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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #1481  
Alt 18.10.2019, 14:54
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Die 7cm Schwelle ist ja eigentlich eins der beiden Beams über dem Brückendeck.
Deswegen habe ich geplant, in der Höhe von 7cm ein Lattenrost einzubauen; aber nicht nur wegen der Schwelle, sondern auch wegen der Unterlüftung des Bettes.
Als langjähriger Camper habe ich den Lattenrost unter der Kaltschaummatratze schätzen gelernt.
In meinen ersten Wohnwagen/Campern lag die Matratze blank auf einem Sperrholzbrett, in welchem zwar diverse Löcher gebohrt waren...aber Stockflecken an der Matratze waren vorprogrammiert....es sei denn man stellt jeden Morgen die Matratze zum Trocknen an.
Auch gleicht ein Lattenrost Körpergewichtsdifferenzen (einstellbare Lastzonen) recht gut aus.
Für mein Lattenrost habe ich vor der 7cm Schwelle ein Scharnier geplant. Lattenrost und Matratze lassen sich somit gemeinsam hochklappen. Ein kleiner Rahmen um den Lattenrost verhindern das Herausrutschen der Matratze.
Ist für den "Tagbetrieb" der Lattenrost hochgeklappt, verschließt er auch die Öffnung der Koje (...bis auf zwei kleine Spalten links und rechts neben dem Rost)
...man kann also das Bett auch mal "unaufgeräumt" lassen...
Ich will aber auch noch erwähnen, daß ich das Kojendach etwas höher bauen werde, da mir die ursprüngliche Höhe zu gering war.
...Lattenrost (7cm) Matratze(mind. 10cm) und dann noch die Verstärkungsleisten unter dem Kojendach (Vordeck) war mir dann doch zu eng, zumal ich auch leichte Platzängste habe und hinsetzen beim zu Bett gehen oder aufstehen möchte ich mich schon.
Mir ging das damals im Alkofen im Wohnmobil auf die Nerven, daß man sich nur seitlich drehend aus dem Bett bewegen konnte ...und wenn man dann noch nachts über den Partner krabbeln muß (bei der übrigbleibenden Kojenhöhe) wenn man mal raus muß..neee.....da geb ich Deiner Frau Recht.

Vielleicht noch ein Wort zum Anheben der Kojendecke.
Ich hatte mir überlegt, daß die Optik des ECO nicht unter dem Anheben des Vordecks leidet, aber ich gewinne Raumhöhe in der Koje.
Der Sichtwinkel nach vorn vom Steuerstand wird nicht wesentlich geringer.

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Alt 18.10.2019, 15:16
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An dem Anheben des Vordecks beiße ich auch schon eine Weile herum. Und die Gründe sind die gleichen wie bei dir. Einen Lattenrost will ich nämlich auch, auch wenn ich nicht die Schwelle überbrücken muss. Die Frage von Feuchte und Schimmel ist genau der Punkt.

Einfach nur anheben widerstrebt mir allerdings, deswegen grüble ich an einer Lösung in Richtung Schräge oder Rundung, was aber wahrscheinlich zu aufwendig würde. Da ich im Gegensatz zu euch ja noch keinen konkreten Platz für mein Bug-Querruder und den Anker habe, soll das auch irgendwie Teil des Bug-Konzeptes werden.

Geändert von Heimfried (18.10.2019 um 15:23 Uhr)
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  #1483  
Alt 18.10.2019, 15:31
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Moin Männähs,

hier mal kurz mein Senf dazu, wie das bei mir aussehen wird:



185 ist die Körpergröße in cm. Man hat also ab Brustkorbhöhe freien Blick nach oben. Dadurch kommt das Engegefühl, das man üblicherweise in solchen Alkoven hat, nicht auf, die sind im Übrigen auch nicht so mein Ding.

