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Alt 20.08.2016, 14:09
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Moin



Obwohl unser Sommertörn nun schon einen Monat zurück liegt,mache ich mich heute mal daran, einen kleinen Törnbericht zu schreiben, zumal ich Nachtdienst habe und guter Dinge bin, daß mich keiner stört.

Es ging von Berlin über Havel, Elbe-Havel-Kanal und Mittellandkanal zum Elbe-Seitenkanal. Weiter über die Elbe und Hamburg nach Cuxhaven. Da das Wetter partout nicht mitspielte, mußten wir unsere Helgolandpläne begraben und dampften stattdessen über den Nord-Ostsee-Kanal zurOstsee.

Von Kiel ging es über Fehmarn nach Travemünde und über Lübeck und Lauenburg über die Kanäle zurück.



16.06.16 Berlin-Stössensee nach Genthin

Nachdem wir den Kutter schon am Vorabend aufgerüstet hatten, ging es um kurz vor acht los, gefrühstückt wurde unterwegs. ImSacrow-Paretzer-Kanal hielten uns die Baustellen und zwei Schubverbände auf, kurz vor Deetz konnte wir sie dann hinter uns lassen und erreichten die Vorstadtschleuse Brandenburg.

Hier ging es ohne nennenswerte Wartezeit weiter und auch in Wusterwitz ging es nach einer knappen Stunde in die Kammer.

Da für den Abend Fussi-Kucken angesagt war, machten wir in Genthin am neuen Sportanleger Feierabend. Erst auf der Rückfahrt sahen wir, daß der für Lidl-Kunden reserviert ist.

Also bei der Ankunft eine Streusselschnecke holen und den Bon aufheben.



17.06.16 Genthin-Calvörde

Regen!

Wir sollten uns die nächsten Wochen daran gewöhnen.

08.15 schmissen wir die Leinen los und erreichten um 10.00 Zerben. Nach einer Stunde Wartezeit ging es hinter einem Berufler in die Kammer und flott ging es weiter nach Hohenwarthe.

Bei der Einfahrt mahnte uns die Schleusenmeisterin am Funk,am Schwimmpoller richtig fest zu machen.

Klar, was denn sonst..

Allerdings waren die Poller für Bug- und Heckleine zu weit auseinander, also beide Leinen an einem Poller belegt, so kann man ggf.die Leinenlängen variieren, wenn ein Berufler mit „vollem Rohr“ aus der Kammer fährt. Das Tor war zu, wir lagen ganz hinten, das Wasser kam und dann bekamen wir Stielaugen: Solche Strudel und Strömungen hatten wir noch nie gesehen. Das Wasser drückte zwischen Heck und Kammerwand, vorn waren die Kugelfender kurz vorm Platzen. Die Chefin schaffte es gerade noch einen Plattenfender zwischen vorderem Schanzkleid und Beton zu klemmen, kurz bevor die Farbe dran glauben musste.

Nach einer gefühlt unendlichen Schleusung, fuhren wir aus der Kammer aus und, wie immer im Regen, über die Elbe.

Da wir gut im Zeitplan lagen, wollten wir an Haldensleben vorbei bis zum neuen Hafen in Calvörde fahren, die Pinte in Haldensleben hatte eh´zu.

Der kleine Hafen in Calvörde war gepflegt und der Hafenmeister sehr hilfsbereit, wie wir am nächsten Morgen feststellten.Fussläufig zu erreichen war ein Gasthaus, in dem die ehemalige legendäre Köchinaus dem Restaurant im Haldenslebener Hafen kocht. Leider war den Abend geschlossene Gesellschaft.

Ein wichtiger Hinweis:

Da die Hafeneinfahrt sehr schmal ist, herrschen bei Vorbeifahrt von Beruflern ganz erhebliche Sog und Druckverhältnisse im Hafen.P lätze nahe der Hafeneinfahrt sollte man meiden, speziell mit Booten mit großem Tiefgang.



18.06.16 Calvörde-Elbe-Seitenkanal, Anleger „Weisses Moor“

Das Gas war alle!

Ich hatte die Flasche zuhause geschüttelt und sie klang ziemlich voll. Nur blöd, daß meine zweite -volle- Flasche in Falkensee stand.

Doch bot der Hafenmeister seine Hilfe an und fuhr mich in den Ort rein, wo ich eine neue Kaufflasche für meine Gasflaschensammlung bekam.

Um 09.45 ging es endlich los und nach zwei Beruflern nutzte ich die größere Lücke und fuhr vor einem tschechischen Schubverband ein. Das schien ihm nicht sonderlich zu gefallen, denn als unser Pulk einen langsamen polnischen Schubverband überholte und auch ich zum Überholen ansetzte, begann er mich sehr knapp zu überholen und mich abzudrängen.

Irgendwie kam er vorbei ohne, daß ich in die Böschung fuhr und wir liessen uns ein Beruhigungs-Störti schmecken..

In der nächsten Zeit spielten sich vor uns noch einige Dramen der Art „Überholen bei Gegenverkehr“ ab.

So erreichten wir Wolfsburg und die Schleuse Süllfeld, diewir nach einer Stunde Wartezeit passierten. Am Hafen des Yachtclub Fallerslebenin Calberlah fuhren wir vorbei, weil kein Platz war und wir sowieso versuchen wollten, einen oder zwei Tage rauszuholen , die wir durch dem Umweg über die Kanäle verloren hatten.

