kompass an Bord ist alleine hierfür manchmal nützlich.
Und dann natürlich der Tidenkalender.... ist z. B. Nippzeit können auch mal gut 1 Meter Wasser fehlen (zumindest in den Mündungsbereichen z. B. Weser) und kommt dann noch Ost/Südost-Wind dazu.... (das sind dann meistens die Radiodurchsagen, warum einzelne Fähren auf die Inseln entfallen oder zu anderen Zeiten fahren). Gut bei 50 cm Tiefgang ist das alles noch planbar..... aber bei einem Segelboot mit 2 Meter Tiefgang für die Planung von entscheidender Bedeutung.
Was gibt es sonst noch so zu beachten? Eine gute Seekarte, auch Unterstützt durch Apps etc sind eine feine Sache... Aber letztendendes gilt die Betonnung und Beprickung in der Realität. Nicht nur gute Augen, sondern auch ein Fernglas gehören mit an Bord.
Schlussendlich ist eine Fahrt durchs Wattenmeer ein wunderschönes Erlebnis, besonders wenn plötzlich einige neugiere Seehunde ums Boot kreisen oder ein paar Meter vorher ein Schweinswaal aus dem Wasser auftraucht.
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