Die Höhe des Vordecks will ich mit 92cm über Brückendeck auch etwas anheben, erstens um genug Bewegungsfreiheit (Lattenrost + Matratze = 17cm, bleiben also ca 73cm) zu haben, ich brauchte das bisschen mehr Höhe aber auch für den Bugmotor.

Lattenrost ist ein Muss, da sind wir uns wohl einig.

Der Kasten links oben im Fußbereich wird ein zusätzliches Staufach, dort eckt man üblicherweise nicht mit irgendwelchen Körperteilen an. Ansonsten haben meine Frau und schon in engeren Bugkojen bequem gelegen, so dass ich mir um den Schlafkomfort wenig Sorgen mache.
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Geändert von Blitzeblau (18.10.2019 um 15:37 Uhr)
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Alt 18.10.2019, 17:00
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Zitat:
Zitat von Blitzeblau Beitrag anzeigen
[...]
Der Kasten links oben im Fußbereich wird ein zusätzliches Staufach, dort eckt man üblicherweise nicht mit irgendwelchen Körperteilen an. [...]
Von wo wird der zugänglich sein?
Auf deinen Bildern hatte ich auch schon Anker und Fender dort im Bugbereich seitlich gesehen. Die gleiche Frage: baust du dafür Luken ins Vordeck?
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  #1485  
Alt 18.10.2019, 17:04
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Jens, vor kurzem habe ich mit meiner Frau Frontal-Bilder von deinem neueren Modell angesehen, weil wir Lösungen im Bugbereich besprochen haben. Ich habe jetzt mein leider inzwischen übliches Finde-Problem: ich finde diese Bilder nicht mehr wieder, obwohl ich alle drei Eco-Threads und auch die E-Mail gesichtet habe. Aus dem Video waren sie glaube ich nicht, weil es mindestens zwei Perspektiven waren. Weißt du noch, wo sie stecken?
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  #1486  
Alt 18.10.2019, 17:13
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
Von wo wird der zugänglich sein?
Auf deinen Bildern hatte ich auch schon Anker und Fender dort im Bugbereich seitlich gesehen. Die gleiche Frage: baust du dafür Luken ins Vordeck?

Für die seitlichen Staukästen kommen Luken ins Vordeck. Bei der flachen in der Mitte bin ich noch nicht sicher, vielleicht mache ich die nur von innen zugänglich...


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Alt 18.10.2019, 18:02
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Hallo Günter,
meintest Du die Fotos aus dem Beitrag # 1416 (mein Thread)
ansonsten kann ich ja noch Fotos machen...das Modell ist ja hier und mit den letzten Veränderungen.

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Alt 18.10.2019, 19:32
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Ich glaube nicht die #1416 und auch nicht das Video in #1410, aber ich muss zugeben, dass ich das nicht mehr sicher weiß. Möglicherweise vermenge ich verschiedene Bilder und Threads in der Erinnerung. Es ist aber nicht sehr wichtig, such bitte nicht danach.

Mir geht es wie gesagt, um die Ausbildung des Bugbereichs, jetzt meine ich nicht die Ausstattung, sondern die Außenhaut. Bei deinen Bildern sieht es so aus, als würdest du den 3°-Knick in den Seitenwänden, den Bernd 212 mm über dem Brückendeck ansetzt, weglassen und erst oberhalb der Fenster einen zweifachen, stärkeren Knick als Übergang zum Kajütdach bauen. Ist das so?
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  #1489  
Alt 18.10.2019, 22:19
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Der 3° Knick geht bis zum Bug.
Ich habe leider am Modell vergessen, an der vorderen Kante (schräge Bugplanke) den Knick auszuformen.
Er wird dort jrdoch auf null auslaufen.
Auf den beiden schrägen Planken, links und rechts neben der Bugklappe gibt es keinen Knick mehr; die verlaufen leicht gebogen vom Vorderdeck bis zur der leicht angehobenen Kante des Brückendecks (Bug).


