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  #21  
Alt 03.11.2008, 23:55
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jannie jannie ist offline
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Moin,
und manchmal kann man natürlich auch die links lesen, auch wenn es schwerfällt.
gruesse
Hanse
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  #22  
Alt 04.11.2008, 08:18
Glastron-Michi Glastron-Michi ist offline
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Hallo Hanse,

ich habe deinen Link gelesen, aber auch darin steht
doch unter Punkt 3 sinngemäß ......Materialabbau.... in der Paxis nicht relevant..... Leider bekomme ich es nicht hin den Teil hier einzufügen.



Gruß
Michael
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  #23  
Alt 04.11.2008, 08:29
Glastron-Michi Glastron-Michi ist offline
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Zitat:
Zitat von tosa Beitrag anzeigen
Bist du da so sicher?

Ich denke hier kamen schon sehr sinnige Vorschläge zusammen.
Klar was s.Bubi geschrieben hat, ist wohl eine gute Lösung, wahrlich aber längst nicht die Einzige (ich hätte es so gemacht).

Wobei seine Einschätzung hinsichtlich der Galvanik schlicht falsch ist.
Wenn man sich die Spannungsreihen der Stähle und Edelstähle ansieht, wird man feststellen, dass zwischen Stahl und Edelstahl (je nach Sorte) sogar ein sehr großer Spannungsunterschied vorhanden ist. Selbst zwischen verschiedenen Edelstahlsorten gibt es ausreichende Spannungsunterschiede, selbstredend auch für die nicht so stark veredelten Stähle.

Z.B. hat allgemeiner Baustahl ca. -0.6 bis -0.7 Volt, dagegen Edelstahl Typ 316/317 ca. -0.0 bis -0.1 Volt. Zum Vergleich: Kupfer etwas über -0.4 Volt, Platin +0.2 Volt. Am Ende der Spannungsreihe sitz Zink (aha) mit ca. -1.0 Volt und damit an der 'angefressensten' Seite.
Man sieht also deutlich Spannungsunterschiede bei den Stählen und damit galvanische Korrosion bei Vorhandensein der Bedingungen (Elektrolyt, Kontakt).

Um galvanische Korrosion zu vermeiden sind auch Mittel möglich, welche diese Korrosion unterbinden, wie die oben genannte Gummimatte. Dazu passt dann auch die Nennung der größeren Bohrlöcher inkl. Sika. Ein gängiges Mittel um Korrosion zu verhindern.
Vielleicht sollten wir die Frage stellen, ob dar Träger denn abbaubar sein muss...
Dann wäre die Lösung 'Schweißen' allerdings die schlechteste Variante hier...

Die angesprochenen Messingschrauben sind in Bezug auf Edelstahl evtl. garnicht so dumm, denn Messing liegt in der Spannungsreihe bei ca. -0.4 Volt. Je nach Edelstahlsorte (z.B. Edelstahl Typen 410/416 ebenfalls ca. -0.4 Volt) entsteht somit womöglich keine galvanische Korrosion. Dazu müsste man das Material alledrings genauer kennen (auch kleine Spannungsunterschiede sind schlecht!).


Ich würde also von vornherein die angesprochenen Maßnahmen nicht verteufeln, sondern evtl. mal nachfragen, was dahinter steckt (was ich hiermit tue! ).

Einen schönen Abend noch...

cu Tom

Hallo Tom,

ich kann nicht beurteilen, ob deine theoretischen Aspekte richtig bzw. auch in der Praxis relevant sind, aber ich gehe mal davon aus dass sie es sind.

Ich habe als Handwerksmeister im Metallbereich täglich mit solchen Dingen zu tun, und kann nur aus meinen praktischen Erfahrungen heraus Tipps geben, ohne diese vielleicht durch physikalische Erklärungen oder durch entsprechende Links zu beweisen.

Sicher gibt es für das angesprochene Problem nicht die perfekte Lösung, aber mehrere Kompromisslösungen, wobei hier schon einige abenteuerliche Vorschläge gemacht worden sind. (Aus meiner Sicht als Praktiker).

Wie gesagt mein Beitrag war sicher nicht böse oder abwertend gemeint.

Gruß
Michael
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  #24  
Alt 04.11.2008, 09:11
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@Michael
Klar, ist doch ein Forum.
Ich meine es auch nie abwertend und hau trotzdem öfter drauf...