So machten wir nach 20 km im Elbe-Seitenkanal am Feierabendplatz bei „Weisses Moor“ fest.

Mangels Dorfgasthaus o.ä. machten wir es uns an Deck gemütlich, zur Abwechslung schien die Sonne.



19.06.16 ESK, Anleger„Weisses Moor“- Schiffshebewerk Scharnebeck

Die Berufsschifffahrt sorgte dafür, daß wir nicht unnötiglange schliefen und so warfen wir um 08.00 die Leinen los.

Bei der Schleuse Uelzen gab es nur eine knappe Stunde Wartezeit, allerdings ging es dann hinter einem tief abgeladenen langsamen Motorschiff her. Der Skipper einer Nimbus aus Braunschweig mußte uns dann noch überholen, obwohl wir schon im Windschatten des Frachters fuhren. Ich dachte, er wollte die Hebel auf den Tisch packen aber er eierte für einige Kilometer vor mir herum.

Irgendwann reichte es mir und ich nutzte eine Gerade um ander Nimbus und dem Frachter vorbeizukommen.

Alles ging klar.

Ich hatte nämlich schon den Schleusenkanal vom Schiffshebewerk drin und in etwa den Takt drauf, in dem geschleust wurde. Auch daß zwei kürzere Frachter im Warterang waren, hinter denen ich mit unserem Dicken reingepasst hätte.

Als ich in die Gerade vor Scharnebeck einbog, sah ich besagten Frachter einfahren, sprach den Schleusenmeister an, packte den Hebelauf den Tisch….und sollte an den Warteplatz fahren, toll..

Gut, dachte ich, dauert ja nicht so lange, bis er wieder oben ist. Soweit richtig, nur mit dem Öffnen des Tores brauchten sie von 17.00-21.30, die Technik ist eben nicht mehr ganz neu…

Somit hatte sich unser Plan, noch bis zur Schleuse Geesthacht zu kommen, erledigt.

Es sollte den nächsten Tag früh morgens mit einsetzender Ebbe die Elbe runter an Hamburg vorbei bis Glückstadt gehen.

21.45 machten wir an unteren Warteplatz von Scharnebeck Feierabend .
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Alt 20.08.2016, 14:12
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20.06.16 Scharnebeck-Hamburg Cityhafen

So ganz hatte ich den Plan, in einem Rutsch bis Glückstadt zu dampfen, nicht aufgegeben.

So waren wir um 04.30 aufgestanden, die Sonne ging grad auf und wir wollten um 05.00 los, um doch noch den Beginn der Ebbe hinter Geesthacht mitzukriegen.

Da war nur ein bisschen Nebel.

Gut, dachte ich, im Funk ist nichts zu hören, so dicht ist der Nebel nicht und ich kann mich mit dem Kartenplotter am Kanalufer bis zur Elbe vortasten und auf der Elbe halte ich mich am Fahrwasserrand. Mit steigendem Sonnenstand löst sich der Nebel dann ja auf.

Soweit der Plan.

Wir brummelten also los, traumhaftes Licht, so 50-100m Sicht werden es wohl gewesen sein. Dann wurde es aber dicker und irgendwann konnteich beim nötigen Abstand zur Böschung das Ufer kaum noch erkennen.

Also zurück.

Wir machten also wieder in Scharnebeck fest und wie meine Chefin gerade Frühstück mit lecker Rüherei mit Speck machte,… kam aus dem Nebel ein Dreieck aus drei weissen Laternen hervor.

Prost Mahlzeit , dem hätte ich nicht im Kanal begegnen wollen.

Als wir unser Frühstück niedergekämpft hatten, gegen 07.00war der Nebel weg und es ging los nach Geesthacht. Nach nur einer Viertelstunde Wartezeit fuhren wir in die Schleuse Geesthacht ein und ratz-fatz waren wir durch.

Endlich wieder im Tidengewässer. Als wir um 09.10 aus dem Schleusenkanal kommen, setzt der Elbturbo ein, gut 14 km/h über Grund bei 1500 Touren, so macht das Spaß .

Als wir grad an Zollenspieker vorbei waren (Stadtgrenze Hamburg) kommt uns mit hoher Fahrt ein Gleiter entgegen, der irgendwie„amtlich“ aussah. Richtig, die Rennleitung!

„Wir kommen längsseits, Sportbootkontrolle!“

Na toll, in Berlin war ich 2007 das letzte Mal fällig. Ich fragte mich, ob das mit dem traditionellen Schleusenschnaps in Geesthacht so´ne gute Idee war.

Offenbar war das eine Art Ausbildungsveranstaltung, denn sie hatten eine Kollegin vom Land dabei. Sie checkten wirklich alles aber irgendwie fanden sie nichts. Auch der Umstand, daß wir unterhalb Geesthacht grundsätzlichmit Rettungsweste fahren, kam an. Wir bekamen eine Kontrollbescheinigung und man verabschiedete sich mit dem Lob, daß unser Dampfer „mustergültig“ wär.

