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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #1421  
Alt 21.08.2019, 18:59
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Ich habe jetzt die Längshölzer auf die Unterseite des Brückendecks geklebt. Jetzt bin ich dabei, die Klebenähte zu versäubern, nach dem Schraubenziehen die Löcher zu verspachteln, die Kanten der Leisten zu brechen, restliche Oberflächen der Leisten versiegeln usw.

Da kamen bisher schon einige Stunden Arbeit auf den Knien zusammen, was mir immer schwerer fällt. Und es werden wohl noch viele solcher Stunden folgen.
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  #1422  
Alt 22.08.2019, 06:09
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Moin Günter,
Du gibst ja richtig Gas!
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Jens

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  #1423  
Alt 22.08.2019, 08:49
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Zitat:
Zitat von shakalboot Beitrag anzeigen
Du gibst ja richtig Gas!
Den Eindruck habe ich leider gar nicht. Aber, naja, ich komme halt fast jeden Tag ein klein wenig weiter.


Zitat:
Zitat von shakalboot Beitrag anzeigen
Hast Du für Deine Knie solche Schoner, wie sie Fliesenleger oder Pflasterer haben?
Ja klar, sonst könnte ich mich nur jeweils für ein paar Sekunden hinknien.
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  #1424  
Alt 23.08.2019, 21:09
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Gestern stand das Brechen der Kanten der Längshölzer an. Der Gedanke, das mit der Oberfräse zu machen, gefiel mir nicht, weil das Wegfräsen von 36 m Hartholzkanten dann doch ziemlich viel Wärme erzeugt und mir sind schon Fräswerkzeuge bei harmloseren Arbeiten im Nadelholz "ausgeglüht" und dafür sind mir Hartmetallfräser ein bisschen zu teuer. Der Gedanke, mit wenig Holz-Abtrag mehrfach darüber zu gehen, war auch nicht verlockend, weil die Körperhaltung sehr anstrengend ist.

Nachdem ich feststellte, dass die in Frage kommenden Fräswerkzeuge gar nicht da waren, weil ich sie verliehen hatte, brauchte ich darüber sowieso nicht mehr nachzudenken.

Ich habe dann die Handkreissäge auf 45° eingestellt und eine breite Leiste als Anschlag an den Sägetisch geklemmt. Dadurch erzeugte das Sägeblatt eine etwa 5 mm breite Fase.

Damit ich die Enden der Hölzer vernünftig ablängen und runden konnte, wollte ich ein bisschen mehr als 12 mm Abstand vom Untergrund haben. So habe ich dann einen meiner Hohlbalken vom vorletzten Jahr als Hebebrücke an den hecknahen Portalkran gehängt und die Anschlagbrettchen wieder aktiviert, nachdem ich die überlaminierten Gewindebuchsen freigeschnitten und den Brettchenüberstand nach unten an die Hohlkehlform angepasst hatte.

Das achterliche hochhieven des Bootes, wenn auch nur um 10 cm, war für mich ein bisschen aufregend, weil ich mich gleichzeitig mitheben musste. Die Handkette des Kettenzuges verträgt keinen Seitenzug, sondern muss senkrecht nach unten gezogen werden. (Mein Versuch, neben dem Boot stehend, das mittels einer Latte als verlängertem Arm hinzubekommen, scheiterte.)

Es hat aber alles funktioniert.
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Alt 23.08.2019, 21:37
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Hi Günter,

hast du keine Handhobel? Damit wäre das Kanten brechen um einiges einfacher. Nur so als Tipp fürs nächste Mal. Kommt sicher noch öfter. Für sowas habe ich den hier:

https://www.feinewerkzeuge.de/G307914.html

Gruß René
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Alt 23.08.2019, 22:26
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das war auch mein Gedanke

trotzdem: gutes Gelingen

Grüße
Dete
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  #1427  
Alt 24.08.2019, 08:25
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Moin,
doch, ich habe Handhobel und ich arbeite gern damit. Aber nicht, wenn sich das Werkstück auf einer Höhe unterhalb meiner Fußknöchel befindet, ich 36 Meter Lauflänge Hartholz zu hobeln habe und ich über jedes Längenstück jeweils mit geschätzt 20 Hobelstrichen drüber muss.
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  #1428  
Alt 24.08.2019, 21:19
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Moin Günner
Durch eine bessere Arbeitsvorbereitung kann man sich aber auch viel Krabbelei ersparen,nun hat ja nicht jeder eine Tischfräse aber mit dem Hobel auf der Werkbank geht das doch auch entspannter.
Oaah wenn ich diese gewaltigen und festigkeitsmäßig supersicher dimensionierten Hohlkehlen sehe(wieviel Kilo Harz?),kommen mir die beidseitig geschweissten und filigran anmutenden Kehlnähte (a-Maß 4mm)in den sinn die die knapp 2t meines Kieles im Bootsboden festhalten.Na ja,einige Bodenwrangen sind natürlich auch noch mit da bei,zugegeben.
gruss hein

