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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #61  
Alt 09.07.2014, 21:52
Sonnenschein Sonnenschein ist offline
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Zitat:
Zitat von Superpapa Beitrag anzeigen
Auf welcher Rechtsgrundlage fordern die diese Bescheinigung eigentlich an? Nach welchen Kriterien wird überhaupt sachverständigt? Schönheitspolizei?

Hat da jemand eine Erklärung?
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  #62  
Alt 16.07.2014, 23:43
Sonnenschein Sonnenschein ist offline
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Zitat:
Zitat von daflow6 Beitrag anzeigen
Mit dem WSA und noch besser, mit dem ADAC hab ich schon gesprochen zwecks Anmeldung. Die haben mir jeweils verschiedene Kriterien genannt, die erfüllt werden müssen, um von der jeweiligen Stelle eine Anmeldung zu bekommen. Die haben auch schon mein 3D Modell erhalten und hatten bisher nichts dran auszusetzen, solange (Zitat ADAC) "die Schwimmkörper fest, also nur mit Werkzeug lösbar, angebracht und stromlinienförmig sind", und und und... Es sollte entweder einem Sportbootsrumpf oder einem Kat ähneln. Ich denke wir kommen da eher an eine Katamaran ähnliche Form ran.
Dass die Herrschaften nicht gerne das böse "F-Wort" (Floß) hören, musste ich bereits auch schon feststellen.
Welche Kriterien wurden denn genannt?
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  #63  
Alt 27.07.2014, 23:07
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Heimfried Heimfried ist offline
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Zitat:
Zitat von Superpapa Beitrag anzeigen
[...]
Auf welcher Rechtsgrundlage fordern die diese Bescheinigung eigentlich an?
[...]
Rechtsgrundlage könnte sein:
Verordnung über die Kennzeichnung von auf Binnenschifffahrtsstraßen verkehrenden Kleinfahrzeugen

§ 7 (2)
[...]Im Falle eines Eigenbaues ist von diesem mindestens ein Foto vorzulegen. Die Vorlage
weiterer Unterlagen
, insbesondere zusätzliche Fotos oder Konstruktionszeichnungen,
kann verlangt werden. [...]

Gruß, Günter
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  #64  
Alt 28.07.2014, 21:55
Sonnenschein Sonnenschein ist offline
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
Rechtsgrundlage könnte sein:
Verordnung über die Kennzeichnung von auf Binnenschifffahrtsstraßen verkehrenden Kleinfahrzeugen

§ 7 (2)
[...]Im Falle eines Eigenbaues ist von diesem mindestens ein Foto vorzulegen. Die Vorlage
weiterer Unterlagen
, insbesondere zusätzliche Fotos oder Konstruktionszeichnungen,
kann verlangt werden. [...]

Gruß, Günter
Danke für den Auszug aus der Verordnung!
Die Vorlage von Fotos und Konstruktionszeichnungen kann ja gerne verlangt werden, jedoch gibt die Verordung keine Auskunft (und auch keine Prüfanleitung) wofür diese Unterlagen verwendet werden oder welche Kriterien an die Unterlagen angelegt werden, um die Zuteilung eines Kennzeichens zur erlangen oder zu versagen.
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  #65  
Alt 17.08.2014, 18:44
Sonnenschein Sonnenschein ist offline
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Ich habe mir das Thema noch mal durchgelesen.... hier ist ja öfter mal das Wort "Zulassung" aufgetaucht.
Soweit ich die Vorschriften gelesen habe, ist jedoch keine "Zulassung" für ein selbst gebautes und selbst genutztes Sportboot norwendig, sondern nur ein "Kennzeichen".
Und in Kennzeichen kann man für ein selbstgebautes Sportboot bekommen, auch ohne die Einhaltung technischer Vorschriften prüfen zu lassen. Voraussetzung ist eben nur, daß es ein Sportboot ist, und kein Schwimmkörper oder ähnliches. Im Zweifel könnte man doch auch (testweise) mit einem 2,5-PS-Motor fahren und braucht kein Kennzeichen...
Sehe ich das richtig oder gibt es andere Erfahrungen?
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  #66  
Alt 26.08.2014, 20:35
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Ja das stimmt, mit einer Motorisierung unter 3PS kann man sich die Anmeldung/das Kennzeichen Sparen aber damit würden wir weder vorankommen, noch (und das ist viel wichtiger) im Notfall schnell zum stehen kommen. Da unser Boot nicht wirklich einem klassischen Sportboot ähnelt, ist es nicht ganz so einfach gewesen. Von einer "Zulasssung" im PKW Sinne sollte nie die Rede sein, allerdings benötigt man laut Schifffahrtsamt eben eine Anmeldung. Ich hätte es auch gerne über den ADAC angemeldet, allerdings haben die den Deckel vom Amt drauf bekommen und dürfen Fahrzeuge, wie meins nicht in die Kartei aufnehmen. Ich fand es auch frech aber leider scheint das Schifffahrtsamt hier die Monopolstellung zu haben...
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  #67  
Alt 26.08.2014, 20:54
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Achso, nochmal zu den Kriterien:

