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| Motoren und Antriebstechnik Technikfragen speziell für Motoren und Antriebstechnik. |
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#1
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Hallo liebe Boote-Forum Mitglieder,
ich bin neu hier im Forum und auch Neuling als Bootsbesitzer. Zu meiner Person ich bin 51 Jahre alt, lebe in der Region Berlin/Brandenburg und habe grundsätzliches Verständnis wie ein Verbrennungsmotor arbeitet und auch die Funktionsweise eines Vergaser sind mir bekannt. Allerdings habe ich von Außenbordern keinerlei Ahnung! Im November habe ich mir mein erstes kleines Angelboot (Ibis II) mit einem Mercury Mariner 15PS Zweizylinder-Zweitakt-Außenborder (Normalschaft) aus dem Baujahr 1997 gekauft. Der Motor hat eine Fernsteuerung mit E-Starter und E-Choke. Da der Motor beim Besichtigungstermin natürlich nicht anspringen wollte, wurde mit dem Vorbesitzer vereinbart, dass der Motor erstmal einen Service und Vergaserreinigung bekommt und die Kosten geteilt werden. Somit wurde von einer Boots-Service Firma folgendes gemacht: - Getriebeöl gewechselt - Impeller erneuert - Zündkerzen erneuert - Benzinfilter erneuert - Vergaser mit Ultraschallbad gereinigt und neuer Dichtungssatz - Angeblich getestet und eingestellt (was in einer Testtonne möglich ist) Ich habe jetzt festgestellt, und das wäre meine Frage an Euch, dass der Motor an mehreren Stellen am Antriebswellen-Schaft seine Auspuffgase heraus bläst wie zum Beispiel an der Öffnung wo die Schaltstange in den Schaft läuft. Ist das normal? Wenn ich es richtig verstanden habe, werden die Abgase über die Propellerwelle mit dem Kühlwasser abgegeben. Im Standgas kommt dann aber der "Hilfs-Auspuff" über der Wasseroberfläche zum Einsatz, da der Gegendruck unter Wasser zu groß wäre, oder?. Die Auspufföffnungen (eine kleine Bohrung und eine etwas größere und ich meine nicht die für den Kontrollstrahl des Kühlwassers) befinden sich ja im oberen Bereich des Antriebswellen-Schaftes unter dem Kraftkopf, sollten nur dort dann Abgase austreten? Die kleinere Bohrung ist leider auch gut verdreckt, warum auch immer dort zwei Bohrungen sind! Habe ich da eine kaputte Dichtung bzw. einen anderen Defekt? Was ich noch festgestellt habe, wenn der Motor im Standgas läuft und man mit zwei Mann zum Heck geht und das Boot tiefer ins Wasser eintaucht, fängt der Motor an zu stottern und geht dann aus, bzw. der Motor säuft regelrecht ab! Das war reproduzierbar, denn wenn einer wieder Mittschiff gegangen ist, ging der Motor wieder vom Stottern in das normale Standgas über. Ist die Abgasleitung zum Unterwasserteil, wie bei einem Auto, ein eigenes Rohrsystem was korrodieren kann und mir jetzt Wasser, je nach Eintauchtiefe des Motors, in das Abgassystem läuft und dabei den Motor absäuft weil er nicht genug Abgase loswerden kann? Da bin ich mir aber nicht sicher, ob dass nicht ein Problem mit dem Vergaser bzw. der Schwimmernadel und -Ventilsitz ist. Da warte ich auf Ersatzteile, denn beim hochkippen des Motors nach dem Betrieb läuft mir Benzin aus dem Ansaugstutzen des Vergasers. Vielleicht reicht hier ja auch die leichte Neigung des Motors, wenn das Heck weiter ins Wasser taucht, dass der Schwimmerbehälter überlauft und mir den Motor abwürgt. Also für Eure Antworten / Ideen / Anregungen bedanke ich mich im Voraus! Schönen Gruß Lutz |
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#2
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Abgase sollten nur am Nebenauspuff und der Propellernarbe raus kommen.
Warscheinlich sind Abgasrohr oder Dichtungen im Schaft undicht. Das aus gehen kann 2 gründe haben. 1. Schwimmerstand zu hoch, Vergaser läuft über wenn das Boot zu schräg liegt. 2. Leerlaufdrehzahl zu niedrig eingestellt. Motor geht aus weil durch tieferes eintauchen im Wasser der Abgasgegendruck höher ist als in der Testtonne. Einem Bekannten hatte ich mal die Vergaser perfeckt eingestellt an Land mit Spühlohren. ( kein Abgas gegendruck ) Als er im Wasser war und Fahren wollte lief der Motor nicht auf Standgas. (Abgas gegendruck ) Bin hingefahren, habe das Standgas höher eingestellt und dann war alles gut.