Geändert von hein mk (24.08.2019 um 21:27 Uhr)
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  #1429  
Alt 25.08.2019, 07:50
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Aber wie soll er denn den Kahn auf die Werkbank kriegen.
Das passt schon so wie r es gemacht hat und funktioniert hat es ja auch...


Viele Grüße
Matthias
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  #1430  
Alt 25.08.2019, 08:27
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Zitat:
Zitat von hein mk Beitrag anzeigen
[...]
Oaah wenn ich diese gewaltigen und festigkeitsmäßig supersicher dimensionierten Hohlkehlen sehe(wieviel Kilo Harz?)[...]
Moin Hein,
das sind nicht ganz so viele Kilo, den größten Teil des Volumens nimmt ein Kern aus Nadelholz ein und der Rest ist Epoxispachtel mit hohem Anteil an Microspheres, also "Luft". https://www.boote-forum.de/showthrea...5&#post4779225

Du hast schon recht, Matthias, man muss das ja auch handhaben können. Die Latten hatte ich vor zwei Jahren schon auf 6 m Länge geschäftet. Ich wollte die Kanten auch vor dem Einbau brechen und runden, das ging aber überhaupt nicht wie gewünscht. Obwohl ich die 6 m in 4 "Werkbänke" (Billigzeug, das wenig wiegt) eingespannt hatte, hat die Latte geschlackert wie verrückt, so dass ich weder dem Hobel noch mit Schleifgeräten vernünftig arbeiten konnte. Da habe ich sie halb aufgeklebt, damit sie zur Bearbeitung wenigstens feststeht. Dadurch habe ich mir natürlich die ungünstige Arbeitsposition eingefangen.
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  #1431  
Alt 25.08.2019, 13:58
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Ja, manchmal taugt auch das Werkzeug nicht und dann muss man sich andere Wege überlegen. Ich glaub jeder von den Selbstbauern der die Odysee wiederholt macht dann aus Erfahrung gewisse Dinge anders oder investiert hier und da noch in weiteres sinnvolles Werkzeug... und manchmal bastelt man sich trotzdem was um das Problem zu lösen.

Nun kommst du der Endbeschichtung immer näher. Kommt da jetzt noch Matte und Harz über die Rümpfe mitsamt Bodenplatte oder bist du nun an dem Punkt Endschliff + Farbe/Topcoat/Antifouling...?


Viele Grüße
Matthias
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Alt 26.08.2019, 14:56
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Zitat:
Zitat von silverblack Beitrag anzeigen
[...]
Nun kommst du der Endbeschichtung immer näher. Kommt da jetzt noch Matte und Harz über die Rümpfe mitsamt Bodenplatte oder bist du nun an dem Punkt Endschliff + Farbe/Topcoat/Antifouling...?
Da sowohl die Rümpfe als auch das Brückendeck und die Hohlkehlen bereits mit Glas laminiert sind, kommt da kein weiteres Glas drauf. Ich weiß es noch nicht. Ansonsten habe ich mangels Fachwissen noch nichts Konkretes entschieden über den weiteren Anstrichaufbau. Demnächst will ich mit Jens telefonieren und mich ein bisschen schlau machen.
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  #1433  
Alt 26.08.2019, 17:14
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Hallo...,

bei Günter sind alle Teile unterhalb des Brückendecks mit Glasgewebe überzogen.
Laut dem Designer Bernd Kohler dient die Beschichtung nur der Stabilität der Holzoberfläche, hat also keine Bedeutung für die Stabilität des Bootes. Ein Beglasen der drei Sipostringer würde somit auch nichts bringen. Diese sind ausreichend mit Epoxi impregniert und das ist somit völlig ausreichend.

Zur Lackierung....
Günter, da ich lediglich mit Lackiering im Kfz Bereich Erfahrung habe, kann ich Dir keine umfassende Beratung geben.
Mein Ibis-Umbau "Hexlein " ist von der Grundierung bis zum abschließendem Klarlack mit Lacksystemen aus dem Kfz Lack bzw. Industrielackbereich lackiert und hält bestens.
Zum Thema Bootslacke für den Binnenbereich habe ich da meine eigene Meinung...und zwar, daß da Bootslacke völlig überteuert sind.