Nun gut zwei drei Sachen hätte ich ihnen schon sagen können…

12.15 erreichten wir exakt zu Niedrigwasser den Cityhafen Hamburg und erlebten eine Überraschung. Wie ich in die erste Box einfuhr, blieb der Dicke halb in der Box stehen. Das konnte doch nicht zu flach sein? ImHamburger Hafen??

Also rückwärts und die aufgewirbelte schwarze Pampe bestätigte meine Vermutung (Echolot ist nur im Innenfahrstand). Am nächsten Schlängel die gleiche Nummer. So lagen wir am Aussenschlängel, wo sonst nur die„ganz Dicken“ liegen.

Abends ging es dann noch ins „Lusitania“ unserem Stamm-Portugiesen.



21.06.16 Hamburg-Glückstadt

06.40 schmissen wir den Riemen auf die Orgel…und die Leinenlos.

Ich liebe es, früh morgens durch den Hafen zu fahren, wenn das Leben so langsam erwacht.

Wie immer passten wir besonders auf die Fährschiffe auf, dieeine Mordswelle reissen und bei denen man schon mal das Gefühl hat, daß sie gerne mal ein Sportboot aufs Korn nehmen. Auch an der Pier mit den großen Schleppern passten wir mächtig auf ob da einer die Leinen losschmiss.

Aber alles ging glatt und wir passierten Airbus in Finkenwerder und das Mühlenberger Loch, wo es wie so oft etwas ruppig wurde und da es mal wieder regnete, fuhren wir von innen.

So wunderten wir uns gegen 10.00 doch, was da plötzlich trötete. Wie ich aufs Achterdeck kletterte, sah ich wieder mal.… dieRennleitung, diesmal aus Cuxhaven und deutlich größer. Auch sollten wir diesmal längseits kommen. Ich war gespannt, ob sie was finden würden, einen Schleusenschnaps gab es ja nicht.

Aber meine Chefin gab die Spielverderberin und drückte den Jungs die Kontrollbescheinigung vom Vortag in die Hand. Ja, dann wäre ja alles klar, sie wünschten uns noch einen schönen Tag und machten sich mit rauschender Bugwelle vom Acker.

Ich kuckte daraufhin noch mal nach dem akustischen Haltzeichen, richtig: kurz-lang-kurz-kurz.

Um 11.00 machen wir im Aussenhafen von Glückstadt fest.

Für den Abend war wieder Fussi-Kucken angesagt. Wir landen in der „Alten Oper“, unserem absoluten Favoriten in Glückstadt. In einem alten Backsteinhaus am Innenhafen, ist der Laden auf Maritim getrimmt, überall hängen alte Netze, Blöcke, Taue und andere Ausrüstung. Im Saal war der Beamer aufgebaut und wir freuten uns auf die legendären Fleischspieße mit Pommes, die Fleischstücke in Kinderfaustgröße. Der Laden ist absolut empfehlenswert!



22.06.16

Wieder mal diktierte der Tidenkalender die Weckzeit.

Um 06.20 brummelte unser Dicker aus der Hafenausfahrt, ein Blick auf die Elbfähre Glückstadt- Wischhafen, die schon mal schneller ran ist, als man denkt und raus gings auf den Strom.

Schnell war Brunsbüttel erreicht und um den Verkehr aus derKanalschleuse zu meiden, kreuzten wir das Fahrwasser rüber zur Niedersächsischen Seite des Fahrwassers. Wie so oft ging der Wind gegen das ablaufende Wasser, was eine ruppige Welle zur Folge hatte. Der Wind kann aus West mit 4-5 Windstärken und ich versuchte, das kleine bisschen Landabdeckungzu nutzen, das Cuxhaven bot, nachdem wir die Ostemündung passiert hatten und hielt mich dicht an den Untiefentonnen.

So erreichten wir um 09.50 den Amerikahafen hinter dem Steubenhöft und machten im Hafen der „Liegegemeinschaft-Fährhafen-Cuxhafen“fest. Die Anlagen sind sehr gepflegt und man hat das Steubenhöft mit seinem Mordsausblick auf die ein- und auslaufende Schifffahrt in Steinwurfweite und den Fischereihafen mit seinen Fischläden quasi vor der Tür.

Gut, der Weg in die Stadt ist etwas weiter aber sooo doll ist die Innenstadt von Cuxhaven nicht.

24.06.16

Wie schon gesagt, war unser Ziel ja Helgoland aber es sah nicht danach aus, daß das Wetter mitspielen würde. So wollten wir quasi als Ausweichziel rüber nach Büsum. Wir hatten schon einige Tage bei Windfinder gekuckt und dachten, heute passt es.

So waren wir gegen 07.10 ausgelaufen, 2-3 Windstärken aus West sollten es sein, 3-4 hatten wir gemessen und als wir am ersten Tonnenpaar hinter der Kugelbake waren, wurden es 5-6.

Mein Bauchgefühl und die Farbe der Nasenspitze meiner Frau sagten mir, daß es wohl besser wäre, umzukehren.

Der Rückweg gestaltete sich schwierig. 1800, später 2000 Touren, eine Mords-Bugwelle und wir kamen mit 2 Knoten voran. Cuxhaven lag zum Greifen nah und ich mußte trotzdem den Hebel auf den Tisch packen, um wieder rein zu kommen. Nun zeigte sich das nächste Problem:

Wir mussten die Einfahrt des Alten Hafens, mit seiner Einfahrt zum Fischereihafen kreuzen, gleich dahinter den Anleger der Fähre nach Brunsbüttel.

