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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #81  
Alt 02.06.2019, 10:55
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dampfspieler dampfspieler ist offline
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Standard Ringspaltdampfpfeife entsteht

Moin,

weil ich beim Aufräumen des Materiallagers "was Passendes" wiedergefunden habe, bin ich flugs ans Werk gegangen und habe mit dem Bau einer passenden Ringspaltpfeife begonnen.

Der zugrundeliegende Plan enthielt Angaben für die Glockenlängen für Kammerton A in drei unterschiedlichen Höhen. Ich habe mich für die Variante mit 445 Hz entschieden. Die Glocke ist in dem Fall 193 mm lang (einschließlich der Kappe) und hat einen Außendurchmesser von 30 mm.

Die Glocke ist aus zwei Teilen, dem Messingrohr 30 x 1 mm und dem Drehteil für die Kappe entstanden. Sie wurden hart miteinander verlötet.




Die Pfeifenbasis mit dem Ringspalt ist gleichfalls aus mehreren Teilen entstanden, wobei nur das Basisdrehteil und der Gehäusering miteinander verlötet wurden.




Damit der Dampf "Freude an der Arbeit" hat, die Pfeife gut anspricht, der Dampfverbrauch gering ist und auch Kesseldruckschwankungen wenig Einfluss auf den Klang der Pfeife haben, sollte der Ringspalt möglichst klein und der entsprechende Einsatz strömungstechnisch günstig gestaltet sein. Aus dem Grund habe ich die "Streuscheibe" anders als im Plan geformt und den Ringspalt nur 0,25 mm breit gemacht.






Die Gestaltung der "Streuscheibe" bewirkt zum einen, dass der anströmende Dampf schnell in den Spalt einströmt und zum anderen in diesem auf fast achtfache Geschwindigkeit beschleunigt - also "hinausgejagt" wird. Mit welchem Ergebnis, ist weiter unten zu lesen.


So sehen die Lötnähte aus.




Die Teile werden mit einer M8-Edelstahl-Gewindestange verbunden. Da Gewindeverbindungen sich leider nicht selbst zentrieren, muss man das mit Anlageflächen erledigen.
Hier der Blick auf die entsprechenden Flächen der Arrettiermuttern vor und nach dem Überdrehen.





Ich habe die Pfeife probeweise montiert und mit dem Mund angeblasen - sie funktioniert mit dieser "Druckluft" und gibt einen schönen Ton. Der hat meine Frau in die Werkstatt geführt, weil sie wissen wollte, was "das" ist und wer die "Geräusche" macht.

Nun muss ich sie mit Dampf testen

Grüße Dietrich
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Alt 02.06.2019, 23:25
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ralfschmidt ralfschmidt ist offline
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Alt 21.10.2019, 09:20
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Standard Testlauf Dampfmaschine mit balanziertem Muschelschieber und neuer Pumpeneinheit

Moin,

gestern musste ich die Heizprobe für einen großen Rauchrohrkessel mit 156 mm Durchmesser und 350 mm Höhe erledigen. Da bot es sich an, die Maschine mal zu "bedampfen".

Hier der "Testaufbau". Der Brenner hat 125 mm Durchmesser und leistet um die 11,5 kW. Die Pumpen bekamen jeweils einen Vorratstank und wurden entsprechend angeschlossen. Die Maschinenspeisepumpe erhielt in der Druckleitung zum Kessel noch ein "Bypass"-Ventil, mit dem das geförderte Wasser wieder in den Tank zurück gespeist wurde, weil sonst wegen der Fördermenge (das Doppelte des Wasserverbrauchs der Maschine) der Kessel "ersäuft" worden wäre.







Dass der Kessel bei der Maschine "hinterherkommen" würde, hatte ich nicht erwartet, zumal die Maschine einen ganz geringfügig größeren Zylinder hat als die STUART 6 im HD (60 statt 57,15).

Hier gibt es ein paar bewegte Bilder zu sehen.

https://youtu.be/O9kkZjXPH2Y


Viele Grüße
Dietrich

P.S. Wer sich nun fragt, warum es bei mir derart dauert, - ich "günthere" eben "ein wenig" rum, wenn auch deutlich mehr im stillen Kämmerlein, damit ich möglichst viel Freude an meinem Werk habe.
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  #84  
Alt 22.10.2019, 09:18
kreuzberger kreuzberger ist offline
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Standard Mir...