Ein Kfz, ob nun PKW oder Nutzfahrzrug ist ja auch tagaus, tagein allen Witterungsbedingungen ausgesetzt...selbst Salz!
Pflegen muß ich alle Lacksysteme!

Deswegen hatte ich mir die Frage gestrellt, warum dann teuren Bootslack von International & co verwenden.

Für Holger an der Ostsee bietet sich da ein spezieller Lack für Salzwasser an.

Günter, deswegen meine Empfehlung, sprich mit Andreas Behnke. Es gibt durchaus auch brauchbare Einkomponenten-Lacke für den UW Bereich....damit habe ich aber keine Erfahrung.
...und meine Einstellung zur Anwendung von Kfz Lack an Booten muß ja nicht unbedingt richtig sein.
Wenn nach 4-5 Jahren der Lack am Hexlein, oder vielleicht auch mal CAT nicht mehr so toll sein sollte, wird nachlackiert....
aber diese Verantwortung möchte ich für andere nicht übernehmen.
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beste Grüße,
Jens

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Geändert von shakalboot (26.08.2019 um 17:30 Uhr)
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  #1434  
Alt 26.08.2019, 17:39
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Hallo Jens,
ich bin weit entfernt davon, zu versuchen, dir Verantwortung für meine zukünftigen Entscheidungen zu überbürden; nach dem Motto: "du hast aber gesagt, ...".

Der Bootsbau ist ja voll von Beispielen, in denen ein bestimmtes Material oder Arbeitsverfahren für den einen das Nonplusultra ist, während es ein anderer nicht mit der Beißzange anfassen möchte. Es versteht sich, dass individuelle Erfahrungen und Einschätzungen vom Fragenden eingeordnet werden müssen; der logischerweise gut daran tut, sich aus mehreren Quellen zu informieren. Im Ergebnis muss er halt sein persönliches Resultat aus diesen Einschätzungen und Informationen ziehen, für das er dann logischerweise auch selbst die volle Verantwortung übernehmen muss.
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  #1435  
Alt 30.08.2019, 21:27
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Zitat:
Zitat von Snackman Beitrag anzeigen
Du baust ne schwimmende Kartoffelkiste und machst dir darüber Gedanken?
Zitat:
Zitat von Blitzeblau Beitrag anzeigen
[...] aber mal ehrlich: Du baust ein Boot mit dem cw einer Schrankwand aus Zeulenroda und machst dir Sorgen um Luftverwirbelungen unter‘m Brückendeck? Was hast du mit dem Boot vor? [...]
(Die obigen Zitate habe ich mal in meinen Thread rübergeholt, es ging um den Luftwiderstand einer Querleiste am Brückendeck.)

Ich weiß, dass ich mir in vielen Punkten zuviel Gedanken mache, dass ich mir mit übertriebener Genauigkeit oft selbst im Weg stehe usw. usw.

Aber ich bin auch der Einzige hier, der mit einem schwachbrüstigen Elektroantrieb sein nicht so kleines Boot antreiben will. Eure Sicht der Dinge ist - glaube ich - doch ein wenig vom Verbrennungsmotor her geprägt. Der Gedanke, dass man mit Antriebsleistung haushalten, ja geizen muss, ist in Vergessenheit geraten, seit sich die Verbrenner durchgesetzt haben, was heute gleichbedeutend damit ist, dass Antriebsleistung im Überfluss zu haben ist.

Bereits vor mehr als hundert Jahren fuhren Elektroboote auf der Themse, die waren lang und schmal, damit sie g'scheit vorwärts kamen. Auch die Commuter (schnelle Fähren) vor 100 Jahren waren lang und schmal, weil auch deren Antriebsleistung knapp bemessen, aber Geschwindigkeit (im Konkurrenzkampf) wichtig war.

Wenn man ein Kartoffelkisten-Schrankwand-Boot baut, kommt man an der damit zwangsläfig verbundenen Luftbremse nicht vorbei, aber noch eine Schippe dieser Bremse draufzulegen, ist nicht unbedingt sinnvoll, auch wenn es nur eine ganz kleine Schippe ist. Diese ganz kleinen Schippen lauern überall und wenn man sie ignoriert, können sich sich zu sehr nennenswerten Bremsen summieren.

Und dann kommt man recht schnell in den Teufelskreis: mehr Leistung erforderlich bedeutet mehr Batteriegewicht, das noch mehr Leistung erfordert ...

Deshalb geize ich lieber ein bisschen rum, auch wenn das übertrieben aussieht und vielleicht auch übertrieben ist.