Aus dem Alten Hafen kommen oft recht zügig Lotsenversetzboote und Fahrgastschiffe heraus, die sich auf ihre AIS-Anzeigeverlassen und wenn Du plötzlich vor denen stehst und nicht wegkommst, ist das schon blöd.

Ich hoffte auch, daß die Fähre abfahren würde, bevor wir sie passieren. Den Gefallen tat sie uns nicht und wir quälten uns mit langsamerSchrittgeschwindigkeit an ihr vorbei, immer in der Hoffnung, daß der Skipper beim Ablegen nicht nur ins Radar kuckt.

Aber es ging alles glatt und um 09.10 lagen wir wieder anunserem Platz im Amerikahafen.
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Geändert von Pellworm (20.08.2016 um 14:48 Uhr) Grund: Word hat beim Reinkopieren einige Teilungen verändert.
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25.06.16 Cuxhaven-Neuhaus (Oste)

Nach unserem gestrigem Versuch, doch noch ein wenig Nordseeluft zu schnuppern, haben wir heute beschlossen, meinen alten Streifenpartner, der mittlerer weile in Niedersachsen tätig ist, zu besuchen.Weiter soll es durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Kiel gehen, den Helgolandplan haben wir aufgegeben.

Dazu wollen wir in die Oste, einen Elbnebenfluß mit durchgehendem Gezeiteneinfluß, der zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel auf niedersächsischer Seite in die Elbe mündet.

Beim Auslaufen aus dem Amerikahafen gegen 11.40, beobachte ich eine Fregatte der Marine, die zügig Richtung offenem Meer strebt. Während ich ihr noch nach blicke bemerke ich, daß das Ding auch einen soliden Schwell hinterlassen hat. Die Achterbahnfahrt geht los und wird auch dadurch nicht besser, daß die Wellen von der Spundwand reflektiert werden. Unten ist es munter am Scheppern und meine Frau hat wieder einiges zu tun, den Laden aufzuräumen.

Nun hat die Flut voll eingesetzt und wir nähern uns der Ostemündung in gutem Tempo. Gegen 14.20 erreichen wir die Ostebank, durch die sich die Oste schlängelt. Auch diesmal werden wir von neugierigen Seehunden beäugt.

Nach wenigen Kilometern passieren wir die Zufahrt zum Neuhäuser Hafen, der aber mit unserem Kiel tabu ist und wir steuern den Schlängel des Segelclubs-Neustadt-Oste an, der direkt im Strom liegt. Die Anlage ist einfach aber sauber und zweckmäßig, hier machen wir gern fest. Wir bekommen wieder einen Platz auf dem Kopfsteg, was das Anlegen stark vereinfach.Einfach mit kleiner Fahrt mit dem Steg parallel fahren und langsam ransacken lassen. Sind die Leinen belegt, das Gas raus- fertig.

Vor- und Achterspring sind Pflicht. Wenn die Tide kippt, zerrt der Strom von der anderen Seite. Nachts hört man leise das Geplätscher der eigenen Bugwelle.

In Neuhaus gibt es eine nette Möglichkeit einzukehren:

Das Brauhaus Neuhaus bietet leckeres Hausgebrautes und hausgemachte Schnäpse. Natürlich kann man auch etwas gegen den Hunger tun, z.Bsind die Baguettes schweinelecker.

http://www.ulex.de/?page_id=12



27.06.16 Neuhaus- Gieselau

Gegen 14.00 werfen wir los, nachdem die Ebbe fast zum Stillstand gekommen ist. Wir wollen mit einsetzender Flut die Elbe hoch nach Brunsbüttel. Nachdem wir die Brücke am Ostesperrwerk diesmal mit gelegtem Mast passiert haben und der Mast wieder gestellt ist, drehen wir in die Elbe ein, von einem Seehund interessiert beäugt.

Es brist auf. Während wir in Neuhaus noch 4 Windstärken hatten, weht es draußen stramm mit 5-6 aus West. Kurz vor Brunsbüttel überholt uns ein kleiner beladener Tanker, die „Besiktas Halland“.

Ich kucke nach dem Schwell, der sich zunächst nicht von der bestehendenWelle abhebt. Also Kurs halten und gut is`. Als ich das nächste Mal nach achtern kucke, erschrecke ich doch , die Bugwelle deren Kamm etwa meine Schulterhöhe erreicht, nähert sich von schräg achtern in 10-15 Metern . Nix mehr mit in die Welle drehen, nur noch so drehen, daß sie direkt von achtern kommt, Hebel auf den Tisch und meine Chefin gewarnt.

Einen Augenblick war ich mir nicht sicher, wie die Nummer ausgeht, vor allem, als der Kutter nach dem zweiten Kamm doch anfing quer zu schlagen. Die Ruderwirkung hatte trotz Vollgas erheblich abgenommen. Zum Glückhat der Dicke reichlich Ballast im Kiel und der DAF wiegt auch einiges, so daß das Ganze doch übler aussah, als es unterm Strich war. Allerdings ging der Flaschenhalter des Kühlschranks zu Bruch, der Trotz Sicherung aufgeflogen warund seinen wertvollen Inhalt im Ruderhaus verteilte.

