Zitat:
Zitat von ghaffy
Nur so als Ergänzung:
Das Gewicht des Bootes ist eigentlich eine ziemlich unwichtige Größe bei der Berechnung des Ankergewichts. Entscheidend ist die Größe des Aufbaus (Winddruck) bzw. das Unterwasserschiff (Strömungsdruck).
Im Wasser "wiegt" das Boot ja nichts. Es ist also nicht primär das Gewicht, dass am Anker zerrt, sondern der Wind und die Strömung. Und beide entwickeln umso größere Kräfte, je größer die Angriffsflächen sind, unabhängig von der Masse des Boots.
Daher wird in der Regel zu Berechnung des Ankergeschirrs nicht das Bootsgewicht herangezogen, sondern die Länge und Breite des Boots, allenfalls noch die Dimensionen des Aufbaus. 
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Wenn ich hier mal haarspaltend ergänzen darf

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Das Bootsgewicht ist bei unruhigem schwoien (Wind/Strom) schon ein Faktor den man bedenken sollte.
Allerdings kommt das Hauptmoment des Gewichtes beim einrucken in die Kette, wenn das Boot vom Anker weg treibt in Böen oder bei Stromwirbeln, den Umkehrmomenten am Ende des Schwoiwinkels oder bei Schwell zum tragen.
Selbst beim "langsamen" einrucken in die steif kommende Kette ist es schon ein erheblicher Unterschied ob Kette und Anker 2 oder 4 oder 8 t aufstoppen müssen. Zumal die Kräfte einer Masse bei zunehmender Bewegung heftiger zunehmen als die Geschwindigkeitszunahme.
Ich stecke für ein bequemes und ruckfreies schwoien auf allen Gründen, grundsätzlich und für alle Eventualitäten, wesentlich mehr Kette als "theoretisch vorgeschrieben"

(Langkiel, hohes Freibord, viel Aufbaufläche +Rigg als Windfang bei relativ hohem Gewicht für die Größe)
Und natürlich Kettenkralle, evtl. erinnerst Du Dich
PS: Mit Eventualitäten meine ich z.B. solche
http://www.youtube.com/watch?v=PbGh1...ature=youtu.be , Korshavn in der lieblichen, sommerlichen dänischen Südsee bei mild fächelndem Westwind.