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  #21  
Alt 13.05.2019, 08:12
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Kladower Kladower ist offline
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Zitat:
Zitat von Oskj Beitrag anzeigen
Ich käme nie auf die Idee 4 Stunden zu "tuckern" um dann 10 oder 20 Liter zu sparen anstelle einer Stunde.unterwegs zu sein ....
Das hat doch auch niemand empfohlen. Entweder tuckern oder gleiten, nur den Bereich dazwischen sollte man vermeiden.

Im Buch Motorkreuzer und schnelle Sportkreuzer gibt es eine sehr aussagekräftige Grafik zu dem Thema. Bei einer relativen Geschwindigkeit von R=5,25 ist der Formwiderstand am höchsten, Wellenbildung und Spritverbrauch sind maximal. Ein V8-Schluckspecht verbraucht bei dieser Geschwindigkeit relativ gesehen genau so vielmehr, wie ein sparsamer Diesel. Wenn man schneller fährt sinkt der Verbrauch pro Kilometer wieder.

Welche reale Geschwindigkeit das ist, kann sich jeder selbst nach der Formel V = 5,25 * √Lwl ausrechnen (Lwl = Länge der Wasserlinie).
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  #22  
Alt 13.05.2019, 08:42
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Zitat:
Zitat von olli81 Beitrag anzeigen
Hallo Gerhard,

ich hatte tatsächlich überlesen, das der TE nen Diesel hat, an der Aussage der Wirtschaftlichkeit würde ich aber trotzdem nichts ändern: obere Verdrängerfahrt ist sicherlich das unwirtschaftlichste Fahren, das Du nem Gleiter zumuten kannst, außerdem schmeißt Du ne Welle, mit der Du Dir bei allen anderen Begegnungen keine Freunde machst..
Ob die Drehzahlen durch das andere Drehmomentverhältnis natürlich vergleichbar sind kann ich nicht sagen, aber die Logik ist übertragbar...

Hallo,

der AQ131C ist ein Benziner.
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Gruß
Werner

es kommt nicht drauf an welches Boot du fährst, sondern wer es fährt...
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  #23  
Alt 13.05.2019, 19:37
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Hallo und Danke für die rege Beteiligung.
Werde die „Sachlage“ an Pfingsten beobachten.
Somit habe ich nun auch etwas Hintergrundwissen und kann meiner Mannschaft (Familie) das Thema ganz gut erklären.
Grüße
Stefan
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  #24  
Alt 13.05.2019, 20:20
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Zitat:
Zitat von Kladower Beitrag anzeigen
Welche reale Geschwindigkeit das ist, kann sich jeder selbst nach der Formel V = 5,25 * √Lwl ausrechnen (Lwl = Länge der Wasserlinie).
Womit wir wieder bei der guten alten Rumpfgeschwindigkeit wären - nur dass die Länge hier in Metern und die Geschwindigkeit in km/h gerechnet werden.

Die Abweichung, die noch verbleibt, liegt lediglich an den etwas unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Konstante (1,34x√LWL), die sich erst im Laufe der 70er Jahre für die damals üblichen L/B Verhältnisse von Handelsschiffen als Standard etabliert hat. Ist aber bei den Längen, die hier im Forum vertreten sind, ohnehin zu vernachlässigen.
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  #25  
Alt 14.05.2019, 06:13
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Der Faktor 1,34 ist mir noch nicht untergekommen. Nach der Faustformel für die Einheiten Meter und km/h wird die Rumpfgschwindigkeit meist mit R=4,5 angegeben. und laut Juan Baader verkehren die großen Handelsschiffe bei R=3.
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Gerhard

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  #26  
Alt 14.05.2019, 12:38
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Zitat:
Zitat von Kladower Beitrag anzeigen
Der Faktor 1,34 ist mir noch nicht untergekommen. Nach der Faustformel für die Einheiten Meter und km/h wird die Rumpfgschwindigkeit meist mit R=4,5 angegeben. und laut Juan Baader verkehren die großen Handelsschiffe bei R=3.
Soweit ich weiß, sind Rumpfgeschwindigkeit und Fahrzustand aber nicht das gleiche.
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  #27  
Alt 14.05.2019, 13:11
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Zitat:
Zitat von schimi Beitrag anzeigen
Soweit ich weiß, sind Rumpfgeschwindigkeit und Fahrzustand aber nicht das gleiche.
Was meinst Du mit Fahrzustand?
Die Rumpfgeschwindigkeit ist ein theoretischer Wert, bei der die Länge der Bugwelle genau so lang ist wie die Wasserlinie des Bootes und sich Bug- und Heckwelle überlagern. Bis zu der Geschwindigkeit kann man mit einem Verdränger noch problemlos fahren.
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  #28  
Alt 14.05.2019, 15:12
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Zitat:
Zitat von Oskj Beitrag anzeigen
Immer spannend.
Werfe mal folgendes ein.
Möglichkeit 1 :ich fahre eine Stunde mit 40km/h in Gleitfahrt und verbrauche 40Liter in der Stunde. Dabei lege ich eine Strecke von 40 km zurück.
Möglichkeit 2 : ich fahre mit 10 km/h und lege 40 km zurück. Dafür fahre ich 4 Stunden lang und wieviel Benzin verbrauche ich da ?
Ich behaupte 12-15 Liter pro Stunde mit dem AQ 131. Also 48-60 Liter
Behaupten kann man viel.