1. Es war die Rede von stromlinienförmigen Schwimmkörpern, also keine einfachen Fässer oder Tanks.

2. Die Schwimmkörper sollten fest (nicht ohne Werkzeug lösbar) mit dem Deck verbunden sein und mindestens 10cm in dieses eingefasst sein. Das heißt, wenn die Verbindung zwischen Schwimmer und Deck aus irgendeinem Grund beschädigt wird, müsste das Deck mindestens 10cm angehoben werden, um die Schwimmer drunter vorzubekommen.

3. Eine ringsum gehende Reling, wie es für Boote Standard sein sollte.

4. Ein fest definierter Steuerstand. Durch unser festes, funktionstüchtiges Steuerrad kein Problem, andere lösten dieses Kriterium, indem sie die Beine einen Gartenstuhles abgesägt haben und die Sitzschale aufs Deck schraubten, um direkt an der Pinne den Motor zu bedienen. Nicht sehr stilvoll aber was tut man nicht, um eine Anmeldung zu bekommen...

5. Batterie und Tank sollten in einer Extraschale, tropfsicher verstaut sein. (Getrennt versteht sich!)

6. Equipment an Bord: Anker, Schwimmwesten, Schleppleite, Taschenlampe, Rote Fahne, Beleuchtung


Das müsste es gewesen sein.
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  #68  
Alt 27.08.2014, 19:58
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Zitat:
Zitat von daflow6 Beitrag anzeigen
Achso, nochmal zu den Kriterien:

.......
6. Equipment an Bord: Anker, Schwimmwesten, Schleppleite, Taschenlampe, Rote Fahne, Beleuchtung


Das müsste es gewesen sein.
"Rote Fahne" bzw. Notflagge? Das ist doch "Schweizer" Käse, oder!? In welcher deutschen Vorschrift steht das denn (ehrlich interessiert)?

Frank MV
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  #69  
Alt 28.08.2014, 15:44
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Man soll sich mit irgendetwas bemerkbar machen können, falls man manövrierunfähig in der Fahrrinne rumtreibt. Egal ob Taschenlampe oder Rote Flagge... Sowas ist ja schnell gebastelt, von daher war das das geringste Problem.
Ich denke, wenn man ein Sportboot baut, das nicht einem Floß, sondern eben einem klassischen Boot ähnelt, wird man sicherlich auch nicht diese haarsträubenden Auflagen bekommen (Gleichberechtigung hin oder her). Wir sind für unseren Teil jedenfalls erstmal froh, offiziell abgesegnet auf dem Wasser fahren zu dürfen. Wenn es wirklich andere Möglichkeiten gibt, eine Anmeldung zu bekommen, dann sei es drum. Vermutlich haben wir auch nur viel Lehrgeld bezahlt aber ich denke, dass es auch etwas nachvollziehbar ist, dass wir irgendwann auch mal aufs Wasser wollten. Auch wenn wenn sich dieses Verlangen das Amt zu Gute gemacht hat...
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  #70  
Alt 17.11.2015, 06:43
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NL_Rhein NL_Rhein ist offline
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Zitat:
Zitat von uhx Beitrag anzeigen
...

Nun einmal angenommen: Jemand kommt durch seinen "kuriosesten Eigenbau" ums Leben. ...
Ist schon passiert:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...J7jdqw&cad=rja

Da wäre es evtl. lebensrettend gewesen wenn eine entsprechende Stelle die Zulassung für diesen fahrenden Sarg verweigert hätte. Beim Lesen sträubt es einem die Haare ...


VG

Markus
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  #71  
Alt 17.11.2015, 09:07
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Hi!

Ja, den Bericht habe ich auch schon mal zitiert. Allein die technischen Daten des Monstrums sind erschütternd: Länge: 8,50m (kann ja sein), Breite 2,02 (weniger als 1:4) und Höhe 2,95 (Leuchtturm in suicide position).