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Überwältigt!
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deshalb nur ein Filmtip:

https://www.youtube.com/watch?v=BBgghnQF6E4s
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"Be strong, O paddle! be brave, canoe!
The reckless waves you must plunge into.

Reel, reel,

On your trembling keel,

But never a fear my craft will feel."
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  #85  
Alt 06.11.2019, 09:07
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Standard Glücklicher Zufall - Kesselteile aus England

Moin,

vor zwei Tagen habe ich in einem englischsprachigen Forum eine Verkaufsofferte für ein paar Kesselteile (gewendelte Wasserrohre) gefunden und sofort mein Interesse am Kauf bekundet.
Der Verkäufer stellte sich glücklicherweise als ein Bekannter heraus und so wurden wir uns schnell einig.

Nun bin ich gespannt wie ein Flitzebogen und kann es kaum erwarten, bis die Teile und das Drumherum (Kesselpläne samt Baulizenz Blackstaffe & Wood) hier sind.

Wie so ein Kessel aussieht, ist hier gut zu erkennen. Es ist ein wirklich "niedliches" Teil. Unten links im Vordergrund ist eine 3 kg-Propangasflasche, die das Gas hergibt, mit dem der Ölbrenner auf Betriebstemperatur gebracht wird. Das ist allerdings ein "roaring type" auf die ich nicht wirklich stehe, aber die Geschmäcker sind ja glücklicherweise verschieden.


(Photo by RussN)

Grüße
Dietrich
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  #86  
Alt 07.12.2019, 21:42
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Standard Der Nikolaus war da

Moin,

der Nikolaus - vertreten durch einen DPD- und einen DHL-Zusteller - war da und hat eine Holzkiste und einen dicken Brief gebracht. Ich bin aber erst am nächsten Tag dazu gekommen, nachzuschauen.

Nachdem der Deckel abgenommen war, sah es so aus.




Und hier ein Paar der Rohr-Spiralen (jeweils eine links und eine rechts gewundene) in voller Länge.




Mein Kater hat mit sicherem Gespür sofort erkannt, was wirklich wichtig ist - die Pläne für den Kessel nämlich - und die Bewachung des Schatzes übernommen.




Nun werde ich mich erst mal in die Unterlagen vertiefen und ein wenig nachdenken. rechnen muss ich wohl auch, aber dafür hat man8n) ja Hilfsmittel.

Grüße Dietrich
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Alt 08.12.2019, 00:30
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Alt 08.12.2019, 00:58
Alpsee Alpsee ist offline
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Zitat:
Zitat von Alpsee Beitrag anzeigen
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  #89  
Alt 26.12.2019, 17:05
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Moin,

das hat man nun davon, wenn man sich "was" aneignet. Man ist gezwungen, sich mit "der Sache" für die man es sich angeeignet hat unter neuen Gesichtspunkten zu beschäftigen. So ging es mir auch.

Da ich im Jahre 2007 einen kleinen Testkessel auf der Gundlage der vorhandenen OFELDT-Kesselpläne gebaut und damit experimentiert habe, sind zwischenzeitlich einige Erkenntnisse zu dem Design vorhanden.

Zum einen müssen die gewendelten Siederohre so gestaltet und angeordnet werden, dass sie im Berieb frei schwingen können und ein Reiben oder Berühren sicher ausgeschlossen ist.
Zum Anderen ist der in den gewendelten Siederohren erzeugte Dampf eher ein Dampf-Wasser-Gemisch und es muss einen geeigneten Raum im Kessel geben, in dem beide Bestandteile voneinander geschieden werden können. Ein extra Wasserabscheider, wie er bei den von BLOHM & VOSS gebauten BENSON-Höchstdruck-Hochleistungkesseln bzw. von HENSCHEL in deren DOBLE-Lokomotiv-Dampfmaschinenanlagen eingebaut worden ist, schied wegen des verfügbaren Platzes und des zu erwartenden Wärmeverlustes (selbst bei vorzüglicher Isolation) aus. Also habe ich eine Anleihe bei Kesselbauern der US-Navy von 1898 genommen und ein spezielles Einbauteil vorgesehen, das die in einem WARD-Boiler eingebaut hatten.

Ich habe mich also an die Arbeit gemacht und "ein wenig" konstruiert. Was dabei bis jetzt heraus gekommen ist, könnt Ihr hier sehen. Einige wichtige Teile fehlen noch, aber ich bin zuversichtlich, das auch noch zu schaffen.