Meine Shetland braucht bei 35 km/h genau das Gleiche wie bei 11 km/h auf den km gerechnet; es geht nur mal schneller und halt mal langsamer. Und ich denke, die absoluten Werte des 80 PS Yamaha spielen da überhaupt keine Rolle und sind übertragbar.
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  #29  
Alt 14.05.2019, 17:29
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Zitat:
Zitat von Kladower Beitrag anzeigen
Was meinst Du mit Fahrzustand?
Die Rumpfgeschwindigkeit [..] Bis zu der Geschwindigkeit kann man mit einem Verdränger noch problemlos fahren.
Nicht ganz. Die Rumpfgeschwindigkeit ist das theoretische Maximum, soweit richtig. Diesem Maximum geht aber ein Bereich mit steil ansteigendem Energieaufwand voraus. Nach meinem Verständnis geht der ökonomische Bereich nur bis ungefähr 80% der Rumpfgeschwindigkeit, abhängig von den tatsächlichen geometrischen Gegebenheiten. Danach beginnt der Energieaufwand stark anzusteigen.
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Alt 14.05.2019, 21:25
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Zitat:
Zitat von Rush Beitrag anzeigen
Nach meinem Verständnis geht der ökonomische Bereich nur bis ungefähr 80% der Rumpfgeschwindigkeit...
So ist das. Rumpfgeschwindigkeit lässt sich ja auch mit dem S/L Verhältnis von 1,34 beschreiben (auf die Einheiten Knoten und Fuss bezogen). Und im Allgemeinen liegt der ökonomisch beste Bereich bei einem S/L von 1,1 bis 1,2.

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Alt 15.05.2019, 10:21
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Zitat:
Zitat von Rush Beitrag anzeigen
Die Rumpfgeschwindigkeit ist das theoretische Maximum, soweit richtig.
Ein bisschen mehr geht wohl noch.

Baader beschreibt es so (Kommentare in Klammern von mir):

R= 4,5 (S/L=1,34):
Bis zu diesem Geschwindigkeitsgrad dürfen runde oder spitze Hecks noch ohne Nachteil angewandt werden. Schiffe mit breitem Spiegel und sehr flachem achterem Boden vertrimmen in Fahrt noch kopflastig. (Wird allgemein als Rumpgeschwindigkeit bezeichnet).

R=4,9 (S/L=1,46): Dieses ist die oberste Grenze der überhaupt mit runder Heckform erreichbaren Geschwindigkeit. Es wird dabei eine Heckwelle von gewaltigem Ausmaß erzeugt, weil das ganze Heck im ersten Wellental versinkt. Die Fahrt ist höchst unwirtschaftlich, eine übertrieben hohe Leistung muss aufgewandt werden.

R = 5,25 (S/L=1,57): Hier befindet sich jedes Boot am Punkte des größten relativen Widerstands. Selbst bei günstigster Schiffsform bildet sich eine starke Heckwelle aus. Kein Schiff mit rundem Heck kann diese Geschwindigkeit erreichen.
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Alt 15.05.2019, 12:56
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Ich beziehe mich in meiner Aussage auf folgende Information aus einer Doktorarbeit:
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Leider geht daraus nicht hervor, gegen welchen Maximalwert die Funktion asymptotisch ansteigt. Vielleicht ist es ja der genannte 1,57.
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Alt 15.05.2019, 14:21
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Zitat von Rush Beitrag anzeigen
Ich beziehe mich in meiner Aussage auf folgende Information aus einer Doktorarbeit:
Danke für den Link - da habe ich ja wieder was zu lesen

Ich denke wir sind uns aber einig, dass ökonomisches Fahren nur deutlich unterhalb der Rumpfgeschwindigkeit stattfindet, oder eben beim Gleiten.
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  #34  
Alt 15.05.2019, 14:27
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Ehrlich gesagt ist mir die Praxis bedeutend lieber.
Bei 12 km/h braucht meine Shetland 1/3 mehr Sprit als bei 11 km/h.
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  #35  
Alt 15.05.2019, 19:43
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Zitat von Kladower Beitrag anzeigen
Danke für den Link - da habe ich ja wieder was zu lesen

Ich denke wir sind uns aber einig, dass ökonomisches Fahren nur deutlich unterhalb der Rumpfgeschwindigkeit stattfindet, oder eben beim Gleiten.
Ja, sind wir.
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