So erreichten wir den Schleusenvorhafen, absolutes Neuland für uns. Ich hatte mir alle verfügbaren Informationen durchgelesen, war mir jedoch nicht sicher, ob das große, zwischen den alten Kammern stehende weisse Blinklicht das ist, was mir die Einfahrt in den Vorhafen gestattet. Also die Schleuse angefunkt und nachgefragt, beantwortet von einer hörbar genervten Dame.

Auf die Feinheiten in den Kanalschleusen hatte uns schon ein Sportkamerad aus Stade hingewiesen. So gibt es in den Kammern am Rand eine Art Schwimmstege aus dicken Kanthölzern, die gleichzeitig als Fender oder Reibehölzer für die Seeschiffe dienen. Auf ihnen sind Metallgitter (Brunsbüttel), bzw. Gummimatten (Holtenau) montiert, da man von Kleinfahrzeugen auf diese Seitenstege springen muss, um festzumachen. Es gibt hier nur Metallringe, keine Poller um die man von Deck aus eine Leine werfen könnte. Dadiese Steitenstege mitsteigen, macht man hier richtig fest.

So gestaltete sich die Schleusung unspektakulär. Nach Verlassen der Kammerhielten vor an Backbord Ausschau nach der Bunkerstation, wo wir 250 Liter Diesel für einen relativ schmalen Taler bekamen, ca. 10Cent/Liter über Straßenpreis.

Das Wetter unterschied sich nicht von den übrigen Tagen, es schiffte aus Kübeln, die Sicht teilweise beeinträchtigt.

Schade eigentlich, wo doch von Kiel die Großsegler wie ander Perlenkette von der Kieler Woche kamen. Highlight: Der Dampfeisbrecher STETTIN, der wie der Fliegende Holländer aus einer grauen Regenwand kam.

So erreichten wir den Gieselaukanal, wo wie vor der Schleuse übernachten wollten. Hätten wir die Pleite mit dem Wetter vorausgesehen, wären wir hier rein in die Eider und die bis nach Tönning runter.Hätte-hätte-Fahrradkette..



28.08.16 Gieselau-Laboe

Um 08.10 warfen wir los, nachdem wir ausgiebig gefrühstückt und wieder mal die Vorzüge eines Backofens zum Brötchenaufbacken genossen hatten. Gegen 10.10 passierten wir Rendsburg, leider ohne Schwebefähre unter der Eisenbahnbrücke. Die hatte ein Frachter aufs Korn genommen, wir sahen sie aufgebockt im WSA-Hafen liegen.

Um 12.05 gab es zur Abwechslung in der Weiche Großnordsee drei Mal Rot, das einzige für Sportboote relevante Lichtzeichen außer dem weissen Blinklicht. Im Gegenverkehr passierte ein über dimensionierter Schleppverband aus Stahlbauteilen die Weiche, danach ging es weiter.

Eine Stunde später nähern wir uns dem Vorhafen der Schleuse Holtenau. Hier wird es voll und ein wenig chaotisch. An Backbord liegt ein kleiner Sportbootwarteplatz, der jedoch mit 4 Yachten reichlich belegt ist.Außerdem scheint man im Kanal kreisend besser aufgehoben zu sein. Es wird permanent voller, wobei eine Personenfähre und Baufahrzeuge regelmäßig durch das Feld der Sportboote pflügen. Im Funk ist zu vernehmen, daß die Sportboote hinter zwei herannahenden Kümos in die linke Kammer einfahren sollen. Die als letzte kommen, versuchen sich an allen vorbei in den Windschatten der Kümos zu mogeln, als an der rechten Kammer das weisse Licht blinkt.

Gefühlt 40 Fahrhebel gehen gleichzeitig auf den Tisch, jederwill der Erste sein. So muß es auf der Titanic gewesen sein. Die Kammer hat aber mehr als reichlich Platz, nach einer halben Stunde Wartezeit schließt sichdas Tor.

Gebühren werden für Sportboote derzeit übrigens nicht erhoben.

Das Tor öffnet sich und los geht`s auf die Förde Richtung Laboe. Um 15.30 machen wir in der Marina Baltic Bay fest, einemRiesen-Sporthafen mit Werft und allem Luxus.

Hier frage ich den Meister ob ich bei ihm eine Flasche Sekundenkleber für meinen Flaschenhalter kaufen kann. „Da brauchen sie doch keine kaufen“, ist die Antwort und er stellt mir ein Fläschchen aus seinem Schreibtisch auf den Tisch. Ich bin begeistert und bringe ihm 5 Minuten späterden Rest zurück. Da mußte ich an die Kuhnle-Werft in Rechlin denken, wo man mir vor Jahren für eine ähnliche Bitte einen Werkstattauftrag ausfüllen wollte.
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30.06.16 Laboe-Heiligenhafen

Endlich geht`s raus auf See. 08.10, das scheint langsam Tradition zu werden. Vor dem Marineehrenmal weht es mit 1-2 aus Südost, es scheint ein ruhiger Ritt zu werden.

