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Kleinkreuzer und Trailerboote Für die Probleme auf oder mit kleineren Booten und deren Zubehör! Motor und Segel.

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  #1  
Alt 27.06.2019, 12:22
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NoWelle NoWelle ist offline
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Standard Erfahrungen Schäden durch Auffahrunfall (auf Boot mit Trailer)

Hallo Leute,

Am Wochenende hat es mich erwischt, und mir ist jemand auf der Autobahn hinten auf den Trailer, bzw. in den Z-Antrieb gefahren (gute Nachricht zuerst, keine Personenschäden!).

Zum Verlauf, bzw. ein paar Details:
Der auffahrende Wagen hatte ein Gewicht von ca. 1t. Geschwindigkeit geschätzt: 30/40 km/h (Ich konnte ihn nicht sehen.). Ich fuhr ca. 5 km/h. Das Gewicht von meinem Gespann ca. 4t (2,1t Zugwagen, der Rest geht aufs Boot und Trailer).

Zunächst dachte ich, die Kupplungsklaue vom Trailer sei aus irgendeinem Grund von der Anhängerkupplung gesprungen.. Bis ich verstanden habe, dass mir einer hinten drauf ist..

Sichtbarer Schäden am Trailer sind:
  • Lichtleiste ca. 30/40 cm rein-geschoben (okay wir nur mit Klemmschrauben gehalten)
  • Lichtleiste (ca. 3x3 cm Vierkant-stahl) jetzt ein ca. 10 cm V in der Mitte
  • Die Beleuchtung hat es teilweise auch erwischt
  • Die rote Schutz-tüte um den Propeller ist natürlich auch kaputt

Der Hauptschlag ging aber wohl auf den Z-Antrieb.. jedenfalls steckte dieser in der Motorhaube und im Kühler des auffahrenden Wagens.
Bootsantrieb war komplett in Trailer Stellung getrimmt (ach Ja, ist ein 290 Volvo Penta, mit Single Propeller und Edelstahlschraube).
Auf den ersten Blick sehe ich keine größeren Schäden am Antrieb oder am Boot..

Jetzt die Frage in die Runde.. Was wäre eure Empfehlung, bzw. was sind eure Erfahrungen bei einem Unfall?
Trailer:
  • Die herausziehbaren Schienen für die Lichtleiste muss ich schauen, ob sie ggf. auch verbogen sind.
  • Lichtleiste Richten oder neu (Verzinkt und wenn sie gerichtet würde wäre innen keine Verzinkung mehr)?
  • Beleuchtung instand setzen ist klar
  • Wie schaut es mit der Kupplungsklaue? Wechseln nach einem Unfall oder kann man die lassen?
  • Spanngurte erneuern?
Boot:
  • Propeller zum Gröver?
  • Weitere Antriebsteile prüfen/tauschen?
  • Hydraulik?
  • Spiegel Beschädigungen (Gelcoat, Boot ist von 1993)?
Zugwagen:
  • Neue Anhängerkupplung da Schwenkbar (Ist schon in der Werkstatt und wurde vom TÜV empfohlen). Ich möchte nicht Gefahr laufen, dass ich einen Haarriss in der Anhänger Kupplung habe und dann mal auf der Autobahn den Trailer verliere!

Das Boot und den Trailer werde ich sowieso noch in die jeweiligen Werkstätten bringen, aber ich bin da etwas skeptisch was die Kollegen da prüfen oder draus machen.. (Oder bin ich einfach nur übervorsichtig und man braucht nur das machen, was man auch wirklich sieht? Hey, da hat sich jemand mit meinem!! Boot angelegt! ) Ich vermute die Erfahrungen mit derartigen Reparaturen sind zumindest in meiner Bootswerkstatt nicht so häufig(?). Zum Glück ist die Schuldfrage klar und ich möchte nicht die Schäden, bez. Die späteren Folgen des Unfalls tragen müssen.

Was sollte ich machen?