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Geändert von shakalboot (19.10.2019 um 07:34 Uhr)
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Alt 27.10.2019, 09:49
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Zitat:
Zitat von shakalboot Beitrag anzeigen
[...] (auch Günter) gar keine Leerrohre für Kabel, Bowdenzüge..unter dem Brückendeck eingebaut hast....
...Absicht? oder wird das alles über dem Brückendeck eingebaut?
[...]
Ja, das hatten wir mal ziemlich ausführlich erörtert. Das Thema ist für mich ein wenig unter die Räder gekommen: halb vergessen, halb verschoben. Es ging ja auch "nur" noch darum, wie man solche Durchführungsrohre in die 4 Auftriebskammern setzt, weil die Leitungen in den anderen Kammern, die ja überdies noch recht gut zugänglich sind, problemlos offen geführt werden können. Und in den Auftriebskammern habe ich ja immerhin mittig Inspektionsöffnungen von 30 x 30 cm, da kann ich mit dem Arm recht gut reinlangen und auch den Kopf reinstecken, nur nicht gleichzeitig. Ich sehe also kein Problem darin, Durchführungsrohre nachträglich einzubauen. Für die Querverbindungen haben wir ja die von Holger genannten Trassen, an denen sowieso schon 5 cm hohe Schwellen sind und zusätzlich noch die Möglichkeit am Bug.

Vermutlich werde ich auch teilweise mit den Leitungen oberhalb des Brückendecks bleiben, wie Holger das plant. Und sein Gedanke, über den Winter auch mal einen Leitungsplan zu erarbeiten, gefällt mir gut, ich bin nur nicht sicher, ob ich da besonders weit komme, weil viele andere Planungsdetails bei mir noch sehr unsicher sind.

Geändert von Heimfried (27.10.2019 um 09:56 Uhr)
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Alt 27.10.2019, 11:55
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
An dem Anheben des Vordecks beiße ich auch schon eine Weile herum.
meint denn der Zahnarzt deines Vertrauens dazu?????
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The reckless waves you must plunge into.

Reel, reel,

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Alt 27.10.2019, 15:29
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
An dem Anheben des Vordecks beiße ich auch schon eine Weile herum. [...]
Zitat:
Zitat von kreuzberger Beitrag anzeigen
meint denn der Zahnarzt deines Vertrauens dazu?????
Sperrholz ist nicht verkehrt, sagt er, das kräftige die Kau-Muskulatur. Aber von Kieselsteinen und Edelstahl-Muttern hat er mir sehr abgeraten.
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  #1493  
Alt 30.10.2019, 21:03
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Um Zugänge in die Rumpfkammern zu schaffen, habe ich 11 Öffnungen in das Brückendeck gesägt und hatte vor, die ausgeschnittenen Sperrholzplatten (12 mm, beidseitig mit Glasgewebe laminiert) dann auch als Lukendeckel zu verwenden. Um die Oberfläche des Decks eben zu halten, sollten die Deckel auf einem Rand liegen, der auf die Unterseite des Brückendecks geklebt ist. Obwohl ich lieber Holz verwende, habe ich mich entschlossen, Aluprofil zu kaufen (es kommen da als Umrandung etliche Meter zusammen) und habe an einer Öffnung die vier Seiten angeklebt. Da mir die Sache aber irgendwie suspekt war, habe ich es erstmal dabei bewenden lassen und an den anderen Öffnungen noch nichts unternommen.

Das war eine weise Entscheidung, denn als ich gestern ganz vorsichtig begann, den einen Lukendeckel mit meinem Körpergewicht zu belasten, brachen die Aluprofile ab und drei davon fielen mitsamt Deckel in die Rumpfkammer. Nun muss ich neue Lösungen suchen, die teilweise auch schon gefunden sind.