Wie oben schon gesagt, hätte ich in der Praxis auch die Lösung schweißen gewählt (wozu hat man ein schönes WIG-Gerät ).

Einen schönen Dienstag!

cu Tom
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  #25  
Alt 04.11.2008, 20:48
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Zitat:
Zitat von Glastron-Michi Beitrag anzeigen
Hallo Hanse,

ich habe deinen Link gelesen, aber auch darin steht
doch unter Punkt 3 sinngemäß ......Materialabbau.... in der Paxis nicht relevant..... Leider bekomme ich es nicht hin den Teil hier einzufügen.

Gruß
Michael
Moin Michael,
unter Punkt drei meint der Schreiber zusammengefasst:

"Zusammenfassend kann gesagt werden, dass
Kontaktkorrisionsschäden an nicht rostenden
Stählen praktisch nicht vorkommen, dass aber
der unedlere Partner in der
Werkstoffkombination mit nicht rostenden
Stählen erhebliche Kontaktkorrisionsschäden
erleiden kann."

Wenn also die Bedingungen passen, rostet der "schwarze" unedle Stahl dabei ruckzug weg. Also kann man die Bedingungen so hinbringen, das keine Feuchtigkeit mehr dran kann (zB Dichtschweissen) oder man isoliert die beiden Stähle voneinander oder man ändert die Flächenverhältnissse usw. usw., dann passiert nix (oder nur noch sehr wenig)
gruesse
Hanse

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  #26  
Alt 05.11.2008, 15:15
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Danke für die vielen Anregungen,
werde den Geräteträger dann wohl abflexen - damit Ruhe ist mit dem Rost. Das Ding hat mich ohnehin geärgert wenn es ums Bimini ging oder eine zu tiefe Brücke kam.
__________________
Grüße aus dem Havelland........Mike
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  #27  
Alt 05.11.2008, 19:26
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tosa tosa ist offline
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Zitat:
Zitat von havelmike Beitrag anzeigen
Danke für die vielen Anregungen,
werde den Geräteträger dann wohl abflexen - damit Ruhe ist mit dem Rost. Das Ding hat mich ohnehin geärgert wenn es ums Bimini ging oder eine zu tiefe Brücke kam.
Saubere Lösung...

cu Tom
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  #28  
Alt 06.11.2008, 04:06
RoterBaron RoterBaron ist offline
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Zitat:
Zitat von havelmike Beitrag anzeigen
Hallo Skipper, habe auf meiner Fly einen Geräteträger aus Edelstahl. Dieser steht auf eine Winkeleisenkonstruktion aus Stahl, welche in Verbindung mit der Blechverkleidung der Fly steht. Die Winkeleisen und das Dünnblech rosten erheblich. Das 3mm Winkeleisen hat gar schon Löcher. Eine Entrostung mit anschließendem Farbaufbau hat nichts gebracht. Alles kommt wieder runter. Kann es sein dass diese Korrosion durch den recht schweren Edelstahlbügel ausgelöst wird? Immerhin wiegt das Ding geschätzte 30kg.
Das Gewicht spielt da gar keine Rolle. Wenn zwei verschiedene Metall Kontakt haben, rostet zuerst immer das unedlerere Metall. Das ist ganz normal. Wenn ein Farbaufbau keine Abhilfe schafft, wie in Deinem Fall, taugt die Farbe bzw., der Lack nichts, denn im Normalfall isoliert eine Schutzschicht durchaus und schützt vor weiterer Korrosion. Außerdem soielen weitetere Faktoren eine Rolle, die kann man aber nicht beurteilen, wenn man den Schaden nicht sieht und nur Beschreibungen des Schadens hat. Mit "Faktoren" ist auch gemeint, wie jemand arbeitet. Rost abgeschliffen? Die Rostrocken spritzen dabei durch die Gegend, kleine Partiekl setzen sich wieder auf der Oberfläche, unzureichende Reinigung er Oberflächevon solchen Rostpartikeln ist z.B. eine Ursache für schnell einsetztende neue Korrosion.