Noch so ein paar Experten und wir kriegen irgendwann den Boots-TÜV.
__________________
viele Grüße
Blondini

(Blondini, der berühmte Seiltänzer, stürzte während einer Vorstellung in Manchester und fiel in den Löwenkäfig, der bereits in der Manege stand. Die erschreckten Tiere sprangen auseinander und blieben grollend am Gitter. Blondini wurde vom Dompteur aus dem Käfig gezogen und trat schon am Abend wieder auf.)
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  #72  
Alt 17.11.2015, 10:59
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Heimfried Heimfried ist offline
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Naja, das Entscheidende für die Querstabilität ist ja nicht das Verhältnis der Breite zur Länge. 1:4 wird von Großschiffen genauso unterschritten, wie von mehrsitzigen Ruderbooten.

Der Punkt ist die Höhe des Schwerpunkts in Relation zu Breite und Rumpfform.

Der Selbstbau der verlinkten Unfalluntersuchung hatte, wie du ja sagst, eine zu große Höhe (die Masse der Dachkonstruktion wurde wohl mit etwa 800 kg festgestellt) und deshalb einen viel zu hohen Schwerpunkt.

Geändert von Heimfried (17.11.2015 um 14:56 Uhr)
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  #73  
Alt 17.11.2015, 11:57
Käptn Fred Käptn Fred ist offline
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Zitat:
Zitat aus dem Unfallbericht:

Der Eigner hatte im Mai 2006 einer Lokalzeitung ein Interview gegeben, für das u.a. das Schiffsfoto (Abbildung 2) aufgenommen wurde. Der Zeitungsartikel lautet auszugsweise:


(...) „Ich hatte keine großen Pläne, denn meine Ideen kamen aus dem Augenblick heraus.“ Kein Schiff von der Stange und schon gar kein Schiff, „das vorne spitz zuläuft“, sollte es sein, und so spiegelt die endgültige Form die Eigenwilligkeit seines Erbauers wider. „Es gibt nichts, was nicht durchdacht ist“, hebt er bei einem „Rundgang“ hervor,






Kommt einem doch irgendwie bekannt vor, was kümmert mich die Erfahrung von Leuten die schon jahrelang mit der Materie vertraut sind, was kümmert mich ein paar tausend Jahre Schiffsbaugeschichte, jetzt komme ich und erfinde das Rad neu
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Alt 23.11.2015, 19:36
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
Naja, das Entscheidende für die Querstabilität ist ja nicht das Verhältnis der Breite zur Länge. 1:4 wird von Großschiffen genauso unterschritten, wie von mehrsitzigen Ruderbooten.

Der Punkt ist die Höhe des Schwerpunkts in Relation zu Breite und Rumpfform.

Der Selbstbau der verlinkten Unfalluntersuchung hatte, wie du ja sagst, eine zu große Höhe (die Masse der Dachkonstruktion wurde wohl mit etwa 800 kg festgestellt) und deshalb einen viel zu hohen Schwerpunkt.
Moin
Ja das Teil war fast schon blödsinnig Kopflastig gebaut,das ist die eine Seite die andere ist die,dass man diesen Nebenfluss der Elbe und die Verhältnisse im Mündungsgebiet nicht unterschätzen darf,wenn man da zum falschen Zeitpunkt bei entsprechendem Wind ankommt und dann noch eine Dampferwelle beknackt da zwischen rollt--ohauerha!(Selbst erlebt aber mit geeignetem Boot)man fühlt sich wie in einem Seegat bei Wind gegen Strom.Alle floßähnlichen Fahrzeuge und anderes Getreibsel kann dort bei der passenden Gelegenheit in Schwierigkeiten kommen,manchmal machen nur zwanzig Minuten den Unterschied aus.
gruss hein
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  #75  
Alt 24.11.2015, 12:06
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Der Unfallbericht ist ja wohl die Antwort auf die Frage "wozu brauche ich einen Sachverständigen". Kann man nur den Kopf schütteln.
__________________
mit lieben Grüssen aus Wien - Peter
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  #76  
Alt 19.08.2016, 16:26
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Also nach einiger Zeit auf dem Wasser, möchte ich euch mal ein paar Bilder vom Ergebnis zeigen. In diesem Jahr wurden neue Fertigpontons untergesetzt und das Resultat seht ihr ja auf den Bildern. Ich bin immer noch mehr als zufrieden mit dem Ergebnis und wie die meisten Selbstbauer stolz wie Bolle;)
Ahoi!
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Alt 19.08.2016, 19:59
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Heimfried Heimfried ist offline
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Danke für die Aktualisierung.
Warum hast du die Schwimmkörper ausgetauscht?
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  #78  
Alt 21.08.2016, 08:30
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Die Qualität des selbstlaminierten GFK's ließ doch nach einiger Zeit im Wasser zu wünschen übrig und jetzt haben wir wesentlich mehr Auftrieb und somit mehr Freibord. Das war zwar eine ziemlich teure Angelegenheit aber es hat sich gelohnt. Zumal war es etwas schwierig, die passenden Fertigpontons zu finden, da die Bootslänge und das Gewicht ja schon vorgegeben war. Eine Menge Rechnerei und Vergleiche der Angebote inkl. Speditionskosten waren die Folge. Jetzt sind wir aber zufrieden und können durch die Rumpfform auch bei gefrierendem Wasser drin bleiben.
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  #79  
Alt 21.08.2016, 15:07
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Heimfried Heimfried ist offline
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Zitat:
Zitat von daflow6 Beitrag anzeigen
Die Qualität des selbstlaminierten GFK's ließ doch nach einiger Zeit im Wasser zu wünschen übrig [...]
Hi daflow6, danke,