Ohnehin hatte ich schon länger im Sinn, die Deckel (zumindest überwiegend) aus Hartschaum-Epoxi-Glas-Sandwich zu bauen, denn die Sperrholzdeckel bringen zusammen (bereits im jetzigen Zustand ohne Beschläge o. Ä.) stolze 17 kg auf die Waage. Nun hat mir meine bessere Hälfte nahegelegt, auf die ebene Oberfläche zu verzichten, was die Sache kollossal vereinfacht. Es gibt eigentlich nur am Fahrstand und backbords am "Beifahrersitz" einen ringsum offenen Lukendeckel und dort kommt dann eben eine 2 cm hohe, gefaste Stufe hin. Nur in der Doppel-Koje unter dem Vordeck werde ich wohl eben bleiben müssen.

Geändert von Heimfried (30.10.2019 um 21:09 Uhr)
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Alt 30.10.2019, 21:40
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Vor ungefähr einem Monat war ich zwei Stunden mit dem Solarschiff "Solar Explorer" auf dem Werbellinsee unterwegs. Das war eine Exkursion der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie. Deshalb war auch derjenige an Bord, der von Seiten der DGS an der Planung der solaren Auslegung des Bootes beteiligt war.

Vor Längerem wurde mir hier mal geraten, diesen Kontakt zu suchen, um von dem Fachwissen der Betreiber zu profitieren. Fachlich hat das jedoch wenig gebracht, obwohl die Leute sowohl freundlich als auch auskunftsbereit waren. Aber der Solar Explorer wurde vor etwa 7 Jahren in den Dienst gestellt und natürlich hat auch ein Projektbeteiligter nach solcher Zeit kaum noch genauere Daten im Kopf.

Der Träger des Schiffsbetriebes ist an Natur- und Landschaftsschutz orientiert und die Vortragsthemen beschäftigen sich mit der eiszeitlichen Entstehung des Sees, seiner Temperaturschichtung und Microfauna usw. Aber eben nicht mit der solaren Bootstechnik bzw. Antriebstechnik.

Ich habe den Ausflug aber nicht bereut, es waren angenehme Menschen mit mir unterwegs und ich habe auch dieses und jenes gelernt.
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Alt 21.11.2019, 14:21
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Ich habe jetzt einige Zeit damit verbracht, meine erste Vakuuminfusion vorzubereiten und durchzuführen. Eine sehr einfacher Fall, ich habe nur eine ebene Platte hergestellt, 85 cm * 60 cm * 2 cm, bestehend aus 7 Streifen, je 60 cm lang. Das Verfahren habe ich bei FreMic abgeguckt ( https://www.boote-forum.de/showthrea...3&#post4766833 ), nur ist mein Werkstück viel kleiner und nicht gebogen.

Ich bin noch dabei, meine Erfahrungen zu verdauen und einzusortieren. Auch wenn das Ergebnis tauglich ist, habe ich das ganze Verfahren eher als viel zu aufwendig empfunden und es geht mir auch die ziemlich große Menge Abfall, die dabei entsteht, gegen den Strich. Ich weiß aber trotzdem noch nicht, wo ich mit der Bewertung des Verfahrens in Bezug auf mein Projekt letztlich lande.

Das Ergebnis vorweg: die Platte ist - nach dem Nachlaminieren - so, wie es aussieht, tauglich für die vorgesehene Verwendung, nämlich als Lukendeckel, auf dem man auch stehen kann (für Öffnungen innerhalb der Kajüte, 35 cm oberhalb der Wasserlinie). Ich habe die Platte gestern mit den Längsseiten auf Kanthölzer gelegt und wir haben uns zu zweit draufgestellt. Es gab nur eine gerade mal so spürbare Durchbiegung.

Die einzelnen Streifen waren 14 cm breit, die beiden Randstreifen 7 cm. Die Längskanten habe ich gefast, damit das Glasgelege nicht so scharf gebogen wird. Allerdings war ich mit der Größe der Fase da nicht gerade großzügig, weil ich mit der Platte ja Gewicht sparen möchte und wenn ich üppige Epoxikanäle baue, wird es halt schwerer.