Viele Grüße
Martin
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  #2  
Alt 27.06.2019, 14:54
Müritzfischer Müritzfischer ist offline
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Standard

Erstmal zum Anwalt! Und in jedem Fall einen Gutachter für das Boot und Zugfahrzeug und Trailer beauftragen!
Die Kosten dafür müssen von der gegnerischen Versicherung übernommen werden.
__________________
Gruß Heiko
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  #3  
Alt 27.06.2019, 15:53
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turbopapst turbopapst ist gerade online
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Hallo Martin,

es könnte auch der Spiegel, oder die Spiegelplatte (Transom) beschädigt sein.
__________________
Gruß
Werner

es kommt nicht drauf an welches Boot du fährst, sondern wer es fährt...
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  #4  
Alt 27.06.2019, 16:31
heliusdh heliusdh ist offline
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Es kann Probleme bei der Kostenübernahme geben, da Du das KFZ schon in die Werkstatt gebracht hast oder war das mit Absprache der gegnerischen Versicherung?
__________________
Gruß
Fabian
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  #5  
Alt 27.06.2019, 17:28
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Ich verstehe deinen Aufwand nicht, was interessiert dich was da kaputt ist und wie das reparariert werden kann.
Für die vollständige Wiederherstellung hat die gegnerische Versicherung zu sorgen. Du solltest vielleicht einen Gutachter finden. Auf keinen Fall solltest du jedoch Eigeninitiativen bezüglich einer Reparatur unternehmen. Und der Propeller gehört nicht zu Gröver sondern neu.

Und einen Anwalt brauchst du nicht, du bist doch schon groß und kannst selber telefonieren und schreiben. Einen aus Jux bestellten Anwalt zahlt die Versicherung nämlich nicht.
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Jan


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Christian Morgenstern

Geändert von Emma (27.06.2019 um 17:36 Uhr)
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  #6  
Alt 27.06.2019, 17:33
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Wenn der Spiegel eingedrückt ist, würde ich darüber nachdenken, den Gutachter nach einem Totalschaden zu fragen. Aber Achtung - die Haftpflichtversicherung zahlt maximal nur den tatsächlichen Schaden, also den Zeitwert. Das gilt auch für Reparaturen.
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  #7  
Alt 27.06.2019, 17:34
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Die beiden letzten Postings (ich meien 4 und 5) sind, gelinde gesagt, einfach falsch. Natürlich zahlt die Versicherung einen Anwalt, der sich mit der Abwicklung beschäftigt, auch wenn überhaupt leine Zweifel an Schuldfragen bestehen. Und reparieren kannst du dein Auto auch, wann und wo du willst, da brauchst du keine Freigabe der Versicherung, wenn du hinterher noch den Nachweis führen kannst, dass das Teil durch den Unfall beschädigt wurde und du die Kosten nicht willkürlich in die Höhe treibst.
Da bei Booten alles ganz anders ist, als beim Auto, zum Beispiel die Wertermittlung, ist ein Gutachter hier schon dringend angeraten.
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Volker, der irgenwann auf´s Meer will....

Wenn das die Lösung sein soll, dann hätte ich gerne mein Problem zurück

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  #8  
Alt 27.06.2019, 17:36
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Klar hast Du das Recht auf einen Anwalt der Deine Interessen vertritt. Bei Versicherungen kann man einiges falsch machen. Die Kosten werden von der gegnerischen Patei wenn Schuld am Unfall übernommen.
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  #9  
Alt 27.06.2019, 17:40
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Zitat:
Zitat von Emma Beitrag anzeigen
Ich verstehe deinen Aufwand nicht, was interessiert dich was da kaputt ist und wie das reparariert werden kann.
Für die vollständige Wiederherstellung hat die gegnerische Versicherung zu sorgen. Du solltest vielleicht einen Gutachter finden. Auf keinen Fall solltest du jedoch Eigeninitiativen bezüglich einer Reparatur unternehmen. Und der Propeller gehört nicht zu Gröver sondern neu.

Und einen Anwalt brauchst du nicht, du bist doch schon groß und kannst selber telefonieren und schreiben. Einen aus Jux bestellten Anwalt zahlt die Versicherung nämlich nicht.
Klar zahlt die Versicherung den bei einem Haftpflichtschaden über 1k€ und die werden locker erreicht!