haben die Schwimmkörper Wasser gezogen, hat sich das Laminat vom Styro-Kern gelöst, gab es Beschädigungen der Schwimmer wegen mangelnder Festigkeit, oder gab es noch andere Gründe?

Ich hoffe, du siehst mein hartnäckiges Nachfragen nicht als lästig an.
Für mich selbst hat das erstmal keine Bedeutung, aber hier im Selbstbauerforum kommen ja solche Konstruktionsvorhaben (Schwimmer aus Hartschaum) mit gewisser Regelmäßigkeit auf den Tisch und da wäre es schön, wenn man auf deine Erfahrungen verweisen könnte und etwas genauer zu lesen wäre, was möglicherweise passiert. (Auch wenn deine Erfahrungen sicherlich nicht allgemeingültig sind.)
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  #80  
Alt 24.08.2016, 17:00
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daflow6 daflow6 ist offline
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
Hi daflow6, danke,

haben die Schwimmkörper Wasser gezogen, hat sich das Laminat vom Styro-Kern gelöst, gab es Beschädigungen der Schwimmer wegen mangelnder Festigkeit, oder gab es noch andere Gründe?

Ich hoffe, du siehst mein hartnäckiges Nachfragen nicht als lästig an.
Das ist schon in Ordnung mit den Fragen, ich erzähle gerne, wie es lief...

Uns war zu Beginn vollkommen klar, dass wir das Laminat nicht komplett dicht bekommen würden. Das haben wir in Verbindung mit dem Eigenauftrieb des Polysterols in Kauf genommen. Der Plan war, eine GFK Schutzschicht um den Polysterolkern zu legen, um vor manuellen Beschädigungen sicher zu sein. Das hat im Großen und Ganzen gut funktioniert. Wir hatten nur einfach nicht die ausreichende Erfahrung mit dem Material. Die Oberfläche des Kerns war viel zu uneben, sodass das Laminat nur teilweise anhaftete. Großflächig gesehen, war das aber nicht problematisch. Die Schwimmer zogen Wasser, was vom benötigten Auftrieb her, einkalkuliert war. Nervig wurde es beim Kranen für das Winterlager, denn die Gurte drückten trotz untergelegten Brettern ständig das Laminat ein. Wir konnten es reparieren, allerdings merkten wir auch, dass es keine Dauerlösung ist. Außerdem setzten sich Muscheln fest, was die Haltbarkeit nicht begünstigte und uns zusätzlich ausbremste.
Schlussendlich muss man aber sagen, dass dieses Projekt absolut gestorben wäre, wenn wir diese aktuell verbauten, teuren Pontons damals schon hätten kaufen müssen. Wir sind gut mit den selbstlamierten Schwimmern unterwegs gewesen, nur ist das halt als verhältnismäßig günstige Übergangslösung zu sehen. Irgendwann hatten wir die finanziellen Mittel, um die aktuellen Schwimmer zu installieren und sind über den zusätzlichen Auftrieb, die Wartungsfreiheit und die höhere Fahrgeschwindigkeit sehr erfreut.
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