Mfg
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  #29  
Alt 10.11.2008, 16:55
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Zitat:
Zitat von tosa Beitrag anzeigen
...........................
Z.B. hat allgemeiner Baustahl ca. -0.6 bis -0.7 Volt, dagegen Edelstahl Typ 316/317 ca. -0.0 bis -0.1 Volt. Zum Vergleich: Kupfer etwas über -0.4 Volt, Platin +0.2 Volt. Am Ende der Spannungsreihe sitz Zink (aha) mit ca. -1.0 Volt und damit an der 'angefressensten' Seite.
......................................
jepp du hast mein weltbild relativiert


du findest in den einschlägigen tabellen, alle möglichen werte, zu den verschiedensten elektrolyten,
nach dem ich deine aussage gelesen habe, habe ich nochmal die einschlägige fachliteratur durchforstet

du findest für stahl werte von -700 mV bis -350 mV je nach kohlenstoffanteil, verunreinigungen und elektrolyth
und
bei edelstahl, das selbe, von -1oo mV bis +400 mV je nach sorte und elekrolyth, alles dabei
selbst unterschiedliche werte in verschiedenen tabellen bei gleicher paarung oder gleichem elektrolyth

ich hatte ins buch geglotzt und bei meiner ersten aussage eine differenz von 300 mV festgestellt, und das wäre,
da ist sich die literatur wohl mal einig,
vernachlässigbar

um aber auf das thema zurück zu kommen
im speziellen falle verhindert eine lackierung über die schweissnaht, den zufluss eines
zum aufbau eines spannungspotential notwendigen elektrolythen.
somit kann kein galvanisches element entstehen


ausserdem sind die aufgesetzten kathoden wesentlich kleiner als das schiff(anode)
was einer punktuellen korrossin ebenfalls entgegenstehen sollte
__________________
Grüße
kay

Schlagfertigkeit ist, einen Tag später die passende Antwort zu haben
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  #30  
Alt 10.11.2008, 19:43
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Zitat:
Zitat von Bubi Beitrag anzeigen
jepp du hast mein weltbild relativiert


du findest in den einschlägigen tabellen, alle möglichen werte, zu den verschiedensten elektrolyten,
nach dem ich deine aussage gelesen habe, habe ich nochmal die einschlägige fachliteratur durchforstet

du findest für stahl werte von -700 mV bis -350 mV je nach kohlenstoffanteil, verunreinigungen und elektrolyth
und
bei edelstahl, das selbe, von -1oo mV bis +400 mV je nach sorte und elekrolyth, alles dabei
selbst unterschiedliche werte in verschiedenen tabellen bei gleicher paarung oder gleichem elektrolyth

ich hatte ins buch geglotzt und bei meiner ersten aussage eine differenz von 300 mV festgestellt, und das wäre,
da ist sich die literatur wohl mal einig,
vernachlässigbar

um aber auf das thema zurück zu kommen
im speziellen falle verhindert eine lackierung über die schweissnaht, den zufluss eines
zum aufbau eines spannungspotential notwendigen elektrolythen.
somit kann kein galvanisches element entstehen


ausserdem sind die aufgesetzten kathoden wesentlich kleiner als das schiff(anode)
was einer punktuellen korrossin ebenfalls entgegenstehen sollte
Hi Bubi,
ja die Werte schwanken je nach C-gehalt.
Deshalb habe ich mal sicherheitshalber die Stahlsorte dahinter geschrieben bzw. den allg. Baustahl gewählt.

Bei ganz unglücklichen Paarungen entsteht galvanische Korrosion.
ich würde immer auf Nummer sicher gehen und schweißen inkl. Farbanstrich bis über die Schweißnaht wenn ich schwarz/weiß verbinde.

cu Tom
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  #31  
Alt 29.01.2009, 12:24
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skipplastracer skipplastracer ist offline
Lieutenant
 
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Standard Funktioniert dann wie eine Anode

Zitat:
Zitat von Glastron-Michi Beitrag anzeigen
Hallo Andreas,
wieso meinst Du denn, sollte man da Messingschrauben nehmen ?

Gruß
Michael
Hallo Michael!
Bei Messing zu Edelstahl entstehen kaum Galvanische Stöme und wenn wegen saurem Regen doch haben die Schrauben dei Funktion einer Anode, diese können dann alle paar Jahre getauscht werden ist billiger und von geringen Aufwand.

Gruß
Andreas
__________________
Gruß
Andreas

Das ist meine Welt, vor Anker liegen und in der Ostsee Dorsche und Platte fangen
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  #32  
Alt 29.01.2009, 20:05
Glastron-Michi Glastron-Michi ist offline
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Hallo Andreas,
ich hatte den Beitrag schon vergessen. Danke für die Erklärung, man lernt ja nie aus.

Gruß
Michael
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