Neue Kupplung,neue Auflaufeinrichtung, neue Lichtleiste, neuer Prop, Leihwagen, Gutacher und alles
was dann noch auffällt
__________________
mit sportlichem Gruß
Hendrik
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(Stan 4 / Abt. FW)

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  #10  
Alt 27.06.2019, 17:43
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Zitat:
Zitat von volker1165 Beitrag anzeigen
... da brauchst du keine Freigabe der Versicherung
Nee, aber eine Kostenübernahme-Bestätigung entsprechend dem Gutachten, ohne die kann da einiges nach hinten losgehen.
Zitat:
Zitat von volker1165 Beitrag anzeigen
... zum Beispiel die Wertermittlung, ist ein Gutachter hier schon dringend angeraten.
Der ist nicht "angeraten", den sollte man immer beauftragen.
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  #11  
Alt 27.06.2019, 17:47
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volker1165 volker1165 ist offline
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Deshalb ja der Nachsatz, bitte wenn dann vollständig zitieren.


Zitat:
Zitat von Emma Beitrag anzeigen
Nee, aber eine Kostenübernahme-Bestätigung entsprechend dem Gutachten, ohne die kann da einiges nach hinten losgehen.


Geb ich dir recht, allerdings ist es beim PKW deutlich einfacher. Ein 25 Jahre alter Astra hat einen Wert X beim Totalschaden (wirtschaftlich), da wird ein Gutachter nicht großartig dran drehen.
Beim Boot ist das schon schwieriger.

Der ist nicht "angeraten", den sollte man immer beauftragen.
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  #12  
Alt 27.06.2019, 18:18
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Zitat:
Zitat von volker1165 Beitrag anzeigen
Die beiden letzten Postings (ich meien 4 und 5) sind, gelinde gesagt, einfach falsch. Natürlich zahlt die Versicherung einen Anwalt, der sich mit der Abwicklung beschäftigt, auch wenn überhaupt leine Zweifel an Schuldfragen bestehen. Und reparieren kannst du dein Auto auch, wann und wo du willst, da brauchst du keine Freigabe der Versicherung, wenn du hinterher noch den Nachweis führen kannst, dass das Teil durch den Unfall beschädigt wurde und du die Kosten nicht willkürlich in die Höhe treibst.
Da bei Booten alles ganz anders ist, als beim Auto, zum Beispiel die Wertermittlung, ist ein Gutachter hier schon dringend angeraten.
Sehr ich genauso.
Wenn es sich um einen Haftpflichtschaden handelt, hat der Geschädigte (in dem Fall du) freie Auswahl der Werkstatt und wenn du schon in einer warst, wirst du dadurch keine Probleme bekommen. Ein Kostenvoranschlag ist in der Regel auch nicht nötig. Ein Gutachten bei größeren Schäden allerdings schon. Auch den Gutachter darfst du dir selber aussuchen.

Es macht natürlich trotzdem Sinn, sich im Vorfeld mal mit der gegnerischen Versicherung in Verbindung zu setzen. Da reicht ein Telefonat um mal Schadennummer etc zu erfragen. Einen Anwalt brauchst du eigentlich erst, wenn die sich weigern sollten etwas zu übernehmen.

VG

Dom
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  #13  
Alt 27.06.2019, 18:24
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Shearline Shearline ist offline
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Zitat:
Zitat von Müritzfischer Beitrag anzeigen
Erstmal zum Anwalt!
Kann mir mal jemand erklären, woher dieser Anwaltsfetisch kommt? Ich selbst habe in Fällen mit eindeutiger Verschuldensfrage bislang noch nicht erlebt, dass eine Haftpflichtversicherung sich bei der Regulierung querlegt. Und ich bin schon viele Jahre in dem Geschäft.

Und auch, wenn die Übernahme der Anwaltskosten in diesem Fall vermutlich auf Grund der Schadenkomplexität ausser Streit steht - es gibt sehr wohl Fälle, in denen Gerichte dies mit Hinweis auf die Schadenminderungspflicht anders beurteilt haben.
__________________
Cheers, Ingo
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  #14  
Alt 27.06.2019, 18:27
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Crownline765 Crownline765 ist offline
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Ich liebe dieses OLG FF/M Urteil. Treffender hat es noch nie ein Richter in seiner Urteilsbegeündung formuliert....

