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| Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art. |
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Themen-Optionen |
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#1
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Moin allerseits, alle paar Jahre läuft mir ein Boot über den Weg. Baustellen sind es ja immer irgendwie. Jedenfalls gibt es immer etwas zu verbessern, erneuern oder zu optimieren. Kurz: Ein Boot ist nie so wirklich fertig. Ich kann auf einige Erfahrung mit GFK Booten zurückblicken und es hat mich immer sehr zufrieden gestellt, meine Babies in Top Zustand zu bringen und zu halten. Ich traue mir auch zu, den Aufwand in akzeptablem Rahmen einschätzen zu können. Aber was ich mir jetzt an Land gezogen habe, sprengt jeden bisher vertrauten Rahmen...
An Land gezogen? Naja, die Methaper trifft es nicht so wirklich, denn genau dort steht das kleine Schiffchen bereits seit 2006. Ja, richtig. Seit 20 Jahren. In Worten: Zwanzig! Es ist auch nicht aus meinem bekannten Werkstoff - GFK. Nein, es ist aus Stahl. 11,5m lang und gute 10 Tonnen schwer. Aber irgendwie cool. Mir gefällt es gut und ich sehe es vor meinem geistigen Auge bereits in neuem Glanz. Und genau hier wird es gefährlich. Wir wissen alle wie das ausgehen kann. Ich habe gute 2 Jahre Zeit, den Schrott wieder flott zu machen. Dann muss das Boot dort weg. Und allein das ist ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Einen Liegeplatz habe ich auch nicht. Also was kann schon schiefgehen? Ich muss einen Vertrag unterschreiben und ergo eine Entscheidung treffen. Oder vielleicht habe ich sie schon getroffen. Unterbewusst. Aber eines ist klar: Hier muss der Weg das Ziel sein. Meinungen?
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#2
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Wieviele hatten denn vor Dir schon 2 Jahre Zeit?
Lässt sich der Motor noch per Hand drehen? Schweißarbeiten am Boden erforderlich? My first thoughts.... Und Dein geistiges Auge ist Dein größter Feind.... Es verzerrt Aufwand und Zeit.
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Gruss, Dirk
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#3
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Aussen relativ hui - innen ziemlich pfui. Es gibt nur einen Weg: Alles muss raus. Möbelfronten erhalten. Kabelzeug einmal komplett neu.
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#4
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Hallo Dirk, ja genau das ist das Problem mit dem geistigen Auge.
Die Geschichte des Bootes ist kurz gefasst folgende: Mann hat Traum. In der Rente mit einem Boot die Kanäle und Flüsse befahren, Leben geniessen. Mann kauft Boot für 100tsd. Benutzt es für 2 Jahre und beschliesst es für die Pläne vorzubreiten. Boot kommt aus dem Wasser. (2006) Unterwasserschiff komplett Sandgestrahlt und verzinkt und irgendwas drüber. Schiff kommt nach Hause in den Garten, welcher als Werft missbraucht wird. Alles wird mal ausgebaut und angefangen. Jede Menge Zubehör wir angeschafft. Boot wird nie fertig gestellt. Mann heute 84 und das Boot muss in absehbarer Zeit weg. - Motor dreht. Heute probiert. Wurde konserviert und alles ist voller Frostschutz - Boot ist im grossen und ganzen ziemich wenig Verrostet. Teakdeck ist Schrott, darunter blüht es. War zu erwarten. Holz teilweise rott, weil Dichtungen aus Fenstern als Muster entfernt wurden, oder neue Fenter angeschafft. Hat halt ab un zu rein geregnet. - Bilge innen mit Rostschutz behandelt. Nur unter dem Motor stand Wasser Es sieht zwar wüst aus, aber die Grundsubstanz scheint in gutem Zustand. Also zum verschrotten definitiv zu schade. Verkaufen lässt sich sowas aber auch nicht mehr. Also muss sich jemand erbarmen. (Dachte ich. Und ich dachte, ich könnte dieser jene sein...) Und dann schnappt die Falle zu - Alle Teile sind vorhanden, 3 Zimmer voller Zeug. Gilt es zu katalogisieren.
