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Törnberichte Wie der Name schon sagt. Keine Antwortmöglichkeit!

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Alt 21.09.2018, 14:12
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Standard Herbstfahrt 14.09. – 17.09.2018

10 Selbstbedienungsschleusen
15 Selbstbedienungsbrücken
4 bediente Schleusen
75 bediente Brücken




Der heiße Sommer sollte sich so langsam dem Ende neigen. Die Prognosen für das Wochenende waren dennoch so gut, dass die Vorfreude bei allen TBCOlern riesig war.
So groß, dass die Black Pearl sich schon einen Tag vorher auf den Weg in die Province Groningen machte.
Der Treffpunkt am Freitag für alle war der Vakantiepark Emslandermeer (53°02'07.7"N 7°06'28.9"E, emslandermeer.nl). Da dort aber keine Sanitäranlagen zur Verfügung stehen, beschloss die Black Pearl ans Oldambtmeer zum Yachthafen Midwolda (53°11'53.9"N 7°02'05.9"E, jachthavenmidwolda.nl) zu fahren und dort zu wassern. Die Liegegebühren im Hafen betragen 1 Euro pro Meter plus 1,80€ Kurtaxe pro Person. Stromsäulen werden mit einem Euro geschaltet, Duschen sind frei.
Der Hafen stand eh für eine Übernachtung im Plan und sollte auch der Schlusspunkt der Route sein, so dass das Gespann schon im richtigen Hafen stand.
Freitag 14.09.2018
Nach einer ruhigen Nacht machte sich das Boot auf in Richtung Emslandermeer.
In der Provinz Groningen ist es wichtig, sich einen Schlüssel für die Selbstbedienungsbrücken und -schleusen zu besorgen. Dieser kann gegen 35€ Pfand an verschiedenen Stellen in der Region ausgeliehen werden. Ohne diesen steht man irgendwann vor einer niedrigen Brücke und kommt nicht weiter, weil diese ohne den Schlüssel nicht zu bedienen ist. Der Schlüssel garantiert auch, dass die Brücke nach der Nutzung wieder geschlossen wird. Ohne die Brücke zu schließen, lässt sich der Schlüssel nicht abziehen.
Nach einem kurzen Abstecher nach Winschoten, machte die Black Pearl sich auf die 38 km lange Fahrt. Bewusst wurde die Strecke über das Veendiep gewählt, da die einzige Alternative ein schnurgerader Kanal gewesen wäre.
Beim Eintreffen wurde gerade die Stöpsel zu Wasser gelassen, während Alfreds Hii… bereits fachmännisch an Reisigzweigen vertäut schwamm.
Nach der obligatorischen Begrüßung machten sich die 3 Boote sofort auf den Weg, da die Zugbrücke zum Hafen nur während den Öffnungszeiten des Familienbades bedient werden kann.


Wegen der fortgeschrittenen Stunde lag das Tagesziel im 8,5km entfernten Bourtange. Nahe der alten Festung gibt es den Campingplatz Camping 't Plathuis (53°00'34.3"N 7°11'06.9"E, plathuis.nl), der eine Handvoll Liegeplätze am Ende des Bourtangekanals bereitstellt. Auch hier ruft man einen Euro pro Meter an Liegegebühren auf. Das Sanitärgebäude wird mit dem Campingplatz geteilt, die Duschen mit 50 Cent Münzen gefüttert.





Leider liegt das Hafen direkt an der Durchgangsstraße, so dass die vorbeifahrenden LKWs den ein oder anderen in der Nachtruhe stören können.
Die Besatzungen machten sich dann auf den Weg in die Festung um ein wenig feste Nahrung zu sich zu nehmen. Dort angekommen mussten sie feststellen, dass das einzige Restaurant sich wohl auf die Tagesgäste spezialisiert hat und nach 19:00 Uhr kein Essen mehr anbietet. Lediglich das Café 't Oal Kroegie gegenüber bot an uns Snacks zuzubereiten, die in Ermangelung einer Alternative dann angenommen wurden.
Während sich die Meute über Frikandel und Chicken Nuggets hermachte wurde es dann feierlich. Werner, Ute und Stefan bekamen ihren TBCO Wimpel überreicht und sind damit offizielle Mitglieder.




Im Anschluss besuchte man noch den Pub auf dem Campingplatz um den Schlummertrunk zu genießen.
Samstag 15.09.2018
In der Nacht regnete es ein paar Mal heftig, aber am Morgen war alles wieder gut. Nach dem Frühstück ginge alle nochmal in die nahegelegene Festungsanlage um sich dieses Kleinod im Hellen ansehen zu können.





Nach Minishopping und einer Tasse Kaffee folgten die beiden Boote der Black Pearl auf der denen schon bekannten Route nach Midwolda.