"Auch bei einfachen Verkehrsunfallsachen ist die Einschaltung eines Rechtsanwalts von vornherein als erforderlich anzusehen. Gerade die immer unüberschaubarere Entwicklung der Schadenspositionen und der Rechtsprechung zu den Mietwagenkosten, Stundenverrechnungssätzen u.ä. lässt es geradezu als fahrlässig erscheinen, einen Schaden ohne Einschaltung eines Rechtsanwalts abzuwickeln.“ (OLG Frankfurt a.M. v. 01.12.2014, Az.: 22 U 171/13)
__________________
Gruß
Enno
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Alt 27.06.2019, 18:36
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Zitat:
Zitat von Shearline Beitrag anzeigen
Kann mir mal jemand erklären, woher dieser Anwaltsfetisch kommt?
Erfahrungswerte. Seit dem mal eine gegnerische Versicherung versuchte mich über den Tisch zu ziehen.
__________________
Gruß Heiko
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  #16  
Alt 27.06.2019, 18:48
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Ab gesehen davon, kannst Du die Arbeit die Du ohne Anwalt mit der kompletten Abwicklung hättest nicht getend machen. Diese erledigt dann der Anwalt und man kann die Zeit anders nutzen
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  #17  
Alt 27.06.2019, 19:59
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Zitat:
Zitat von vargtimmen Beitrag anzeigen
Ab gesehen davon, kannst Du die Arbeit die Du ohne Anwalt mit der kompletten Abwicklung hättest nicht getend machen. Diese erledigt dann der Anwalt und man kann die Zeit anders nutzen
Kann man auch genau gegenteilig sehen. Bis man dem Anwalt alles erklärt hat und jedes Mal mit ihm Rücksprache gehalten hat bei den Nachfragen, vergeht mehr Zeit als wenn man sich selbst drum kümmert
__________________

Viele Grüße
Thomas
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  #18  
Alt 27.06.2019, 20:03
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Sorry, aber bei dem was hier schon an Unfug steht: Ab zum Anwalt und nichts anderes.

Generell hat die gegnerische Versicherung Schadenersatz zu leisten, nicht mehr und nicht weniger. Sie hat weder irgendwelche Mitspracherechte, noch darf sie den Gutachter, die Werkstatt oder sonstwas bestimmen.

Repariert werden darf u.U. auch über Zeitwert - Stichwort 130%-Regel und Integritätsinteresse. Was Reparaturkosten, ggf. Wertminderungen, Nutzungsausfall usw.. betrifft sind der selber gewählte Gutachter und Rechtsanwalt die richtigen Ansprechpartner, in Internetforen ist für Laien nicht feststellbar welche Tipps gut und welche Unfug sind. Beauftragte Fachleute sind haftbar wenn sie falsche Tipps geben.

Warum Anwalt? Der Post von Crownline kann es nicht treffender formulieren, den Link dazu habe ich auch unter Favoriten abgespeichert. Damit ist das Thema des gerüchteweise "Aus Jux bestellten und nicht bezahlten Anwaltes" vom Tisch. Wer viele Jahre im Geschäft ist weiß dass er jedem Laien den Anwalt anrät. ;)

Beim Anhänger fehlt in der Schadenaufstellung noch ggf. eine Rahmenvermessung, neue Bremsseile und mindestens die Überprüfung der Bremsanlage. Der Schlag von hinten geht voll auf die Auflaufeinrichtung und damit über die Bremsseile auch auf die Bremse. Hab nicht nur einmal schon abgebrochene Bremshebel und gerissene Seile nach Aufprall auf auflaufgebremste Anhänger gesehen. Kupplungskopf gehört ohne Diskussion neu.

Auto muss man sich angucken, wenn der Schlag heftig war kann es passieren dass sich die AHK am Auto versetzt hat und die Schraubenlöcher bisschen größer werden. Muss sich halt jemand angucken der weiß worauf er zu achten hat.

