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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel

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  #1  
Alt 26.03.2020, 00:11
Benutzerbild von Halstrom
Halstrom Halstrom ist offline
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Standard Stromversorgung an Bord - etwas ..umstricken ?

Ist-Stand:
- Aussenborder mit 170W LiMa oder Lichtspule
- Starterbatterie 110AH - alter.....unbekannt, mindesdens 9 Jahre
- Solarpanel 170W, Stecca-Solaregler PR 1010 mit 10A
- Solarbatterie 120AH

Betrieben wird davon Engel-Kompressorkühlschrank 100l, elektrisches See-WC, Fäkalientank mit el. Pumpe, Radio, Handy laden, Ankerlaterne( LED ), Echolot, Hupe

Nebenher habe ich das Gefühl, das die Solarbatterie etwas schwächelt, zumindest ist sie frühs zur Hälfte entladen lt. Anzeige des Solarreglers.
Dudeld das Radio dann noch, läuft früh der Kühlschrank erstmal nicht mehr.
Oder zieht der Kühlsschrank trotzdem zuviel ? Ich mein, der hat auch nur 36W bei 1/3 - 1/2 Laufzeit.....also 1,5Ah pro Stunde, mal 10=15 - 20AH über Nacht ?
Oder sind die ~60AH, die ich maximal entnehmen könnte, zu knapp ?
Ich hatte auch erst ein 100W Panel, lt Regler kamen maximal 4 -5 A an.
Mit dem 170er sind es was bei 8 - 9A....
Der Regler ist ja nun sowieso etwas zu klein.....eher passenden pwm (ich bin sonst mit Stecca zufrieden ) oder nach mppt gucken....

Starterbatterie müsste irgendwann neu. Warum nicht ne leichte LiFePo4, die auch im Motorrädern eingesetzt werden. Sparen Gewicht, man könnte eine mit 7,5AH nehmen, was in etwa einer 14AH Bleibatterie entspricht.
Die kriegen 1300er Motorradmotoren problemlos an. Dann wird sie doch den 1000er Mercury mit 60 PS schaffen, und ab und an etwas Spielerei mit der Trimmpumpe verkraften ?
LiMa vom Motor - ordendlich geregelt bei dem Teil, das der mir dann nicht eine solche Batterie grillt ?? Oder hat die ne Simpelreglung ?
Und: Wenn Motor läuft, kann ich zum Laden per Batterieschalter beide Batterien zusammenschalten und laden. Eine kleinere Starterbatterie wäre schneller voll, den restlichen Ladestrom könnte dann die Solarbatterie aufnehmen - oder ? Frage wäre auch hier, kann das der LiFePo4 ab?
Wenn nicht LiFePo4 - welche minimale Batteriegröße reicht zum starten des Motors, und mal mit dem Trimm spielen - 60AH ? Wäre ja auch leichter, als die bisherige.....

Nächste Überlegung wäre, die gesparten kg der Starterbatterie bei einer neuen, grösseren 180, 200 oder 220AH Solarbatterie einzusetzen. Damit sollte der Stromhaushalt ausgeglichener sein. Mehr Panel geht nicht, zu wenig Platz.
Dazu könnte man evtl. den Solarregler ( pwm ? ) gegen einen mttp ersetzen, der noch etwas mehr Ladung aus dem Panel herauskitzelt ?

Was wären die Empfehlungen der Elektrikexperten ?
Es sollte auch in vernünftigem Rahmen sein, also ne 200AH LiFePo4 für 1100.- werd ich mir trotz Gewichtsvorteilen sicher nicht reinsetzen....
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Gruß
Steffen
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  #2  
Alt 26.03.2020, 05:32
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..ich habs umgekehrt: 90 Ah Verbraucherbatterie LiFePo, die nur 14 kg wiegt und normalen Bleiakku Starter. Dieser ist mit einem B2B Lader mit der Verbraucherbatt. verbunden, damit dort auch während der Fahrt was ankommt.
Auf der Verbraucherbatterie hängt zusätzlich ein Solarpanel mit 100 Wp. In Kroatien hatte ich damit noch nie zu wenig Strom, allerdings leistet meine Lima 140 A.
Meine Verbraucher stimmen mit deinen ungefähr überein, ich hätte noch eine Ankerwinsch zusätzlich.
Vorteile sind für mich: die LiFePo kann man zu 90% nutzen (wenn man muß), Blei nur zu 50%. Die Reglertechnik einer Lima oder einer Spule ist heute noch auf Blei- Akkus ausgelegt, das Risiko, eine LiFePo damit kaputt zu machen und den Preis dafür in die Tonne getreten zu haben ist mir noch zu groß, da warte ich lieber auf viele "Erfahrungsberichte".
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liebe Grüße
Raimund
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  #3  
Alt 26.03.2020, 09:29
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Hallo Zusammen,

so wie Raimund es hat, ist es richtig. Eure LiMa grillt zwar nicht die LiFePo4, aber sie fackelt wahrscheinlich selbst ab, weil der Innenwiderstand der LiFePo4 sehr gering ist.
Also einfach eine Bleibatterie an die LiMa und die ServiceBatterie mit einen B2B-Lader laden. Das habe ich auch so, mit einer 240 AH Starterbatterie und einer 700 AH Servicebatterie.

Liebe Grüße
Milena
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  #4  
Alt 26.03.2020, 10:47
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Moin!
In Abhängigkeit der Lima würde ich auch zu einer kleinen Bleibatterie für den Moitor tendieren. Diese wird kaum Zyklen bekommen und daher recht lange halten.
Dann mit einem B2B auf eine LiIon-Verbraucherbatterie um auch genügend Spannung zu bekommen.