Geändert von Heimfried (30.08.2019 um 21:33 Uhr)
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  #1436  
Alt 31.08.2019, 15:16
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Hallo Günter,

stimmt, dein Elektro-Konzept hatte ich ein wenig aus dem Blickwinkel verloren. Da musst du in der Tat immer ein wenig wie ein Raumfahrtingenieur denken....


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LG, Holger

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Geändert von Blitzeblau (31.08.2019 um 17:03 Uhr)
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  #1437  
Alt 02.09.2019, 17:45
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Hallo Günter,

ich hatte bei Deiner Frage zum Lackieren vergessen zu fragen, ob Du den Farbauftrag per Rolle/Pinsel oder spritzen willst.
Die Farben und Lacke aus dem Kfz-Bereich sind ausschließlich zum Spritzen gedacht.
Die Basisfarben (einkomponentig) trocknen zu schnell, um mit Rolle oder Pinsel einen vernünftigen Farbauftrag hin zu bekommen.
Beim abschließenden Klarlack (2K) könnte man das vielleicht mit Rolle oder Pinsel schaffen, da hier die Trocknungszeit länger ist.
Jedoch besteht hier die Gefahr, daß die bereits angelöste Basisfarbe (1K) nach oben gerollt wird.
Das Anlösen ist hierbei ein gewollter Prozeß.
Ein weiteres Lacksystem sind 2K Farblacke, sogenannte Unilacke, die man auf Nutzfahrzeugen oder preiswerten PKWs findet.
Die könnte man evtl. per Rolle auftragen, hab ich aber noch nicht probiert.

Bei den Bootsfarben -und Lacken ist das etwas anders, da sollte man vermeiden, 2K Lacke über 1K Lacke zu streichen/rollen...es kann zur Faltenbildung im 1K Lack kommen.
Diese 1K Lacke sind in sich abgeschlossene Systeme mit der entsprechenden Oberflächengüte.
Wichtig hierbei ist , daß diese Lacke nicht beständig gegen Kraftstoffe, Lösungsmittel und Säuren sind.
2K Lacke sind beständig...weswegen denen auch Abbeizer nichts anhaben können.
Deswegen würde ich für den UW Bereich ein 2K System enpfehlen.
Diesel, Benzin, Lösungsmittel...haben zwar in den Gewässern nichts zu suchen, aber es könnte ja sein....

Was die Beständigkeit gegen Salzwasser angeht, habe ich keine Ahnung.
Kfz - 2K Lack sollte aber beständig sein. Ordentlich lackierte Fahrzeuge sollten an Nord- oder Ostsee auch nicht schneller Rosten...
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Jens

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Geändert von shakalboot (02.09.2019 um 18:05 Uhr)
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  #1438  
Alt 02.09.2019, 19:07
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Hallo Jens,
danke für die Erklärungen. Bei mir muss das mit Rolle und Pinsel laufen, das Spritzen müsste ja auch erstmal gelernt sein.

Ich habe inzwischen mit Herrn Behnke gesprochen und ausführlich mit Holger telefoniert, der mich auch auf eine frühere Diskussion hier im Forum aufmerksam machte. Ich werde vermutlich Holgers Weg einschlagen und 1-K-Lack von International nehmen, der für's Rollen gedacht ist. Mit dem 2-K-Lack von Behnke, damit habe ich mal eine Rumpfkammer innen lackiert, bin ich verarbeitungstechnisch nicht so gut zurecht gekommen. Da es in dem Fall nur darum ging, dass die Kammer helle Wände hat, damit ich nicht jedesmal eine Lampe brauche, wenn ich den Deckel öffne, war das nicht so wichtig. Aber die Erfahrung hat mich nicht ermuntert, einen solchen Lack für eigentlichen Anstrich des Bootes auszusuchen. Bald werde ich aber ein anderes Projekt mit dem 2-K-Lack versehen, mal sehen, wie das so läuft.

Geändert von Heimfried (02.09.2019 um 19:25 Uhr)
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Alt 10.09.2019, 19:37
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Mittlerweile habe ich eine gewisse Routine darin, das Brückendeck bugseitig oder heckseitig anzuheben und die Anschlagmittel entsprechend umzusetzen. Die Längshölzer sind jetzt versiegelt, gespachtelt, geschliffen. Die Stirnseiten der Hohlkehlen angeformt, ein größerer Teil der Fläche grundiert.
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Endlich, endlich bin ich heute bis zur Schwarzmalerei gekommen, wie Holger das nennt. Erste Schicht Graphitepoxi auf den zweiten Halbrumpf.
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