Wie erwartet, hat sich das Glasgelege gesträubt und ich hatte keine Chance, die Streifen dicht zu stoßen, weil das Glas die beinahe gewichtslosen Randstreifen mühelos wegdrückte.

Ich habe dann die Lösung gewählt, die Freddy und Michaela an ihren Rümpfen genutzt haben, und jeden zweiten Streifen angeklebt. Nur hatte ich keine feste Unterlage, wie die beiden, sondern nur die untere Glasgewebeschicht, aber es funktionierte trotzdem. Die Folienstreifen, die man auf dem Bild sieht, dienten als Abstandshalter, damit ich auch nachher die anderen Harschaumstreifen mit dem Gelege dazwischenkriege.
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Geändert von Heimfried (21.11.2019 um 14:39 Uhr)
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Alt 21.11.2019, 15:22
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Bild 1. Hier sieht man die Schichtenfolge auf der Unterseite: Baufolie, um den Tisch zu schützen, Abreißfolie, Glasgewebe, Schaumstoffstreifen als Kern des Laminats. (Leider hatte ich wieder vergessen, dass diese Baufolie irgendetwas abgibt, was in das frische Epoxi diffundiert und dieses gelbbraun verfärbt. Ich hoffe, dass das nur unschön ist und nicht noch andere Folgen hat.)

2. Hier sieht man das Glasgelegeband über den drei angeklebten Streifen und die beiden dazwischen eingelegten Streifen. Vorn ist entlang der Kante der eine von zwei Spiralschläuchen mit Krepp-Klebestreifen fixiert, die als Epoxi-Zuleitung dienen werden. Die Bretter dienen der vorübergehenden Beschwerung.

3. Jetzt sind die oberen Deckschichten aufgelegt: Glasgewebe, Abreißgewebe, Lochfolie, Saugvlies. Mittig ist die Absaugleitung (Spiralschlauch) fixiert und das Ganze ist mit Vakuumfolie bedeckt, um die Dichtigkeitsprüfung durchzuführen.
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Alt 21.11.2019, 15:51
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1. Die Enden der beiden Ansaugschläuche der Infusion stecken in je einem Eimerchen mit eine C-Klemme als Schlauchklemme zum Regulieren des Durchflusses und zum Absperren, wenn das Epoxi zu Ende geht, damit keine Luft eingesaugt wird. (Das Vakuum bleibt ja nach der Infusion noch lange Stunden bestehen.)

2. Dort, wo das Saugvlies mit Epoxi durchfeuchtet ist, schimmer das Blau der Lochfolie durch, die weißlichen Stellen sind oben noch trocken.

3. Die Fehlstellen werden aber langsam kleiner, auch nachdem ich zwischendurch Wärmelampen eingesetzt hatte, weil ich bei 16 °C Raumtemperatur gearbeitet habe und das Epoxi dann doch etwas zäher fließt.

4. Es zeigte sich am nächsten Tag, dass die Fehlstellen auf der Unterseite hoch erheblich größer waren. Allerdings, wie bei Freddy und Michaela waren keine Fehlstellen in den strukturell besonders wichtigen Stegen zwischen den Schaumstreifen erkennbar, sondern nur in den "harmloseren" und besser zugänglichen Deckschichten.
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Alt 21.11.2019, 16:23
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Es war mühsam und kräftezehrend, das Werkstück aus den überflüssig gewordenen umgebenden Schichten zu schälen, weil diese, besonders das Saugvlies, sehr fest geworden waren und die Ränder ringsum, wohl unvermeidlich, einen sehr massiven Epoxirahmen bekommen hatten. Ich musste alle vier Seiten mit einer feinen Japansäge abtrennen. Ich habe wegen der Glasfaser extra nicht die Tischsäge verwendet, die zwar eine Absaugvorrichtung hat, aber natürlich nicht alles einfängt. Aber auch nach dem Einsatz der Handsäge hatte ich für den Rest des Tages noch einiges an Brennen und Jucken auf der Haut.
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Zitat:
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Vor wenigen Tage habe ich das Motorgehäuse des Haswing Protruar 2.0 (960 W) vorsichtig aufgemacht. [...]