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Gruß Jogie,
![]() der KFZ Mechaniker der alles selber am Boot macht |
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#3
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Hallo Jogie,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Da ich in der Explosionszeichnung nicht erkennen kann das hier ein Abgasrohr verbaut ist wird es hoffentlich die Dichtung sein. Das Getriebegehäuse wurde ja auch von der Werkstatt abgenommen um den Impeller zu wechseln. Vielleicht haben die "auch" diese Dichtung nicht richtig wieder eingesetzt - hatten mir eine falsche Dichtung schon zwischen Vergaser- und Zylinderkopf-Flansch eingebaut. Na ja, mal schauen wie man das ganze abmontiert bekommt... Standgas musste ich auf dem Wasser auch nachstellen - aber wenn keiner Achtern ist läuft er im Standgas normal. Wird bestimmt wie Deine Vermutung der Schwimmer sein, habe aber laut Handbuch den Schwimmer ausgemessen und der sollte stimmen. Muss die Nadel erstmal tauschen und vielleicht den Ventilsitz nachpolieren... Vielen Dank und schönes Wochenende... Lutz Geändert von beachborg (17.04.2026 um 13:02 Uhr) |
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#4
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Ein Schwimmernadelventil besteht immer aus 2 Teilen. Wenn neu, gibt es da nichts zum Nachpolieren.
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Gruß Klaus Schöne Grüße an den August |
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#5
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Hallo Klaus,
bei dem "kleinen" Vergaser scheint es aber so zu sein, dass der Ventilsitz in das Vergasergehäuse eingepresst ist. Zumindest wüsste ich nicht wie man es rausbekommt, da keinerlei Ansatz zum herausschrauben zu sehen war. Das Reparatur-Kit für diesen Vergaser hat meines Erachtens auch nur eine Schwimmernadel und keinen Ventilsitz als Ersatzteil. Werde den Vergaser ja erneut ausbauen und schaue mir das dann noch mal ganz genau an und sehe ja was als Teile in dem Set vorhanden sind... Danke und schönes Wochenende... |
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#6
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Moin,
hast Du Regenbogen auf dem Wasser wenn der Motor ausgeht wenn hinten 2 Mann stehen? Wenn nicht würde ich spekulieren das der Vergaser nicht überläuft. Das Abgasgeblubber aus diversen Öffnungen halte ich für unproblematisch. Zwischen Unterwasserteil und Schaft ist keine Dichtung. Da kann schon mal ein bisschen Abgas seinen Weg zu einer anderen Öffnung finden. Oder die Dichtungen zwischen Powerhead und Adapterplatte und Schaft sind defekt. Und das ist halt auch kein neuer Motor mit Einspritzung und viel Regelelektronik. Das kann schonmal ein bisschen rappelig laufen und auch mal aus gehen. Wenn das ansonsten gut fährt und anspringt würde ich am Vergaser nicht rumfummeln. Zumal der ja in einer Fachwerkstatt gereinigt wurde und neue Dichtungen bekommen hat. mfg Mario |
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#7
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Hallo Lutz,
in welcher Werkstatt warst Du? Das Ausgehen kann - wie schon erwähnt - vergaserbedingt sein. Da wäre also das Schwimmerventil mit dem tatsächlich nicht wechselbaren Ventilsitz oder der Schwimmer selbst. Ich hatte mal einen undichten Schwimmer beim 15er und großen "Spaß" damit. Da soff der Motor tatsächlich lagebedingt ab. Nebenluft wäre auch noch möglich, da reichen manchmal kleine Bewegungen an Schläuchen. Über die vermeintliche Undichtigkeit abgasseitig würde ich mir erstmal keine Sorgen machen. Die ganzen Verbindungen Kraftkopf-Schaft-Getriebe sind ohne eigentliche Dichtung und das Auspuffrohr endet mitten im Schaft. Die Dichtflächen zwischen Abgasplatte und Kraftkopf hingegen sind ziemlich breit. Übrigens: Ich fahre auch 15er 2T Mercury und ganz zufällig heißt auch mein Bürgermeister Ansgar Scharnke. Leider bin ich selten und grundsätzlich sowieso nur am WE zuhause Matthias P.S.: Mache einen Bogen um die China-Dichtsätze. Die Dichtungen und die Membranen für die Benzinpumpe quellen auf! P.P.S.: In der Explo ist die 10 das Abgasrohr. Das ist ca 30cm lang und 1 1/8 Zoll durchmessend. Geändert von nawarthmal (Heute um 10:33 Uhr) |
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