An eine der Brücke nahe der A7 sahen wir das Gespann der Najade vorbeifahren, die noch auf dem Landweg ebenfalls auf dem Weg nach Midwolda war.
Die Fahrt über die Kanäle nahm aber noch so viel Zeit in Anspruch, dass Najade schon am Steg lag, als der Verband einlief.
Kaum waren die Boote fest am Steg, machten die Hii…s und Stöpsels per Auto auf zum Emslandermeer um die Gespanne nach Midwolda, dem finalen Zielpunkt zu bringen.
Frank und Martina hatten in Midwolda gute Erfahrungen im Restaurant Old School gesammelt und diese wollten die anderen dann auch machen. Leider hatten die dort schon eine größere Gesellschaft, so dass man erst nach Stunden etwas zu Essen bekam. Die Wartezeit wurde aber mit frischen Getränken und interessanten Gesprächen überbrückt.
Sonntag 16.09.2018
Für den Sonntag stand die Route Midwolda – Zuidlaardemeer auf dem Plan. Um auch diese Fahrt so attraktiv wie möglich zu gestalten, schleuste man direkt am Hafen in die „Blauwe Fahrt“.



Heike und Ayleen mussten sich leider schon verabschieden. So fuhr Alfred alleine auf der Hii… mit, was einem Routinier wie ihm aber keine Probleme bereitet.
Eigentlich wollte man in Nieuwolda die Spitzkehre Richtung Scheemda fahren, als sich einige an eine berühmte Pommesbude in Termunten erinnerten.
Also fuhr man weiter Richtung Norden bis an die letzte Schleuse vor New York, quasi.
Ein Blick über den Deich und dann ab ins Vispaleis Westerhuis, wo man sich an Fischbrötchen und Kibbeling labte.



Die Fahrt zum Tagesziel nahm wieder einiges an Zeit in Anspruch. Die Uhr im Nacken (die fernbedienten Brücken des Winschoter Diep werden Sonntags nur bis 19:00 Uhr bedient) erreichte man erst kurz vor Sonnenuntergang den Zielhafen Allround Watersport Meerwijck (53°08'36.7"N 6°42'33.5"E, allroundwatersport.nl).
Erwartungsgemäß war kein Hafenmeister mehr anzutreffen. Die Sanitäranlagen sind aber nicht verschlossen. Lediglich die notwendigen Duschmarken konnten nicht mehr beschafft werden.
Bevor es zu dunkel wurde, wurden Tische, Stühle und der Grill aufgebaut. Schließlich hatte die Najade wieder reichlich feinstes Grillgut gebunkert. Die anderen Boote beteiligten sich mit Salaten und all den Sachen, die für einen gelungenen Abend notwendig sind.
Montag 17.09.2018
Ausschlafen gibt es nicht!
Die Weiterfahrt war eine sogenannte begleitende Fahrt. Manche brücken- und schleusenreiche Strecken in der Region werden von städtischen Mitarbeitern begleitet.
Hierfür gibt es feste Treffpunkte zu bestimmten Zeiten wo sich die Boote treffen, die am Konvoi teilnehmen wollen.
Der Konvoi wird dann von drei oder vier Mann auf Motorrollern oder Fahrrädern begleitet die die Brücken und Schleusen vorbereiten und bedienen. Nachdem die Boote die Brücke passiert haben, werden die Brücken wieder geschlossen. Der nächste Mitarbeiter steht dann schon an der folgenden Brücke und erwartet den Tross. Und das Ganze ist für den Bootsfahrer kostenlos.
In Bareveld, dem Ende der ersten begleitenden Fahrt angekommen, wollte man den Stadskanaal nehmen um über Nieuwe Pekela und Oude Pekela nach Winschoten zu fahren. An der ersten Brücke endete die Fahrt aber. Mitarbeiter der Stadt machten uns darauf aufmerksam, dass hier die Fahrt erst um 15:00 Uhr weiterginge. Das passte nun absolut nicht in den Terminplan, da die Pekela-Fahrt ebenfalls begleitet ist und es zu befürchten war, nach 15:00 Uhr keine Begleitung mehr zu bekommen. Die Mitarbeiter waren aber so freundlich uns für 13:00 Uhr eine Fahrt durch Bareveld zu organisieren.
Also Pause eingelegt bis pünktlich um Eins die Fahrt weiterging.





Bis Mitte Veendam wurden wir begleitet. Der obligatorische Obolus wurde entrichtet und unbegleitet fuhr man wieder zum Winschoter Diep. Die ursprüngliche Strecke wäre landschaftlich sicherlich reizvoller gewesen, aber manchmal müssen Planung und Umsetzung halt voneinander abweichen.




Gegen 17:00 Uhr erreichten die Boote dann Midwolda. Nach gewohntem Prozedere wurden die Boote auf die Anhänger gebracht und für den Transport gesichert.
An diesem Wochenende hat alles gepasst. Wetter, Landschaft, Leute. So macht Bootfahren Spaß


den ganzen Bericht mit Bildern gibt es unter



https://www.trailerbootclub-ostfries...rbstfahrt.html
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