Da die Schießgebiete vor Putlos und Todendorf aktiv sind, müssen wir weiter raus, den in den Karten eingezeichneten Kiel-Fehmarnsund Seeweg. Dadurch hat der Wind dann aber auch später viel Platz, eine Welle aufzubauen. Gegen 10.00 Uhr sind wir dann bei 3-4 später 5-6 auf Ost drehend, es wird ruppiger. Aber es hilft nichts, da müssen wir durch. Die Welle kommtvon schräg-achtern bis querab.

Unser Stützsegel hilft ein wenig aber dadurch bekommt der Zeeleeuw einiges an Lage und ich fürchte, daß der Ansaugstutzen der Ölpumpe der auf der rechten Ölwannenseite liegt, u.U. Luft zieht.

Also runter mit dem Lappen.

So geht es dann weiter bis wir gegen 13.30 in der Einfahrt nach Heiligenhafen Landabdeckung kriegen.

Da ich auf den Seglerhafen keinen Bock habe, legen wir uns zwischen die Werft und den Handelskai. Für eine Nacht wird`s reichen. Nach einem umfangreichen Einkauf sind die Vorräte aufgefüllt und wir gönnen uns ein paar Absacker.



01.07.16 Heiligenhafen-Orth/Fehmarn

Ein kurzer Schlag, quer über den Fehmarnsund. Allerdings weht es immer noch stramm und wir sind froh, in der Orther Bucht Landabdeckungzu bekommen.

Nach einer Stunde machen wir am ehemaligen Handelskai in Orth fest.

Orth ist ein knuffiger, kleiner Hafen mit diverser Gastronomie (..besonders der Grieche war top..) und wunderbarem Hinterland, daß zum Wandern einlädt. Natürlich vergaßen wir die Regensachen nie.

Am Ende des Hafens liegt ein Imbiss/Kneipe Namens „CapOrth“. Hier lernten wir außer dem Orther Seehund und dem Orther Hafenigel auchden „Orther Diller mit Sardelle“ kennen. Ein Aquavit mit Dill angesetzt, mit einer Sardelle überm Rand. Klingt pervers, schmeckt auch so aber ab dem zweiten immer besser.



04.07.16 Orth-Neustadt/Holstein

Am liebsten wären wir hier noch länger geblieben aber wir haben Halbzeit und so groß sollte der Kurs wieder Richtung Berlin gehen.

Da es immer noch stramm wehte, waren wir froh, dieFehmarnsundbrücke passiert zu haben. Hier wurde es erstmal ruhiger und auch der Regen war für heute vorbei.

Es wehte nun mit 4-5 aus Südwest, so daß ich doch ein wenig weiter unter Land fuhr. So passierten wir später Kellenhusen, wohin ich als 9-jähriger Bengel 1969 zu Ostern „verschickt“ war, wie das damals hieß. Da hätte ich mir auch nie träumen lassen, da mal auf eigenem Kiel hin zu kommen.

Wir erreichten gänzlich unaufgeregt Neustadt und genossenden Abend bei Fischbrötchen und dem guten Hausgebrauten von „Klüvers“.

http://www.kluevers.com/

07.07.16 Neustadt/Holstein- Lübeck

Nachdem wir feststellen mußten, daß Neustädter Regen auch nicht trockener als der in Cuxhaven war, ging es heute über die Lübecker Bucht. Nachdem wir gestern einen ersten Versuch abgebrochen hatten, da es draußen auf dem direkten Weg zu ruppig war, waren die Eckdaten heute traumhaft. BlauerHimmel, strahlender Sonnenschein, der Regen sollte erst wieder abends in Lübeck kommen.

Wir fuhren direkt vom Neustädter Fahrwasser bis zur Untiefentonne bei der Ansteuerung Travemünde, wobei es erst am Schluß nochmal etwas kabbelig wurde. Die Webcam Travemünde lichtete uns ab und schon um halb zwölf hatten wir am Schwimmsteg im Hansahafen festgemacht.

Diese „Marina“ glänzt zwar nicht mit Infrastruktur und ist teuer aber die Lage an der Altstadt ist top.

Wir besuchten auch noch Bootsfreunde in Bad Schwartau, wowir auch wieder mal die Vorzüge eines RICHTIGEN Bett´s genießen konnten.



09.07.16 Lübeck-Güster

Langsam aber sicher begann der Rückmarsch.

Es sollte nach Güster gehen, wo in dem ehemaligen Baggerloch auch ein Sporthafen zu finden ist und unsere Bootsfreunde auch einen Garten haben.Hier sollte die zweite Bewährungsprobe meiner Leber stattfinden.

Ich muß dazu sagen, daß der Elbe-Lübeck-Kanal neben der Elbe mein Lieblingsgewässer ist. Schleswig-Holstein pur. Das entschädigte, daß es nach Hause ging.

Wir waren allein unterwegs und die Schleusentaktung klappte perfekt. Nachdem wir in Büssau noch eine Dreiviertelstunde warten mussten,dauerte es später nie länger als 15 Minuten. Man fühlte sich wie ein ICE Triebwagenführer, kam das nächste Schleusensignal in Sicht, sprang es auf zweimal Grün.

Um 14.30 erreichten wir Güster und starteten den gemütlichenTeil.