Gruß von jemandem der seit über 10 Jahren in dem Geschäft tätig ist. Wer wissen will was Alltag ist googelt mal nach carexpert, carcontrol, Kürzungen, Kürzungswahn, Rechnungsprüfung usw.. Es gibt nahezu keinen Haftpflichtschaden mehr der sauber ohne Stress abgewickelt wird. Mit Ausnahme der Leute die den Versicherungen glauben und gar nicht merken dass sie beschissen wurden.
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  #19  
Alt 27.06.2019, 20:14
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Hallo Martin,

einen RA würde ich erst einschalten, wenn die gegnerische Versicherung sich quer stellt. Meist genügt in diesen Fällen auch schon darauf zu verweisen, dass man sich einen RA nimmt, wenn die Sache nicht läuft.

Wegen deinem Boot kann ich dir einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der Handwerkskammer Wiesbaden für das Boots-und Schiffbauerhandwerk empfehlen. falls du noch keinen hast. Dann hast du Gewissheit, welche Schäden verursacht wurden.

Beim Trailer ist es am einfachsten eine kpl. neue Lichtleiste zu kaufen. Kostet zwischen 200 € und 450 € (z. B. https://www.wiedemann-fahrzeugtechni...-leuchten-sets).
Kupplungsmaul würde ich auf jeden Fall erneuern, evtl. auch die Auflaufeinrichtung. Kosten nicht die Welt. Schau mal hier bei Wiedemann. Die haben alle gängigen Hersteller (Alko, Knott, BPW, Peitz) https://www.wiedemann-fahrzeugtechni...v-deichsel?p=1
Weiterhin Achse, Rahmen, Räder und Bremsen kontrollieren.
__________________

Viele Grüße
Thomas
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  #20  
Alt 27.06.2019, 20:35
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Shearline Shearline ist offline
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Zitat:
Zitat von Meik75 Beitrag anzeigen
Es gibt nahezu keinen Haftpflichtschaden mehr der sauber ohne Stress abgewickelt wird. Mit Ausnahme der Leute die den Versicherungen glauben und gar nicht merken dass sie beschissen wurden.
Das ist doch nicht wahr! Ich denke, ich kann guten Gewissens behaupten, dass meine Auftraggeber (alles namhafte Versicherungen), in der Regel ohne viel Aufsehen nach den von mir erstellten Gutachten regulieren. Und zwar so, dass auch die Geschädigten keinen Anlass zur Klage haben.

Die wenigsten Versicherungen haben heute noch ein gesteigertes Interesse, Fälle vor Gericht auszutragen. Es sei denn, es gibt Zweifel an der Haftung oder dem kausalen Schadenumfang. Aber selbst dann wird erst sorgfältig geprüft und nicht von Vornherein abgelehnt. Ziehe ich selbst Kausalitäten in Zweifel, so verlangt man von mir (zu Recht) fundierte Nachweise.

Gleichzeitig bekomme ich genug Fälle zur Prüfung auf den Tisch, bei denen - insbesondere bei fiktiver Abrechnung - sehr wohl versucht wird, die Forderungen äusserst Vorteilhaft zu Gunsten des Geschädigten zu formulieren. Und zwar in einem Ausmaß, das oftmals jegliche Objektivität und jeglichen Praxisbezug vermissen lässt.

Ein guter Kollege von mir hat vor Jahren über eine halbe Mio Euro in sein Laborequipment für forensische Untersuchungen investiert. Und 99% aller Fälle, die ihm vorgelegt werden, erweisen sich als astreiner Versicherungsbetrug. Der Laie würde staunen, was sich heute alles nachweisen lässt.

Es gibt sicher schwarze Schafe. Das aber auf beiden Seiten (wohlgemerkt mit einem deutlichen Überhang bei den Anspruchstellern)! Und demnach kann ich auch gut nachvollziehen, dass eben immer auch ein gewisses Misstrauen mitschwingt.
__________________
Cheers, Ingo

Geändert von Shearline (27.06.2019 um 21:01 Uhr)
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