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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel

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  #26  
Alt 24.05.2026, 22:59
Thomas69 Thomas69 ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Føx Beitrag anzeigen
Ich hab auch 230V 16A Automaten. Die Lösen zuverlässig aus(getestet...) und das ist auch grundsätzlich kein ding bzgl zulasung des Bootes.


Das sind aber keine Schalter und sollten auch nicht als solche genutzt werden.
Kann man trefflich drüber streiten: der Begriff "Leitungsschutzschalter" kommt ja nicht von ungefähr.

Aber du hast Recht: zum "betriebsmäßigen Schalten" sind die nicht vorgesehen.

Nicht daß sie es nicht könnten!

Der Grund liegt darin daß die Mechnik damit verschleißt um dann im entscheidenden Moment (bei einer Überlast oder Kurzschluß) zu versagen. Die Anzahl zulässiger Schaltspiele ist begrenzt und könnte mit ständigem manuellen Schalten vorzeitig erreicht werden.

In der Praxis habe ich schon als Schalter mißbrauchte LS erlebt die über Jahrzehnte gehalten haben (morgens Licht an, abends Licht aus). Richtig ist das nicht....
__________________
Grüße in die Runde!
Thomas
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  #27  
Alt 24.05.2026, 23:02
FDSHD FDSHD ist offline
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Kritisch ist zu sehen, dass Charakteristik C den magnetischen Auslöser erst beim 5....10 fachen Nennstrom auslöst. Kommt dann noch Faktor 1,5 drauf, ist es bei langen, dünen Leitungen unwarscheinlich, dass der anspricht.
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  #28  
Alt 24.05.2026, 23:05
Thomas69 Thomas69 ist gerade online
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Zitat:
Zitat von FDSHD Beitrag anzeigen
Kritisch ist zu sehen, dass Charakteristik C den magnetischen Auslöser erst beim 5....10 fachen Nennstrom auslöst. Kommt dann noch Faktor 1,5 drauf, ist es bei langen, dünen Leitungen unwarscheinlich, dass der anspricht.
Daher sollte man schon die korrekten Leitungsquerschnitte passend zur Absicherung und Spannungsfall verwenden! Die Speiseseite mit einem Akku ist jedenfalls genügend potent um kA fließen zu lassen.

Die magnetische Schnellauslösung ist bei einer Niedervoltanwendung aber relativ Wumpe. Die Schnellauslösung ist ausschließlich dafür gedacht in einer 230Volt Installation eine gefährliche Berührungsspannung so schnell wie möglich abzuschalten. Bei nur 12/24 Volt kann die Berührungsspannung nie gefährlich werden.

Der thermische Auslöser ist dann immer noch so schnell wie eine ATO oder sonstige Schmelzsicherung. Und der Ansprechstrom/Charakteristik des thermischen Auslösers hat keinen Faktor zwischen DC und AC. Steht auch im Handbuch...
__________________
Grüße in die Runde!
Thomas

Geändert von Thomas69 (24.05.2026 um 23:17 Uhr)
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  #29  
Alt 25.05.2026, 03:40
Benutzerbild von Hatti R
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Zitat:
Zitat von Thomas69 Beitrag anzeigen
Wenn schon dann SPANNUNGEN bis 72 /125Volt. DAS ist das entscheidende Kriterium, nicht der Strom. Der ist doch durch den Nennstrom vorgegeben ab dem der LS auslösen soll.
Stimmt.
War schon spät gestern.
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Grüße aus Regensburg
Holger
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  #30  
Alt 25.05.2026, 11:13
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Ja, der thermische Auslöser geht alleine über den Effektivwert. Der Magetische Auslöser soll auch verhindern, dass da Kiloamperes für ne halbe Sekunde fließen und Schaltgeräte usw. zerstören.

Von Phoenix Contact gibt es die Serie TCP, z. B. TCP6A für 6A. Die passen in die Standardsockel der KFZ Flachsicherungen. Und die lassen sich per Druckknopf ein-und ausschalten. Kompakte, gute Lösung für sowas. Die passenden Sockel gibts auch dazu.
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  #31  
Alt 25.05.2026, 11:31
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Zitat:
Zitat von FDSHD Beitrag anzeigen
Ja, der thermische Auslöser geht alleine über den Effektivwert. Der Magetische Auslöser soll auch verhindern, dass da Kiloamperes für ne halbe Sekunde fließen und Schaltgeräte usw. zerstören.

Von Phoenix Contact gibt es die Serie TCP, z. B. TCP6A für 6A. Die passen in die Standardsockel der KFZ Flachsicherungen. Und die lassen sich per Druckknopf ein-und ausschalten. Kompakte, gute Lösung für sowas. Die passenden Sockel gibts auch dazu.
Dafür gibt es aber die Energiebegrenzungsklasse bei Leitungsschutzschaltern. In Deutschland mittlerweile üblich/vorgeschrieben: Klasse 3. Das bedeutet daß der LS mit seinem thermischen Auslöser den Strom auf ungefährliche Werte begrenzt. Also auch von dieser Seite alles GRÜN.