11.07.16 Güster-Lauenburg

Ein kurzer Schlag stand an. 10.00 ging es los. Erwähnenswert ist die Seilfähre bei Siebeneichen, km 44. Hier wird bei Betrieb ein Seil flach über dem Wasser gespannt, an dem die Fähre über den Kanal gezogen wird. Hat die Fähre das andere Ufer erreicht, muß es erst wieder abgelassen werden. Ich habe es schon erlebt, daß das Seil direkt vor mir gespannt wurde, obwohl ich direkt hinter einem Frachter fuhr, also Obacht!

Gegen 13.00 machten wir in der Marina-Lauenburg fest. Nach einem Spaziergang durch die Lauenburger Altstadt (.. das Elbschiffermuseum ist immer wieder einen Besuch wert..), kehrten wir im „Skippertreff“ des Hafens ein.

Ein Schnitzel mit Fischgeschmack war nicht so mein Fall, zudem es nicht wirklich preiswert war. Auch daß man für das Betreten des Sanitärbereichs zusätzlich zu den Liegegebühren 50 Cent verlangt ist zumindest diskussionswürdig.
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Gruß aus Falkensee,

Christian die Landratte

Geändert von Pellworm (20.08.2016 um 18:00 Uhr)
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Alt 20.08.2016, 14:24
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12.07.16 Lauenburg-Uelzen

Der öde Teil der Reise sollte beginnen.

Um 08.00 ging es los und schon nach gut einer Stunde erreichten wir das Schiffshebewerk Scharnebeck. Nach schon 15 Minuten konnten wir in den Trog einfahren und auf den letzten Drücker kam noch eine Motoryacht aus Dänemark hinzu, die zwischen einem Berliner Stahlverdränder und uns hinter einem Frachter in die Mitte genommen wurde.

Um für den Fall, daß der Schraubenstrom des Frachters zu stark werden sollte, vorbereitet zu sein, hatten wir unsere drei Boote ordentlich vertäut, wobei wir auf die Strippen des Dänen verzichteten. Leider sprachen Oma und Opa auch kein Deutsch und nur mäßig Englisch.

Als der Frachter raus war und wir auch losmachen wollten, schmiß der Däne plötzlich beide Maschinen an und gab Stoff, wohlgemerkt noch mit uns vertäut. Aber das Beste … der Außenfahrstand...unbesetzt, derInnenfahrstand…auch unbesetzt, nur die Fahrhebel waren unten.

Vorne waren unsere Kugelfender kurz vorm Platzen. Die Enkelkinder der Dänen glänzten durch Untätigkeit, ,,nix verstehen“..

Endlich tauchte Opa wieder auf und ging lächelnd auf Leerlauf, „Pardon“.

Also Leinen los und schnell weg.

Ohne weitere Vorkommnisse erreichten wir um 14.00 denYachthafen Uelzen, wo abends „Schnitzeltag“ angesagt war.



13.07.16 Uelzen-Calberlah

Öde Kanalfahrt, nur unterbrochen von einem Gewitter Marke „Weltuntergang“.

Vor der Schleuse Uelzen ging es fix, nach einer halben Stunde schon fuhren wir in die Kammer ein.

Einziges Highlight: In Calberlah beimYachtclub-Hoffmannstadt wollte uns am Abend eine Freundin mit ihrem Mann besuchen, die ich seit 30 Jahren nicht mehr gesehen hatte.

Ich hatte zunächst versucht, im Hafen längs zum Becken festzumachen da der Schwell durch die Berufsschifffahrt ganz erheblich war. Leider reichte die Wassertiefe nicht aus und ich mußte in die Box. Während beim letzten Besuch unser Kutter bei der Vorbeifahrt von Großschifffahrt auf denKiel trockenfiel und relativ stabil lag, schwamm er diesmal weiter und holte bedrohlich über. Zurück in Berlin konnte ich Wassermarken 20-30cm über der eigentlichen Wasserlinie abwischen.



14.07.16

Als uns gegen 06.00 wieder mal ein Berufler aus der Koje kippte, während die teilweise doppelt ausgebrachten Leinen bedrohlich knarrten, hatten wir die Schnauze voll. Fix geduscht, und los gings. Gefrühstückt wurdean der Schleuse Süllfeld.

Als ein einzelner Frachter in die Kammer fuhr, funkte ich den Leitstand an, ob wir da nicht mit rein passen und bekam die pampige Antwort, daß man uns drei Mal gerufen hätte.

Da hatte er wohl eher gepennt.

Um 14.00 erreichten wir Haldensleben und machten, da dieHafenpinte derzeit zu hat, einen kleinen Stadtbummel.

Da alle anderen Einkehrmöglichkeiten Urlaub machten, landeten wir in der Gaststätte Richter in der Holzmarktstr.2.

Der Laden hatte ein besonderes Flair, ein kleines bisschen so, als wär die Zeit seit 1989 stehengeblieben, zumindest was die Einrichtung anging. Daß mich keiner falsch versteht, das Essen war top, Hausmannskost für schmalen Taler, dazu dunkles Colbitzer, was will man mehr.



15.07.16 Haldensleben- Genthin

Kurz nach acht ging es los, die letzten Kilometer brachen an. Über die Trogbrücke regnete es ausnahmsweise nicht und es ging gleich in Hohenwarthe in die Kammer.

Nun wurde es spannend.