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#5
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Was ist sowas heute noch wert ?
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Gruß Rolf |
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#6
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Ich habe gerade im Bekanntenkreis die letzten 1,5 Jahre eines 3-jährigen Refits begleitet. GFK Boot, aber dafür mit kompletten Neulack und Umbau innen.
Der (wirklich tolle) Mensch hat das trotz Krankheit neben seinem Job gemacht mit einem ungeheurem, mir völlig fremden ausgeprägtem Antrieb und Elan bis zum letzten Tag. Es schwimmt jetzt seit einer Woche wieder. Das Boot sieht grandios aus und ist ein Hingucker und er wird von allen Leuten drauf angesprochen. Er hat sich viel belesen und absolut ein Meisterwerk abgeliefert. Wichtige Punkte sind: Kurze Anfahrtswege von daheim. Wenn du eine Stunde hinfahren musst (und zurück), sitzt dir permanent und täglich der Zeitdruck im Nacken und dann fährst du viel zu oft eben nicht zum Boot. Erstmal auf die Schwimmfähigkeit und aussen hinarbeiten, dass du bis auf den Aufbau im Wasser weiterarbeiten könntest. Sprich Rumpf, Dichtigkeit, Fahrbereitschaft herstellen. Innenausbau kannst du auch später machen, wenn dir aussen schon die Zeit davon gelaufen ist. Gutes Werkzeug und auch Werkstatt für den Innenausbau, alles andere führt zu überhaupt nichts. Du wirst immer mal jemanden brauchen, der für gewissen Arbeiten mit anpackt. Es wird ein harter Weg, aber das Boot sieht wirklich spannend aus (vom Typ) und es wird es dir danken mit tollen Tagen auf dem Wasser. Alleine die Schiebetür seitlich aus dem Salon ist vom Prinzip her richtig geil. Grüße Totti
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#7
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Moin,
zwei Jahre um da weg zu kommen sind an sich viel Zeit. Alles ausser Unterwasserschiff kannst Du auch auf dem Wasser machen. Ich würde also mich erstmal auf Ausräumen/Entsorgen und inventarisieren konzentrieren. Wenn Dein Liegeplatz dann Strom hat, kannst Du (fast) alles dort auf dem Wasser erledigen.
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Quicksilver 555 Cabin, 80PS Mercury Simrad Go5 + Go7, B&G V60 |
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#8
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Aus eigener Erfahrung mit diesem Refitobjekt:
Kurze Wege zum Boot! Neben dem Haus ist ideal. So geht man nach der Arbeit auch mal für eine Stunde ran und hat kurze Wege zum Werkzeug. Strom usw. Nur gutes Werkzeug verwenden, Resultate sind immer besser und schneller. Für ein anderes Projekt hab ich mir eine große CNC Fräse gebaut, heute würde ich nur zeichnen und beim Schreiner in Auftrag geben. Ich hab für das Boot von November bis Juni gebraucht, dann war ich auf dem Wasser.
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Gruß, Jörg!
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#9
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Schönes Boot oder bzw. kann wieder ein schönes Boot werden...
...wenn die Basis passt ist das ja das Wichtigste! Und das unbrauchbare Teak-Deck hat wenigstens einen Vorteil: Man kann es gleich mit der Schaufel entsorgen und hat keine Arbeit damit es ggf. doch noch zu "retten" wenn der Zustand Zweifel ließe Viel Erfolg!
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LG, Roland ---------------------- "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit. Aber das zweite Mal liegt es bei dir und keinem anderen!"
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#10
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Danke, das macht Mut. Der Riesenvorteil ist, dass das Boot direkt hinter unserer Firma steht. Deswegen habe ich es überhaupt entdeckt. Also ich falle praktisch zweimal um und bin da. Eine Schlosserwerkstatt, Elektrofachbetrieb und jede Menge Profiwerkzeug, vom vernünftigen Schraubendreher, bis zur Drehbank ist also vorhanden.
