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| Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art. |
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#1
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Hallo zusammen,
mein Vater hat vor einigen Jahren diesen 16er Jollenkreuzer erworben (sh Bild 1) und wollte ihn wieder segelfertig machen - leider kam er nicht dazu. Ich habe mit diesem Projekt nun angenommen und nach einem Austausch mit dem damaligen Eigentümer sind insbesondere (neben vielen anderen eher auch machbaren Kleinigkeiten; Erneuerung Kimmleisten, neuer/gebrauchter Mast, vollständige Lackarbeiten) der Schwertkasten das Hauptproblem. Der Schwertkasten war damals wohl schon recht arg im Mitleidenschaft gezogen und in einer tschechischen Werft wurde das Boot (nach Aussage des Eigentümers) eher schlecht als recht restauriert. Beim Schwertkasten wurden einfach nur Holzplatten dranlaminiert, diese hab auch bereits ohne viel Aufwand (da eben schon halb rott) entfernen können. Nun steh ich bei der weiteren Demontage des Schwertkastens (um ihn dann fachgerecht erneuern zu lassen) vor diesen Befestigungen. Diese sind seitlich im oberen/mittleren Teil des Kastens angebracht. Ich will das Teil halt nicht komplett einfach rausreißen sondern Stück für Stück demontieren - sofern nichts dagegen spricht. Hier sind nun so Nietenartige Befestigungen dran. Sind das Nieten? Hättet ihr eine Ideen, wie ich das am Besten demontiere? |
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#2
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Moin Das sind die üblichen Kupferniete, die Vermietung,also der breit gekloppte Teil lässt sich mit einer groben Feile(Hieb1) oder einen Winkelschleifer leicht entfernen, die U-Scheibe mit Stecheisen ab hebeln, den Nietnagel mit einem Splintentreiber passendem Durchmessers raus treiben.
Wenn das so oder so neue Holzteile gibt, würde ich meinen Froppenbohrer nehmen und das Material rund um das Niet wegbohren Sollte der ganze Kram verleimt oder verklebt sein, wo von ich bei einem Schwertkasten ausgehe, ist da so wie so etwas zerstörende Gewalt angesagt. Gruß Hein
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#3
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Moin Selbst bestes Bootsbausperrholz ist für einen Schwertkasten m. E. nicht eine gute Wahl, wir haben 1978 den Schwertkasten unseres 30ers aus Kambala-Vollholz gebaut, wohl wissend, dass der innen durch das Stahlschwert einiges ertragen muss und nur schwer zu konservieren ist.
Andere haben damals das Ding gleich aus verzinktem Stahl oder Edelstahl als Schweißkonstruktion gebaut. Gruß Hein |
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#4
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Zitat:
aber ich schau es mir mal so an und dachte auch bereits, dass hier und da etwas Gewalt notwendig sein wird. |
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#5
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Moin Der größte Verschleiß findet innen im wechselfeuchtem Bereich statt. Kommt aber auch auf das Material des Schwertes an und wie es gelagert und geführt ist, sprich ob es beim rauf und runter lassen seitlich scheuert. Da die seitlichen Kräfte sehr groß werden können ist das relativ schwer zu unterbinden, deshalb hatten wir damals(1978) tropisches Hartholz gewählt, da könnte das stählerne Schwert sich lustig dran reiben wenn man beim Kurswechsel die Stellung anpassen wollte, das ist ja unter anderem der Vorteil an einem drehendem Schwert, das man den Lateral Schwerpunkt leicht verschieben kann, oder so gar so verändern kann um bei ordentlich Wind und See von achtern zu verhindern, daß das Boot über das Schwert "stolpert", musste ab und an mal sein wenn man sich mit Wind und Welle auf der Ostsee etwas verpeilt hat.
Gruß Hein
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#6
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Das Schwert ist aus Stahl/Eisen. Wenn ich das freigelegt hab, sollt ich ja erkennen können, ob es da massive Schleif- und Scheuerspuren vom Schwert an den Kanten gibt.
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#7
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Ich habe grade in den alten Schwertkasten meines 15ers nach Achtern weglaufende GFK- Leisten geklebt, die ein seitliches Scheuern am Holz verhindern sollen. Für den Schwertbolzen habe ich außerdem Kragenbuchsen mit Deckel und Schmierung konstruiert, welche jetzt eingeklebt sind, so dass die Abdichtung etwas zuverlässiger als mit der empfohlenen Flensburger- Flaschen- Dichtung sein könnte. Zumindest war das mein Gedanke, der Praxistest steht aus. Vielleicht ist sowas ja für die Überlegungen beim Neubau auch interessant.
Grüße, Johanna |
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