Bekannter als die Phoenix sind die Steckautomaten von E.T.A Findet man sehr häufig in solchen Installationen. Aber auch dort muß dann die Speiseseite sorgfältig aufgebaut sein denn die Summe der Ströme kann leicht über 100A gehen. Da ist die Verdrahtung/Aufbau mit einfachen LS schon clever: die Phasenschienen sind IMMER für 63A Dauerstrom gut, es gibt auch verstärkte Ausführungen. Mal abgesehen davon daß bei üblichen LS bis zu 25mm² angeschlossen werden können. Wer den Platz dafür hat ist damit gut beraten.
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Grüße in die Runde!
Thomas

Geändert von Thomas69 (25.05.2026 um 11:52 Uhr)
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  #32  
Alt 25.05.2026, 12:53
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Zitat:
Zitat von Pinne Beitrag anzeigen
Ich habe mir ein Schiff angeschaut und fand dort folgende An- und Ausschalter für das 12-Volt-Netz. Hier ist also Sicherung und Schalter in einem. Immerhin wurde die Elektrik von einer Werft vor etwa 15 Jahren überarbeitet. Sieht komisch aus, ist das so erlaubt? Kann mir jemand was dazu sagen?
Dank vorab
Wolfgang
Warum soll das nicht erlaubt sein?
Mein 12V Sicherungskasten hat auch die bekannten Klappsicherungen, aber für fast alles noch zusätzlich ein Schaltpanel im Cockpit.
Damit man nicht umständlich alle Sicherungen klappen muss, sind bei mir ein paar mehr.

Grüße

Totti
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  #33  
Alt 25.05.2026, 13:11
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Zitat:
Zitat von Totti-Amun Beitrag anzeigen
Warum soll das nicht erlaubt sein?
Mein 12V Sicherungskasten hat auch die bekannten Klappsicherungen, aber für fast alles noch zusätzlich ein Schaltpanel im Cockpit.
Damit man nicht umständlich alle Sicherungen klappen muss, sind bei mir ein paar mehr.

Grüße

Totti
Wobei mich etwas wundert daß die Anschlüsse alle mit Crimpverbindern ausgeführt sind?

Einer der großen Vorteile bei LS ist doch daß man da direkt mit AEH arbeiten kann was eine viel höhere Zuverlässigkeit bietet.

Aber sonst: clever und gut "sortiert"
__________________
Grüße in die Runde!
Thomas
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  #34  
Alt 25.05.2026, 18:44
ingo_051108 ingo_051108 ist offline
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Zitat:
Zitat von Hatti R Beitrag anzeigen
Jetzt hast Du Dir aber Mühe gemacht.
Naja, so viel Mühe war das jetzt gar nicht.
In meiner Zeit als Maschinenbaukonstrukteur war das mein täglich Brot (CE-Konformitätserklärungen entspr. Maschinenrichtlinie, harmonisierte Normen etc.).

Im Bootsbau sind es halt nur etwas andere Normen, mit denen ich mich heute auseinandersetzen darf.
__________________
Viele Grüße,

Ingo
_________________________________________
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis,
ist in der Praxis größer, als in der Theorie.
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  #35  
Alt 25.05.2026, 21:18
Quatschko Quatschko ist offline
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Zitat:
Zitat von Thomas69 Beitrag anzeigen
Dafür gibt es aber die Energiebegrenzungsklasse bei Leitungsschutzschaltern. In Deutschland mittlerweile üblich/vorgeschrieben: Klasse 3. Das bedeutet daß der LS mit seinem thermischen Auslöser den Strom auf ungefährliche Werte begrenzt. Also auch von dieser Seite alles GRÜN.
Möchtest du den Absatz noch einmal lesen und korrigieren?
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  #36  
Alt 25.05.2026, 22:34
Thomas69 Thomas69 ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Quatschko Beitrag anzeigen
Möchtest du den Absatz noch einmal lesen und korrigieren?
Vielleicht so?

Ein Leitungsschutzschalter kann den Strom in seiner Höhe nur bedingt begrenzen (das macht der thermische Auslöser mit seinem Widerstand). Allerdings kann er die Stromflussdauer beeinflussen. Mit einem möglichst unverzögerten Ansprechen des Schutzschalters wird erzielt, dass der zu erwartende unbeeinflusste Kurzschlussstrom schnellstmöglich unterbrochen und dessen Scheitelwert nicht erreicht wird. Die Ausführung des magnetischen Schnellauslösers in Verbindung mit der Lichtbogen-Löscheinrichtung (Löschkammer mit Löschblechen) spielen dabei eine wichtige Rolle.

Zitiert aus einem Aufsatz der Firma Doepke die solche Geräte/LS herstellen.
__________________
Grüße in die Runde!
Thomas

Geändert von Thomas69 (25.05.2026 um 22:56 Uhr)
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