Das mit dem Mppt-Solarregler sehe ich auch als absolutes Muss, da dieser 10-30% mehr aus Deiner PV heraus kitzeln wird. Habe selber einen Regler von Victron im Einsatz der über Bluetooth auch etwas Statistik auf das Smartphone liefert.
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Gruß Ingo
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Alt 26.03.2020, 11:36
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Zitat:
Zitat von Milena Beitrag anzeigen
Hallo Zusammen,

so wie Raimund es hat, ist es richtig. Eure LiMa grillt zwar nicht die LiFePo4, aber sie fackelt wahrscheinlich selbst ab, weil der Innenwiderstand der LiFePo4 sehr gering ist.
Also einfach eine Bleibatterie an die LiMa und die ServiceBatterie mit einen B2B-Lader laden. Das habe ich auch so, mit einer 240 AH Starterbatterie und einer 700 AH Servicebatterie.

Liebe Grüße
Milena
Eine leistungsstarke Kombi aus Starter-und Versorgungsbatterie, die zudem beide mit einem B2B-Lader verbunden sind, kann, je nach Nennstrom des Laders eine LiMa mindestens genau so stark fordern.
Wenn beide Batterien(240 und 700Ah) intakt und tiefer entladen sind, wird es die LiMa in den seltensten Fällen schaffen, nicht mit maximaler Leistung (und daher maximaler eigener Wärmeentwicklung) zu laden.

Es geht ja nicht primar darum, dass eine LiFe verbaut ist, sondern wie groß deren Ladeinnenwiderstand ist.

Für den Starter gibt es übrigens teilweise auch Beschränkungen, was die Batteriebeschaffenheit betrifft.
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  #6  
Alt 26.03.2020, 11:58
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Ich kenne LiFePo4 als Motorradbatterieersatz, da gibt es wenig Probleme - also kommen die Lima/Laderegler damit zurecht, denn original sitzen ja auch Gelakkus im Mopped.
Nur, ich hab keinen Plan, wie das beim Aussenborder aussieht, was Ladereglung angeht. 170W - also grob 13A - sagt mir, das ist nicht grad ne riesen Lima.
Wenn das ne Art Ladespule ist..weiss ich eben nicht, was die im Spitzenfall abgibt...der Mercury ist von 2006, ein Viertakter.
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Gruß
Steffen
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  #7  
Alt 26.03.2020, 15:01
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Zitat:
Zitat von Halstrom Beitrag anzeigen
Ich kenne LiFePo4 als Motorradbatterieersatz, da gibt es wenig Probleme - also kommen die Lima/Laderegler damit zurecht, denn original sitzen ja auch Gelakkus im Mopped.
Nur, ich hab keinen Plan, wie das beim Aussenborder aussieht, was Ladereglung angeht. 170W - also grob 13A - sagt mir, das ist nicht grad ne riesen Lima.
Beim Motorrad ist es i.d.R. so, dass die LiFe-Ersatzbatterien deutlich kleiner sind (auch von der Kapazität) und daher vermutlich auf ähnliche Innenwiderstandwerte kommen, wie gute Gel- oder AGM-Starterakkus passender Größe.

Bei der Fa. Intact wird das z.B. angegeben:
Normale Gel-Motorradbatterie
Japan 14YTX, 12Ah(C20), CCA: 250A (ca 60€)
LiFe-Ersatz: LTM 14, 4Ah (C10), CCA 240A ( ca 170€)

Da wird also vermutlich weder die LiMa, noch der Starter durch den LiFe-Ersatz überfordert.

zur LiMa: ob die maximal 13A oder 130A abgeben kann, spielt prinzipiell keine Rolle. Die Wahrscheinlichkeit, dass die 13A LiMa ständig am Limit läuft, ist allerdings größer, als es bei der 130A-LiMa der Fall wäre.
Es kommt immer darauf an, wie es jeweils um den ladewiderstand der angeschlossenen Batterien bestellt ist, ob die LiMa am Limit läuft oder nicht.
Du kannst ziemlich sicher sein, dass insgesamt 940Ah-Bleibatterien (wie hier genannt) durchaus einen kleineren Ladewiderstand haben können , als eine 100Ah LiFe und daher selbst eine größere LiMa an ihre Grenzen bringen können.

Ob es in deinem Fall wirklich eine LiFe-Starterbatterie sein muss?
Ist das Gewicht in Relation zu einer ausreichend großen AGM-Starterbatterie bei deinem Boot so wichtig?

Du könntest für reine Startzwecke durchaus mit einer etwas größeren Gel- oder AGM-Motorradbatterie, z.B. 20Ah (rund 90€), gut klar kommen und hast im Zweifel mehr (Start-)Reserven, als z.B. mit einer vergleichbaren 6Ah-LiFe.
Eine Varta silverdynamic AGM mit 60Ah kostet z.B. kaum ernsthaft mehr und von daher würde ich, sofern das Mehrgewicht verkraftbar ist (ist es jetzt ja auch...), eher dazu raten.

Als Versorgungsbatterie wäre eine LiFe durchaus interessant, denn für den Zweck hat sie deutliche Vorteile gegenüber einer Bleibatterie. Mit einer 100Ah-LiFe müsstest du gut hinkommen und die könnte man über einen kleineren Ladewandler an die Starterbatterie anschließen, so dass der geringe Ladewiderstand der LiFe für deine kleine LiMa keine so große Rolle spielt.
Selbst eine 80Ah-LiFe kann deine 120Ah-Solarbatterie (auch wenn die im neuwertigen Zustand wäre) locker ersetzen.

In eine LiFe-Starterbatterie würde ich nicht mehr Geld investieren. Das bringt m.E. nichts.
In eine LiFe-Versorgungsbatterie schon, gerade wenn Kühltechnik versorgt werden soll.

Geändert von tritonnavi (26.03.2020 um 16:03 Uhr)
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