Ich habe im Sinn, die Anschlüsse zweier Phasenkabel zu tauschen, damit der Motor den Drehsinn ändert. [...]
Im Sommer hatte ich im Sinn, den Motor wie beschrieben zu verändern. Davon werde ich vermutlich aber die Finger lassen.

Seit knapp einem Jahr lese ich in einem internationalen Forum zum Thema eFoils (https://efoil.builders), das sind, locker gesprochen, Surfbretter, die, durch Elektromotoren angetrieben, auf Unterwasser-Tragflächen "fliegen".

Ich habe nun nicht vor, mich auf ein solches Brett zu begeben (würde ich vermutlich sowieso nicht schaffen), aber in diesem Forum wird sehr lebendig diskutiert und es geht um Elektromotore (PMEC, Permanentmagnete, elektronisch kommutiert), die prinzipiell für mein Projekt in Frage kommen könnten und um die Steuerungsgeräte dazu, auch um Batterien, Propeller usw. Eine weitere Parallele zu meinen Plänen ist, dass die eFoiler mit Gewicht geizen müssen.

Das läuft natürlich alles in englisch, ist aber nicht so schlimm, weil sehr viele Teilnehmer, genau wie ich, Englisch nicht als Muttersprache haben und deswegen nicht oft in für mich unverständlichen Slang abgleiten.

Wahrscheinlich ist jeder von euch im Web schon mal auf "halbtote" Foren gestoßen, in denen es nur noch alle zwei Monate einen Beitrag gibt. Dieses Forum ist dagegen wegen des Dranges seiner relativ jungen Mitglieder sehr lebendig und aktuell. Dieser Vorteil ist leider gleichzeitig ein Nachteil: es ist sehr zeitaufwendig, aus dem riesigen Beitragsvolumen, das auch viel Geschnatter enthält und jede Menge Beiträge zu Themen, die für mich keine Relevanz haben, das zu extrahieren, was für mich wertvolle Informationen sind. Die Thread-Überschriften sind da selten hilfreich.

Jedenfalls glaube ich inzwischen zu wissen, dass die Steuerungselektronik (ESC) ein "Timing" bietet, welches den genauen "Zündzeitpunkt" festlegt, an dem die jeweilige Spule Strom bekommt. Bei den dort üblichen, separaten ESC ist das programmierbar, bei meinem Motor, der das ESC fest eingebaut hat, natürlich nicht. Was wiederum bedeutet, dass ich durch Wechsel der Drehrichtung den Motor unter Umständen falsch ansteuere. Im besten Fall verschlechtere ich dann die Effizienz, kann auch sein, er dreht nicht mehr, kann sogar sein, ich schmore ihn durch. Dort im Forum berichtet beinahe täglich jemand, dass er gerade einen Motor oder ein ESC verheizt hat. Ich wundere mich manchmal, wie leicht das die Schreiber anscheinend wegstecken, denn es geht jedesmal um mehrere hundert Dollar. Einerseits sind es wohl oft Leute, die gut bezahlte Jobs haben, andererseits gehört es wohl zur "Coolness", sich so zu geben.

Geändert von Heimfried (21.11.2019 um 19:17 Uhr)
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Alt 22.11.2019, 11:15
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Sehr viele Infos zu ESCs (Reglern) findest Du auch in Modellbauforen, z.B. im Helibereich gibts auch Leistungen die sprachlos machen, ein 450er mit 1kw Motor z.b. Wahrscheinlich musst Du in den Archiven suchen, dort ist das ein alter Hut.

Z.B.
https://rc-heli-fan.org/
http://www.rclineforum.de/
http://www.powercroco.de
http://powerditto.de
__________________
Gruß, Jörg!
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