![]() |
|
Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art. |
![]() |
|
Themen-Optionen |
#1
|
|||
|
|||
![]()
Hallo zusammen,
ich habe diverse Beiträge zur Innenverkleidung gelesen. Einige Punkte möchte ich aber noch einmal geziehlt nachfragen, weil ich leider noch keine Erfahrungen mit Stahlbooten sammeln konnte. Meine alte Innenverkleidung muss dringend raus, weil sich unter den Fenstergummis und in der Umgebung von Aussenbohrungen Rost unter der alten Verkleidung gebildet hat, der stellenweise stark aufblüht. ![]() Die alte Verkleidung kratze ich grade mühsam mit Stachtel und Cuttermesser ab. Gibt es dafür einen einfacheren Weg ? Wenn die alte Verkleidung runter ist, möchte ich den Innenraum bis zur alten Grundierung abschreifen. Die kritischen Stellen behandle ich mit BOB Rostumwandler. Dannach "versiegele" ich Innenwand komplett mit Epoxy Grundierung. Reicht das? Geht es besser ? Bei der Auswahl der neuen Verkleidung habe ein paar Materialien ins Auge gefasst. Ich bin mir aber unschlüssig, ob ich ein atmungsaktives Material oder besser etwas Wasserdichtes nehmen sollte. In vielen Beiträgen zum Thema Innenverkleidung ratet ihr, das man besser ein wasserdichtes Material vollflächig verkleben sollte, um den Wasserdampf vom Metall fernzuhalten. Bisher war bei meinem Boot ebenfalls ein wasserabweisendes Material mit Schaumstoffrücken verklebt. Der Zustand meiner Aussenwand ist bis auf an den kritischen Stellen (Bohrungen, Fenster) recht gut. An den Stellen, an denen Staunässe auftreten konnte, ist das Metall aber teilweise stark verrostet. Ich bin mir unschlüssig ob dieser Rost durch ein atmungsaktives Material viermieden werden kann. Was meint ihr dazu ? Schöne Grüße aus Ahrensburg, Jens ![]() |
#2
|
|||
|
|||
![]()
Für das Entfernen der alten Verkleidung kann ich Dir den "Fein Multimaster" empfehlen. Das Ding ist Gold wert für alle Arbeiten am Schiff und Zuhause. Es gibt dafür auch ein spezielles Zubehörteil zum Entfernen alter Teppichbeläge. Das kannst Du gut für die Deckenverkleidung nehmen. Ich schätze, mit dem Gerät wirst Du es in nur 20% der Zeit schaffen. Ich habe damit z.B. auch ohne Probleme Sikaflex von meinem alten Deck wegbekommen, mit dem das alte Teakdeck verklebt war.
Die Geräte sind nur leider ziemlich teuer. Normalerweise gibt es auf der "boot Düsseldorf" immer einen kleinen Stand, wo Du das Gerät demonstriert bekommst und wo es günstiger angeboten wir. Ansonsten kannt Du dich auch bei "Bauhaus" erkundigen, die haben es im Sortiment. |
#3
|
|||
|
|||
![]()
Ich habe bei unserem Boot eine ähnliche Verkleidung mit einem Fein Multimaster mit Spachtelklinge gut herunterbekommen. Nachfolgendes Schleifen habe ich mit einem Winkelschleifer mit Grobreinigungsvlies ("Negerkeks") gemacht.
Rostumwandler ist generell eine Notlösung. Bei mäßigem Rostbefall würde ich nur o.g. Winkelschleifer mit Grobreinigungsscheibe nehmen, ggf. auch eine gezopfte Drahtbürste für den Winkelschleifer (damit kommt man z.T. besser in einige Ecken). Sehr gut, aber auch recht teuer sind auch die "Perago-Scheiben" als Aufsatz für die Bohrmaschine. Für den Farbaufbau würde ich Dir als erste Schicht eine Zinkstaubfarbe empfehlen. Der Rest ist im Innenraum bis auf die Bilge ja eher unkritisch. Je nachdem, mit was für einem Kleber Du die Verkleidung anbringen möchtest, müsstest Du aber schauen, dass dieser die Farbe beim Anbringen nicht komplett anlöst. Als Verkleidung solltest Du bei einem nicht isolierten Stahlrumpf keinesfalls Kunstleder mit Schaumstoffrücken nehmen, weil Luftfeuchtigkeit in den offenporigen Schaum eindringt, am kalten Rumpf kondensiert und Du dann wieder Probleme mit dem Gammel bekommst. Hier wäre ein Produkt wie das Schaumvinyl "Acrütex" (z.B. von Rüegg) oder "Gisatex" ratsam, weil es keine Feuchtigkeit aufnimmt - wer günstige, vergleichbare Alternativen kennt, der melde sich bitte. |
#4
|
|||
|
|||
![]()
Danke an euch beide.
Das bringt mich schon mal ein ganzes Stück weiter. Beim Verkleidungsmaterial bin ich genau an den beiden Varianten hängengeblieben. Das Schaumvinyl habe ich mir bei Rüegg im Laden angesehen. Es entspricht in etwa dem Material meiner alten Verkleidung (die ja grundlegend gute Arbeit geleistet hat). Das Gisatex Amaree Classic gefällt auf den Bildern besser. Es ist aber atmungsaktiv und lässt doch sicher auch Feuchtigkeit an das Blech oder ? Wie dick ist das Amaree Classic eigentlich ? Auf den Bildern sieht es nach gut 10mm Materialstärke aus ... ![]() Das wäre mir etwas zu flauschig ![]() Morgen werde ich erstmal den Baumärkt stürmen und mir eine Perago-Scheibe und eventuell auch einen Multimaster zulegen. Dann kann es am Wochenende wieder weitergehen. Schöne Grüße, Jens |
#5
|
||||
|
||||
![]()
Hallo Jens
Profis entrosten Stahloberflächen maschinell mit einem Handgerät dass sich "Nadelpistole" nennt. Dabei wird ein Bündel von Stahlstäben durch einen Exzenter immer wieder nach vorne geschossen. Lässt sich eben sehr gut an runde Innenflächen anpassen und erspart mühsame Handarbeit. Allerdings sind Ohrenschoner angesagt, da der Lärm betäubend ist. Aber schnell geht's allemal. handbreit George99
__________________
Denken ist Glückssache, manchmal habe ich zufällig Schwein.
|
![]() |
|
|