Eine Potsdamer Stahlyacht, von der ich zunächst irrtümlich dachte, daß es eine Charteryacht wär, fuhr als letzte in die recht leere Kammer, der Wind schob von achtern. Der AUSSEN-Fahrstand war zweckmäßig miteinem Riesenverdeck umhüllt, was den Kahn noch besser segeln ließ. Skippers-Wife war auf die Kaimauer gesprungen und verhinderte mit der belegtenlangen Vorleine erfolgreich Manöver ihres Mannes. Der Dampfer kam nun quer, der hochglanzlackierte Steven und das Heck kamen wechselseitig der Betonwand auf eine Hand breit nahe, ich sah die Farbsplitter schon fliegen.

Nun kam ein Kollege vom Entenschutz angerannt, der mit seinem Kollegen wohl im Leitstand einen Kaffee geschlaucht hatte. Er regte an,den Potsdamer soweit zu drehen, bis er mit dem Steven zur Einfahrt liegt und ihn dann bei mir ins Päckchen zu nehmen.

Nachdem er nochmal seinen Steven in mein Schlauchboot gebohrt hatte, was dem Boot leider nichts ausmachte, waren unsere Bemühungen von Erfolg gekrönt und der Potsdamer lag bei uns auf Seite- verkehrt rum.

Da sich dir Crew nun untereinander in die Haare kriegte, griff ich erfolgreich deeskalierend ein und erfuhr, daß man auf Jungfernfahrt war, der Kahn war NEU.

Er blieb den Rest der Strecke hinter mir und so konnte ich in der Schleuse Zerben nochmal rettend eingreifen.

Wir blieben dann in Genthin und die Potsdamer setzten ihre Reise wohl erfolgreich fort. Ich habe ihn letztens schräg gegenüber der Weissen Flotte liegen sehen.



16., 17., 18.07.16 Genthin, Plaue, Werder,Berlin

Die letzten Tage der Einfachheit halber etwas gerafft, istja quasi ein Heimspiel.

Von Genthin führte uns ein kurzer Schlag nach Plaue, wo wir am Bollwerk vor dem Schloß einen Liegeplatz fanden. Den Tisch im Brauhaus PUR hatte ich vorsorglich schon von Uelzen aus gebucht. Das Himbeerbier schmeckte und auch der legendäre Pfefferbraten vom Black-Angus-Rind war wie immer ein Gedicht.

http://www.kneipepur.de/braeuhaus_kneipepur.htm

Im Regen ging es tags drauf nach Werder. Die BrandenburgerVorstadtschleuse kennen wir eigentlich nicht mit Sonne, also nichts Neues. In Werder landeten wir am Anleger von dem Bootsbedarf, gleich vor`m Kuddeldaddeldu, wo es vor der Sitzung auf dem Wachtelberg erstmal bei Esther und Peter eine leckere Fischsuppe gab.

Dann war der letzte Tag gekommen. Da wir ja schon von Ketzin die Potsdamer Havel rauf gekommen waren, ging es direkt über Potsdam nach Hause. Selbst den obligatorischen Besuch beim Britischen Yachtclub knickten wir uns, irgendwie wollten wir nur noch nach Hause.



Ich hoffe, daß mein Machwerk halbwegs nett zu lesen war. EinNachtdienst hat auch nicht gereicht, der heutige Tagesdienst mußte auch dranglauben…

Leider stellte ich eben noch Fest, daß sich beim Reinkopieren der vorgefertigten word.docs einiges verschoben hatte, warum auch immer. Das ist jetzt korrigiert.
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  #6  
Alt 20.08.2016, 16:13
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Hallo Christian, schöne Fahrt und ein richtig lebendiger und schöner Bericht!
Einen großen (na ja) Teil Eurer Strecke kennen wir. In Lübeck haben wir unsere Shangri La gekauft, ELK waren unsere ersten Schleusen (bis Lauenburg hatten wir dann das Nötigste drauf, in Güster die "erste Nacht auf dem eigenen Schiff).
Aber zweimal in 48h die Rennleitung - Respekt!
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Grüße,
Andreas
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  #7  
Alt 20.08.2016, 18:36
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Hej Christian,

Dein Stil gefällt mir. Ich liege auch oft und gerne in der Nähe von Beruflern oder Fischern, da man da auch ruhig mal laut sein kann.

Schade dass ihr Helgoland nicht geschafft habt, aber wir werden aus den gleichen Gründen für das nächste Jahr die Ostsee planen. Denn die Ferien in Nds sind wieder so früh, so dass wir wiede Ende Juni fahren, da sind Tiefdruckgebiete vorprogrammiert.

Ich wollte noch empfehlen, in Cuxhaven den beruflichen Schiff-Schiff-Kanal (müste 06 sein) zu schalten, da geben die Fahrzeuge immer bekannt, dass sie aus dem Hafen ausfahren. Dann kann man sich eben melden und erwähnen, dass man auch noch dort ist.

Klappt in Bremerhaven immer ganz hervorragend.

P.S. Schönen Schiff
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GRuß
Till
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"Der Ozean, so sagt man, ist ein Todeselement für den Menschen; ein Lebenselixir für Myriaden von Tieren... und für mich." ----Kapitän Nemo
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Alt 20.08.2016, 19:20
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P.S. Schönen Schiff
Danke für die Blumen

Unser Dicker ist übrigens zu verkaufen. Kuckst Du bei ebay.kleinanzeigen "Kutter"
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Christian die Landratte
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