Viele Grüße
Dietrich
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Alt 27.12.2019, 10:39
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Heimfried Heimfried ist gerade online
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Moin Dietrich,
wenn ich versuche, deine beeindruckende Zeichnung vom Text her zu verstehen, nehme ich an, dass der Kessel im Feuerraum aufrecht seht; unter den Wendeln sind die Gasflammen. Aus dem zentralen Zylinder tritt das Wasser von unten in die Wendel die mit ihrer großen Tauscherfläche für einen starken Wärmeübergang vom heißen Gas im Feuerraum auf das Kesselwasser sorgen, das, in den Wendeln aufsteigend, teilweise zum Nassdampf umgewandelt wird. Dann mündet das Nassdampf-Wassergemisch aus den Wendeln wieder in den Zylinder, wo Raum für eine Phasentrennung ist (flüssig - gasförmig). Der oben aus dem Zylinder austretende Nassdampf wird in dem dreimaligen Umlauf in der Spirale (teilweise?) zum überhitzten Dampf erwärmt und in die Maschine geleitet.

Ich habe das jetzt mit Fachwörtern beschrieben, die vermutlich teilweise nicht korrekt sind, aber ich denke, du weißt, was ich meine und korrigierst mich. Habe ich das Prinzip richtig verstanden?
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  #91  
Alt 27.12.2019, 11:17
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Moin Günther,

Zitat:
... Habe ich das Prinzip richtig verstanden?
aber so was von .... "Eins rauf mit Mappe!"
Dem ist nichts hinzu zu fügen.

Viele Grüße
Dietrich
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  #92  
Alt 14.01.2020, 16:57
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Standard Konstruktion Druckbehälter abgeschlossen

Moin,

die Konstruktion des Druckbehälters ist soweit fertig, dass ich an die Beschaffung des Materials gehen kann. Wegen des gewählten maximalen Kesseldrucks halten sich auch die Materialkosten in Grenzen, wenngleich ein "billiges Vergnügen" ausdrücklich etwas anderes ist. Die Armaturen werden dampfseitig sämtlich mit 1/2" in Rotguss ausgeführt werden, wobei die Verschraubungen "im Gewinde dichtend" sind.

Hier ein Schnitt in der senkrechten Mittelebene.



Die zugehörigen Berechnungen finden sich im Anhang. Die Heizfläche ohne Überhitzer beträgt 1,5 m² und bei voller Brennerleistung sollten etwa 98 kg Dampf/Stunde erzeugt werden können. Das dürfte für ein "standesgemäßes Vorankommen" vollkommen ausreichen.

Viele Grüße Dietrich
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  #93  
Alt 14.01.2020, 22:45
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Heimfried Heimfried ist gerade online
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Moin Dietrich,
das sind sehr interessante Daten, die mich neugierig machen. Mit welcher Temperatur und welchem Druck verlässt der Dampf den Kessel? Welche Leistungsaufnahme hat der Brenner (z. B. Propandurchsatz in g/h)? Hast du irgendeine Art von Wärmerückgewinnung aus dem Abgas, welches den Kessel verlässt? (z. B. Vorwärmung des Kesselspeisewassers oder der Verbrennungsluft?)
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  #94  
Alt 15.01.2020, 11:23
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Moin Günter,

Deine Fragen kann ich Dir erst "zu gegebener Zeit" beantworten, weil die nur im Wege eines "Leistungsheizens" mit entsprechendem Prüfstand wirklich zu ermitteln sind und dann auch nur für den konkreten Moment gelten, weil da eben neben Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind noch viele andere Faktoren Einfluß haben (eigene ernüchternde Erfahrung). Insofern lernt man beim Umgang mit Dampfanlagen die Demut vor der Schöpfung - man kann zwar (fast) Alles rechnen, aber die Wirklichkeit ist meist doch ein wenig anders, als man erwartet hat.

Die Kennziffern im Rechenblatt sind Annahmen auf Grundlage ausgeführter Kessel und folglich "Theorie", die irgendwann auf "das Kriterium der Wahrheit" treffen werden.

Die Dampfanlage wird im Kondensatorbetrieb laufen, weshalb auf eine separate Speisewasservorwärmung aus gegenwärtiger Sicht verzichtet werden kann.
Zum Auffüllen der Wasserverluste im Betrieb - Pfeifen, Leckagen u.a. - wird ein Injektor eingesetzt werden.

Jetzt geht es erst mal an die Beschaffung des Materials.

Viele Grüße
Dietrich
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