Ich habe heute mal begonnen, die Achterkajüte vollständig zu entkernen. Der Plan ist hinten anzufangen, dann die Bugkabine und am Schluss alles was in der Mitte so ansteht. Hinten ist bis auf die Möbel alles draussen, die Möbelfronten werde ich erhalten, aber die Schränke in der Tiefe von 80 auf 60 cm zu verringern. Dafür die Koje vergrössern. Ich denke, bis nächste Woche kann ich es schaffen hinten den Flugrost beseitigt zu haben und mit dem versiegeln zu beginnen. Ich dachte immer, Succes sind Qualitätsyachten, aber wenn man mal hinter die Kulissen schaut, dann kommen mir berechtigte Zweifel. Alles ist getackert und genagelt. Gerade Sägekanten? Fehlanzeige. Naja, auf den Niveau wie es war, sollte ich es mindestens wieder hinbekommen. Aber ich habe andere Ansprüche. Die Aufteilung ist eigentlich noch ganz cool. Zwei eigenständige Kabinen, mit Tür zu verschliessen, Toilette und Dusche in getrennten Räumen und die Pantry oben im Salon, gegenüber der Sitzecke. Einen Abstieg über eine Treppe innen gibt es nicht. Man kommt nur durch die Holztüren ins Boot.
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#11
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Es könnte sich lohnen, mal einen prüfenden Blick unter seine Deckenkonstruktion zu werfen. Vor allen, wenn ein Teakdeck verbaut wurde und die Schrauben durch den Stahl gedreht wurden. Endet nur leider in einer Totalsanierung...
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#12
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Da hast du dir was aufgeladen. Verrätst du wie groß der Einsatz für dich war?
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#13
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Zitat:
Aber im verbauten Zustand wohl nur auf dem klassischen Weg zu entrosten.
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#14
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Zitat:
Und hier ist der wahre Preis versteckt: ein Kran, der 12 to bewegen kann und ein entsprechender Transport. Hinzu kommen Ausgaben für Materielles, was ich für das Refit brauche. Sind wir ehrlich, ein Schiff in dem Alter, fahrbar und im Wasser bekomme ich wahrscheinlich schon unter 10k. Vielleicht in etwas besserem Zustand. Von meiner Arbeit fangen wir gar nicht an. Lohnt sich das? Frage des Standpunktes. Für mich schon. Der Weg ist das Ziel und ich habe später ein Boot nach meinen Vorstellungen. Das Kasko ist ja in gutem Zustand. Refitten um zu verkaufen ist sicher nicht Wirtschaftlich. Es ist wie so oft: Hobby kostet Geld…
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#15
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Mega, finde ich super, dass du die Aufgabe angenommen hast.
Zum Preis: Sicher gibt es für 10K€ Boote, die aktuell besser aussehen. Aber da murkst du halt permanent rum und bastelst auch auf dem Wasser ständig. Jetzt hier kannst du es direkt ordentlich machen, etwa die Elektrik usw. Statt 7 unbeschrifteten Sicherungskästen aus dem PKW mit Schmelzsicherungen kannst du es jetzt halt direkt vernünftig machen und findest dann auch alles sofort und weisst, was los ist. Ist bekannt, wie viele h der Motor hat? Und was ist es für einer? Grüße Totti
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#16
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Zitat:
Bekannter hat gerade sein (Segel-) Boot von Emmerich nach Lelystad fahren lassen. Ok, er konnte für das Aufladen auf den Hafenkran zugreifen (umsonst ist der aber auch nicht). Aber der LKW Transport war überblickbar. Grüße Totti
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#17
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moin,
ein schönes Projekt ! Du hast ja offensichtlich die Mittel es umzusetzen. Ich vermisse es manchmal, dass ich irgendwann mit meinem Projekt fertig geworden bin, und jetzt nur noch Wartung und Kleinkram ansteht. Viel Spaß dabei. Grüße Detlef
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